Sonntag, 18. Januar 2009

FU18: Niederlage im ersten Spiel der Meisterrunde gegen Aarau 1

Zur für Sonntagsspiele etwas ungewohnten Anspielzeit um 18:45 reiste der HCDU in die Schachenhalle nach Aarau. Die Forderung an die Mannschaft lag klar auf der Hand: gut spielen und gewinnen. Dass vor allem der zweite Teil nicht einfach umzusetzen sein würde, wussten die Spielerinnen aus den beiden Niederlagen in der Qualifikationsrunde (10:13) und dem Aargauer Cup (14:26) gegen denselben Gegner.

In der Besprechung vor dem Spiel wurde die Wichtigkeit der ersten 10 Minuten betont - und promt stand es nach 10 MInuten 2:5 für Aarau. Zu einfach kam insbesondere die wurfkräftige rechte Aufbauerin der Aargauerinnen zu ihren Chancen und liess Nocco im Tor jeweils keine Abwehrchance. Die Umstellung von einer 6:0- auf eine 3:3-Deckung ohne Time-Out (gibt es im HRV AG Plus nicht) leistete ihren Teil dazu, dass aufgrund Verständnisproblemen noch ein paar Geschenke verteilt wurden. So verwundert es nicht, dass nach 15 Minuten der Spielstand aus Sicht des HCDU 3:10 lautete. Nicht etwa, dass der HCDU schlecht begonnen hätte: Chancen waren genug da, nur stand bei den Aargauerinnen eine Torhüterin im Tor, die keine Gratis-Tore zuliess. Alles was halbhoch geworfen war, wurde erbarmungslos abgewehrt. Zusätzlich stellte sich der HCDU selber ein Bein durch sehr nervöse erste 10 Minuten im Angriff. Mehrere Bälle gingen verloren oder wurden nicht gefangen. Mit der 3:3-Verteidigung wurde das Team aber plötzlich konzentrierter. Die Aarauerinnen hingegen liessen ob der offensiven Deckung etwas nach und kassierten ihrerseits die eine oder andere Zwei-Minuten-Strafe. Innerhalb von 10 Minuten machte der HCDU aus dem Skore von 3:10 ein 8:12 - bis wieder der Faden riss. Der HCDU liess sich ebenfalls unnötige Strafen, die es dem Gegner ermöglichten, zur Pause auf 16:8 davonzