Sonntag, 28. Dezember 2008
FU18 goes Kart - der etwas andere Matchbericht
Bereits bei der Erklärung des Profis, dass bei den Karts die Bremse links und das Gaspedal rechts sei, sah man an den Augen einiger Spielerinnen dass sie gedanklich nochmal checkten, dass rechts dort ist, wo man die Hand schüttelt. Manche mögen von einer bösartigen Unterstellung sprechen, aber die Geschehnisse auf der Bahn lassen die Vermutung zu, dass einige doch mit links begrüssen und verabschieden...
Das Warmlaufen entsprach dann tatsächlich einem Bekanntmachen mit Bahn, Banden und Gefährt. Jefi beispielsweise begrub ihren Kart mitsamt ihrem einen Schuh unter einem Reifenstapel, während andere die eine oder andere Pirouette drehten. Wieder andere übertönten das Quietschen der Räder durch ihr eigenes. Schliesslich war unter anderem Amira am Ende des Warm-Ups noch bekannt geworden, dass das Helmvisier als Schutz vor Gegenwind und herumfliegendem Reifenabrieb durchaus Sinn macht.
In der Qualifikation zum Final zeigten allen voran Corina und Marcella, dass sie sich auf Strassen durchaus wohlfühlen würden. Sie räuberten jeweils meisterhaft entlang der Randsteine. Schlussendlich qualifizierten sich neben Corina und Marcella auch noch Lea, Maja, Astrid und Wytti für den Final.
Astrid als sechste stapelte vor dem Final nocheinmal tief: Sie sei froh, dass sie im Finale dabei sei, mehr wolle sie nicht erreichen - und fuhr am Ende auf den dritten Platz. Marcella, die rasende Torhüterin , liess Lea, Corina und Maja nicht den Hauch einer Chance und legte einen heissen Reifen auf den Asphalt. Nur Wytti war noch ein Bitzeli schneller als sie. Und Lea musste nach der freudigen Aussage "hey ich han imfall mal 27 und öppis gha" etwas erstaunt feststellen, dass alle ausser Maja (die mehrheitlich die Aussicht genoss) schneller als sie gewesen waren.
Impressionen folgen in der "Fotos"-Rubrik des FU18.
Ranking:
1. Marco "Rocket Man" Wyttenbach 25.832 s
2. Marcella "Icegirl" Nocco 26.593 s
3. Astrid "Miss Understatement" Wehrli 26.808 s
4. Corina "Shriek 'n Squeak" Zbinden 27.008 s
5. Lea "Chatterbox" von Mühlenen 27.159 s
6. Maja "Enjoy the View" Kevic 28.119 s
nicht für den Final qualifiziert:
7. Jefimija "Crash Test" Cubrilo 30.383 s
8. Amira "last but not least" Linsi 30.894 s
Abwesend: Andrea, Krenare, Lorena, Martina (alle Ferien)
Montag, 22. Dezember 2008
Weihnachten unterm Strich
Nichts wurde aus dem anvisierten Sprung über den Strich. Trotz phasenweise überlegenem Spiel vergab der HCDU gestern den Sieg. Mit dem Remis war niemand glücklich.
VON RUEDI BURKART AUS DAGMERSELLEN Nach 14 Minuten hatte Dagmersellens Trainer Peter Kreyss ein erstes Mal genug. Er nahm sein Time-out und versuchte, seinem Team neues Leben einzuhauchen. Grund: Der HC Dietikon-Urdorf war den Gastgebern in jeder Beziehung überlegen, stand hinten sicher wie selten in dieser Saison und schoss vorne Tore. Rückraumspieler Andreas Jenni beispielsweise spielte in dieser Saison kaum besser als gestern in den ersten 15 Minuten – und verschwand danach in der Versenkung. Trotz vier fahrlässig vergebenen Chancen führten die Limmattaler nach knapp einer Viertelstunde mit 5:1. DREI MINUTEN vor dem Pausenpfiff musste HCDU-Coach Stephan Höhn seinerseits die Time-out-Notbremse ziehen. Zwar ging sein Team nach 20 Minuten mit 8:3 in Führung und war «virtuell» über den Strich gerutscht. Doch dann schoss Dagmersellen Tor um Tor. Die Limmattaler erlaubten sich ihrerseits in der Offensive unerklärlicherweise Fehler. Beim Seitenwechsel war der Vorsprung auf ein Tor geschrumpft. DIE ZWEITEN 30 MINUTEN waren ein Kampf auf Biegen und Brechen. Dietikon-Urdorf lag meistens im Vorsprung. Dass es am Schluss doch nicht zum dritten Sieg der Saison reichte, hatten sich die Limmattaler selbst zuzuschreiben. «Wir waren zu dumm», brachte es der enttäuschte Spielertrainer Sascha Schoenholzer auf den Punkt. Sein Team habe sich in der Schlussphase übertölpeln lassen und «nicht so gespielt, wie wir uns das vorgenommen haben.» So kam es, dass die Luzerner, angetrieben vom Heimpublikum, 21 Sekunden vor Schluss zum 24:24 ausglichen. Notabene mit einem umstrittenen Treffer. «Der Ball war nicht hinter der Linie», ärgerte sich HCDU-Goalie Carlo Filippi.
MIT DEM SCHLUSSPFIFF um 20.40 Uhr begann der siebenwöchige Meisterschaftsunterbruch. Nach ein paar Tagen Pause werden die Spieler des HCDU am 5. Januar 2009 wieder mit dem Training beginnen. Nicht mehr mit dabei sein wird dannzumal Marcel Scheurer. Der 25-jährige Kreisläufer absolvierte gestern sein vorläufig letztes Spiel für die 1. Mannschaft (die LiZ berichtete).
Dagmersellen - Dietikon-Urdorf 24:24 (8:9) Chrüzmatt – 200 Zuschauer – SR: Wyss, Zowa. Dagmersellen: Willimann, Küng; Meier (3), Wermelinger (2), Theiler, Kurmann (7), Felder (1), Bratschi (1), Silvan Graf (2), Ronald Graf (4), Sutter (1), Häfliger, Kaufmann (3/3), Merz.
HCDU: Filippi, Katicic; Affentranger (8/2), Scheurer (3), Baumgartner, Jenni (3), Imhof (2), Tiefenauer, Wiederkehr (2), Grendelmeier, Rüegg (3), Albrecht, Schoenholzer, Ruffiner (3). Torfolge: 0:2, 1:2, 1:5, 2:5, 3:6, 3:8 (20.), 6:8, 6:9, 8:9 / 8:10, 10:10, 10:13, 11:14, 12:15, 14:15, 14:16, 16:16, 16:19 (50.), 17:20, 19:22 (53.), 21:23, 23:23, 23:24, 24:24.
Strafen: 4 x 2 Minuten gegen Dagmersellen - 3 x 2 Minuten gegen Dietikon-Urdorf. Bemerkungen: Dagmersellen ohne Frauchiger, Stettler, Lischer (alle verletzt) – Dietikon-Urdorf ohne Anderegg und Wüthrich (beide verletzt) - Willimann hält Siebenmeter von Imhof (14./1:5).
Mittwoch, 17. Dezember 2008
HSG Limmattal bleibt punktlos
Und wieder nichts. Auch im elften Spiel in der Elite-Klasse zogen die U21-Junioren der HSG Limmattal den Kürzeren. «Natürlich erhofften wir uns gegen Basel den ersten Erfolg der Saison», so Trainer Stefan Maag nach der Partie. Der Grund: Die Basler überzeugten in den vorangegangenen Partien aufgrund vieler Verletzungen in keinster Weise. Was auch für die Limmattaler zu sprechen schien: Die Titans reisten mit nur einem Akteur aus dem aktuellen NLA-Kader sowie einem Reservespieler aus dem 1.-Liga-Kader an. Doch schon die Startphase verhiess nichts Gutes für die Limmattaler. Sie begannen die Partie vor eigenem Publikum sehr unkonzentriert und wirkten fahrig. «Im Angriff gelang uns nicht viel und die offensive Verteidigung konnte nicht die erhofften Ballgewinne beisteuern», so der enttäuschte Trainer Maag. Basel nützte die Unzulänglichkeiten routiniert aus und ging schnell mit fünf Toren in Führung. Die Umstellung auf eine Manndeckung auf den Basler Topskorer Ivan Golubovic brachte dann aber zumindestens in der Verteidigung Besserung. Zur Pause führte Basel weiterhin mit fünf Treffern Differenz – 14:9.
Am Schluss blieb nur die Enttäuschung
Mit Beginn der zweiten Halbzeit begann es auch im Angriff besser zu laufen. Und siehe da, plötzlich lagen die Gastgeber nur noch mit zwei Treffern zurück (17:19). «Doch dann scheiterten wir zu oft am gegnerischen Goalie oder trafen nur an den Pfosten», so Maag. In Zahlen: Total vier verschossene Siebenmeter und rund ein Dutzend «Alutreffer» verunmöglichten es den Limmattalern, das Spiel noch zu wenden. In der Schlussphase legten die Basler einen Zahn zu und vergrösserten den Vorsprung schliesslich auf vier Treffer Differenz zum Schlussresultat von 22:26 aus Limmattaler Sicht. Trotz der bisher knappsten Niederlage der Saison waren die Limmattaler nach dem Spiel sehr enttäuscht. «Ein Sieg gegen Basel wäre mit einer guten Leistung Pflicht gewesen», so Stefan Maags Resümee. In der Tabelle steht die HSG Limmattal mit 11 Niederlagen aus ebenso vielen Partien und einer Tordifferenz von minus 184 zu Buche. Die letzte Partie vor dem Jahreswechsel – und dem dreiwöchigen Meisterschaftsunterbruch – bestreitet das Maag-Team am kommenden Samstag auswärts beim verlustpunklosen Spitzenreiter St. Otmar/Gossau. (SM/RUBU.)
HSG Limmattal – Basel Titans 22:26 (9:14) Zen trumshalle – 50 Zuschauer – SR: Salah, Brunner.
HSG Limmattal: Arnet, Simic, Beltrami, Lohner (1), Senn (3), Schlienger (1), Bühlmann (1), Wicki, Romer (5/2), Hari (4), Tremp (3), Wüthrich (3), Rösli (1), Assenberg.
Basel: Jäggi, Geiser (9), Golubovic (5), Hofer (3), Lesic (2), Meier (5), Thurneysen (2), Trächslin. Strafen: 6 x 2 Minuten gegen die HSG Limmattal – 5 x 2 Minuten gegen die Basel Titans.
Montag, 15. Dezember 2008
HCDU: Und wieder nichts
In der Nationalliga B gabs eine 25:27-Niederlage gegen Yellow
VON RUEDI BURKART Am Schluss blieb einmal mehr nur der Frust. Zum wiederholten Mal resümierte HCDU-Spielertrainer Sascha Schoenholzer: «Eine gute Leistung meiner Mannschaft. Wir waren nahe dran an der Überraschung.» Aber eben. Ganz gereicht hatte es auch gestern nicht für einen «Big Point» im Abstiegskampf. Die Partie vom kommenden Samstag bei Dagmersellen (gestern 20:28 in Steffisburg) wird somit zum Schicksalsspiel.
ZUM GESTRIGEN SPIEL: Mit einer unglaublichen Willensleistung boten die Limmattaler dem Favoriten während einer Halbzeit Paroli. Ihre «Lebensversicherung» im Rückraum, Nachwuchs-Nationalspieler Jonas Affentranger, sass ab der fünften Minute mit einem schmerzenden Fuss bis kurz vor Schluss auf der Bank. Das Ref-Duo pfiff in den ersten 20 Minuten nicht weniger als sieben Siebenmeter gegen sie. Und Topskorer Daniel Imhof hatte nach seinen Ferien Anlaufschwierigkeiten. Egal! Der HCDU lag nach den ersten 30 Minuten sensationell mit 13:8 in Führung. Der Grund: Kreisläufer Marcel Scheurer zeigte in seinem letzten NLB-Heimspiel (LiZ von gestern) eine vorzügliche Leistung und erzielte wichtige und wunderbar herausgespielte Tore. Und dann die Torhüter! Carlo Filippi hexte die Winterthurer ebenso ins Elend wie Giusi Katicic. Der Teufelskerl brachte mit seinen Reflexen die Gäste zur schieren Verzweiflung. Sechsmal scheiterten die Winterthurer in Halbzeit 1 vom Siebenmeterpunkt. Ein Zeichen für Überheblichkeit. Da fiel es auch nicht ins Gewicht, dass der HCDU bei eigener doppelter Überzahl in der 22. Minute einen Gegentreffer kassierte.
NACH DEM SEITENWECHSEL war alles anders. «Natürlich wussten wir, dass Yellow reagieren würde», so Schoenholzer. Und wie sie das taten. Die Gäste streiften ihre Nonchalance ab, der HC Dietikon-Urdorf schien von einer Minute auf die andere die viel zitierte Angst vor dem Sieg zu kriegen. Überhastete Abschlüsse und Fehler in der Vorwärtsbewegung luden die Gäste förmlich zu Tempogegenstössen ein. So lagen die Winterthurer nach 42 Minuten erstmals in Führung (16:15). Der HCDU legte nochmals nach und ging wiederholt in Front (Grendelmeier nach 45 Minuten zum 18:17). Doch dann war Schluss. Yellow Winterthur riss die Partie an sich, vermochte ein letztes Aufbäumen der Gastgeber zu kontern und sicherte sich damit den 27:25-Erfolg.
Dietikon-Urdorf - Yellow Winterthur 25:27 (13:8) Zentrumshalle, Urdorf – 120 Zuschauer –
SR: Jergen, Zaugg.
Dietikon-Urdorf: Filippi, Katicic; Baumgartner, Imhof (3/1), Affentranger (5/3), Jenni (2), Wiederkehr, Scheurer (9), Rüegg (1),Schoenholzer (2/1), Grendelmeier (2), Tiefenauer (1), Barben, Polozani.
Yellow Winterthur: Böhny, Kindler; Bay (4), Gehrig (2), Graf (1), Hauser, Stefan Hochreutener (2), Roland Hochreutener (6), Huber (2/1), Kleeli, Läng (4/4), Meili, Müller (2), Steiner (4).
Torfolge: 0:2, 1:2, 1:3, 2:4, 3:5, 4:6, 8:6, 9:7, 11:8, 13:8 /13:9, 14:10, 14:14, 15:14, 15:16, 16:17, 18:17, 18:21, 19:21, 19:23, 22:23 (56.), 22:25, 23:25, 23:26, 24:27, 25:27.
Strafen: 8 x 2 Minuten gegen Dietikon-Urdorf – 6×2 Minuten gegen Yellow Winterthur. Bemerkungen: Dietikon-Urdorf ohne Albrecht, Anderegg, Galli, Wüthrich – Huber verschiesst Penalty (4./1:2), Graf verschiesst Penalty (8./3:4), Bay verschiesst Penalty (11./3:5), Katicic hält Penalty von R. Hochreutener (14./6:6), Katicic hält Penalty von Meili (15./7:6), Katicic hält Penalty (24./9:8), Böhny hält Penalty von Imhof (34./14:10) – vor der Partie wird Kreisläufer Marcel Scheurer offiziell verabschiedet.
Sonntag, 14. Dezember 2008
FU18: HV Olten - HCDU 25:13 (14:5)
Nach der Pause lief es etwas besser. Das Spiel konnte mehr oder weniger ausgeglichen gehalten werden, wobei Polozani und von Mühlenen je drei Holztreffer landeten. Man darf aber trotzdem nicht die Tatsache leugnen, dass es der HCDU selbst mit einer sehr guten Leistung schwer gehabt hätte, Punkte aus Olten zu entführen. Der Gegner war sehr gut organisiert und liess beinahe keine zwingenden Chancen zu.
Die Möglichkeit dem HV Olten ein Bein zu stellen wird sich aber wieder ergeben. Rang 5 reicht dem HCDU zur Qualifikation für die Meisterrunde, wo die 5 besten FU18-Teams des Aargaus im nächsten Jahr eine Doppelrunde gegeneinander spielen werden. Saisonziel Nummer 1 ist damit erreicht. Das Team hat aber mehr als bloss ein Saisonziel.
HV Olten - HCDU 25:13 (14:5)
HCDU: Nocco (1. - 60.), Clematide (1), Zbinden (1), Polozani (6/1), von Mühlenen (2), Kevic (1), Stehrenberger (1), Linsi, Cubrilo, Wehrli, Brajkovic, Fischhaber (1)
Bemerkungen: von Mühlenen verschiesst Penalty (52.; 22:11), Fischhaber mit ansprechender Leistung nach 8 Monaten ohne Handball.
Montag, 8. Dezember 2008
Nur die Moral ist konkurrenzfähig
Dank seiner Moral geht der HCDU in Horgen nicht unter. Spielerisch waren die Limmattaler chancenlos. Auch sieben 2-Minuten-Strafen gegen die Gastgeber in der ersten Halbzeit konnten sie nicht nutzen, um wenigstens an der Überraschung zu schnuppern.
VON RAPHAEL BIERMAYR Horgen und Dietikon-Urdorf sind zwar in derselben Liga – spielerisch gesehen liegen zwischen diesen Teams allerdings Welten. Dass die Mannschaften an der Spitze mit denen am Ende der Tabelle nicht viel gemeinsam haben, ist bekannt. Wie sich der Unterschied auf dem Spielfeld darstellt, vermag jedoch stets aufs Neue zu verblüffen.
DIE PARTIE GESTERN ABEND war ein Beispiel dafür. Die drittplatzierten «Seebuben» kassierten in der ersten Halbzeit sieben (!) 2-Minuten-Strafen, die abstiegsbedrohten Gäste aus dem Limmattal keine einzige. Die Bilanz auf der Anzeigetafel war dennoch ernüchternd: Horgen gewann den ersten Durchgang mit 16:11 und erzielte sechs Unterzahltore, eines davon gar mit zwei Mann weniger. Der HCDU brachte es trotz zeitweise zwei Minuten doppelter Überzahl auf gerade einmal drei Treffer bei ungleichem Spielerbestand.
DIE LIMMATTALER MACHTEN das Beste aus ihrer Situation, die wegen der ferienbedingten Absenz von Topskorer Daniel Imhof von Beginn weg wenig aussichtsreich war. Mit individuellem Sondereffort (der nominelle Kreisläufer Marcel Scheurer erzielte seine Tore auch aus dem Rückraum oder gar von der Flügelposition) und dem starken Torhütergespann Carlo Filippi/Josip Katicic hielt sich der Rückstand in Grenzen.
GEFäHRDEN KONNTEN SIE den Sieg der Gastgeber nie. Als die Horgner zwischen der 44. und 46. Minute fast zwei Minuten mit zwei Mann mehr agieren konnten, machten sie mit drei Toren den Sack endgültig zu (24:16) und steuerten in Richtung einer Demütigung, die durch ein «Goaliegoal» von Dominique Anderes noch unterstrichen wurde. Doch den Gefallen des Aufgebens tat ihnen der HCDU nicht. Die Moral stimmte und damit auch der Einsatz. In der Schlussphase nutzten die Gäste den grosszügigen Platz für Resultatkosmetik. Sie markierten von der 55. bis zur 60. Minute fünf Tore en suite zum 29:25. Den Schlusspunkt zum 30:25 setzte mit dem überragenden Fabian Schwitter wieder ein Horgner – bezeichnenderweise in doppelter Unterzahl. Zufrieden war Schwitter allerdings keineswegs, er sprach von «einer eher unterdurchschnittlichen Leistung» seines Teams.
ZU ALLEM ÜBERFLUSS aus Sicht des HCDU gewannen gestern mit Dagmersellen und Stans gleich zwei direkte Kontrahenten im Abstiegskampf jeweils überraschend. Damit die Limmattaler nicht auf einem Abstiegsplatz ins neue Jahr müssen, sind aus den letzten Partien vor dem Jahreswechsel gegen Winterthur und insbesondere Dagmersellen Punkte gefordert. Horgen - Dietikon-Urdorf 30:25 (16:11) Waldegg
– 200 Zuschauer – SR: Baggenstos, Lütolf.
Horgen: Sigrist, Anderes (ab 31./1!); Graf, Portmann, L. Reiser (5/2), Schwitter (5), Stapfer (2), Kuhn (6), C. Reiser (6/1), Peci (2), Rosano (1), Kaufmann, Mackintosh, Pietsch (2).
Dietikon-Urdorf: Filippi, Katicic (ab 31.); Affentranger (9/2), Baumgartner (2), Jenni (1), Scheurer (5), Wiederkehr (1), Rüegg (2), Schoenholzer (3), Albrecht, Polozani, Barben (2), Romer.
Torfolge: 1:0, 1:1, 3:1, 4:3, 7:3 (11.), 10:7, 14:8, 16:11 / 16:12, 20:16, 24:16 (46.), 26:19, 29:20 (55.), 29:25 (60.), 30:25.
Strafen: 12 x 2 Minuten inklusive Disqualifikation (L. Reiser/60.) gegen Horgen – 3 x 2 Minuten gegen Dietikon-Urdorf.
Bemerkungen: Dietikon-Urdorf ohne Imhof (Ferien) – Filippi hält Siebenmeter von Kuhn (3,) – Sigrist halt Siebenmeter von Affentranger (17.) und Polozani (24.).
Sonntag, 7. Dezember 2008
FU18: HCDU - Handball Zurzibiet 15:20 (10:10)
Immer wieder gelang es Polozani entweder von der Mitte aus ihre Mitspielerinnen zu lancieren, selber den Wurf zu suchen oder den Ball selbst vom Flügel ins hohe Eck zu zimmern. Gleiches gelang nicht allen Leistungsträgerinnen, weshalb der HCDU immer leicht in Rückstand lag, kurz vor der Pause aber einige Chancen hatte um in Führung zu gehen. Zbinden's Würfe waren ungewohnt drucklos und unpräzise, von Mühlenen blieb mit ihren 1:1-Aktionen mal für mal hängen und auch Clematide, Linsi und Stehrenberger erwischten nicht den besten Tag. Gleichzeitig muss aber festgehalten werden, dass die beste Akteurin auf Seiten der Aargauerinnen im Tor stand. Mit dem Ergebnis von 10:10 ging es in die Pause.
In den ersten 5 Minuten legte der HCDU wieder einen Zwischenspurt hin und hätte die Chance gehabt, auf 3 Tore wegzuziehen. Plötzlich riss der Faden, die Verteidigung liess in der Aggressivität nach und bei Nocco zeichnete sich immer mehr ab, dass sie einen ganz schwarzen Tag erwischt hatte. Wurfpositionen aus der Mitte wurden zugelassen und Nocco griff jedes Mal unglücklich daneben. Im Angriff gelang zur gleichen Zeit gar nichts mehr. Während rund 15 Minuten gelang dem HCDU kein einziges Tor, nicht einmal aus zwei Siebenmetern heraus. Die logische Folge war, dass aus einem 12:10 nach 35 Minuten ein 12:18 nach 50 Minuten wurde.
Dem HCDU bleibt die bittere Erkenntnis, dass die besten FU18-Teams des Aargaus durchaus in Reichweite liegen. Was es braucht ist eine konstante Leistung auf hohem Niveau um gegen diese Teams zu punkten. Dass das FU18 das notwendige Können auf jeder einzelnen Position hätte, konnte vor allem in den letzten beiden Spielen angedeutet werden. Dass die Konstanz fehlt, wurde aber leider auch gezeigt. Letzteres hat aus vier möglichen Punkten eine null gemacht.
HCDU - Handball Zurzibiet 15:20 (10:10)
HCDU: Nocco, Clematide (2), Zbinden (3), Polozani (6/1), von Mühlenen (1), Stehrenberger (1), Linsi (1), Brajkovic (1), Wehrli, Cubrilo
Bemerkungen: Nocco hält einen Penalty (55.; 14:18), Polozani und Zbinden verschiessen je einen Penalty
Samstag, 6. Dezember 2008
FU18: TSV Frick - HCDU 18:16 (10:6)
Die letzten 3 Partien dieses Jahres bestreitet das FU18 des HCDU gegen die Tabellenspitze. Mit dem TSV Frick wartete heute punktemässig das schwächste der drei generischen Teams. Vier Spielerinnen aus dem Kader der Frickerinnen stehen aber immerhin in der aktuellen ersten Mannschaft in der 1. Liga.
Nicht besonders beeindruckt davon gab sich der HCDU - und das während 60 Minuten. In den ersten 10 Minuten fielen beinahe keine Tore. Das Spiel war allerdings alles andere als langweilig. Auf beiden Seiten gab es fast keine technischen Fehler und mehrere Holztreffer. Es entwickelte sich in den ersten Minuten ein spannendes und unterhaltsames Spiel, das sich zugunsten der Frickerinnen zu entwickeln schien. Obwohl die hervorragende Deckung kaum gute Wurfpositionen zuliess und Stehrenberger im Tor alles was nicht präzise genug geworfen wurde entschärfte, schaffte es der TSV mit 6:3 nach 18 Minuten davonzuziehen. Die Dietikerinnen steckten nicht auf und schlossen wieder zum 6:6 auf, verloren aber den Faden auf hohem Niveau kurz vor der Pause wieder und lagen nach 30 Minuten mit 10:6 hinten.
In der Pause schienen die richtigen Worte gefallen zu sein. Nach nur gerade fünf Minuten war das Spiel wieder ausgeglichen und blieb bis kurz vor Schluss auf Messers Schneide. Dass es schlussendlich trotz der besten Saisonleistung in dieser sehr spannenden Partie nicht für 2 Punkte reichte, muss auf etwas Pech und rund ein Dutzend ungeschickte oder etwas vorschnelle Abschlussversuche zurückgeführt werden.
Extrem positiv und sehr gut sichtbar waren die Fortschritte im Vergleich zu den letzten beiden Spielen - individuell wie auch im Zusammenspiel. Der Druck von der linken Seite ist jeweils enorm, die Sperren stehen richtig und werden genutzt, die Würfe aus der zweiten Reihe werden in die Maschen gehauen und die Verteidigung steht aggressiv und sehr stabil. Dass all das kein Zufall war kann das FU18 morgen Sonntag beweisen, wenn der HCDU den Versuch antritt um dem Tabellenführer Handball Zurzibiet die erste Saisonniederlage beizubringen.
TSV Frick - HCDU 18:16 (10:6)
HCDU: Stehrenberger; Clematide (2), Zbinden (3), Polozani (7/1), von Mühlenen (3), Linsi, Kevic (1), Wehrli, Brajkovic
Bemerkungen: Stehrenberger hält Penalty (54. / 16:14) - HCDU ohne Cubrilo und Nocco (Arbeit) - gute Schiedsrichterleistung, sehr faires Spiel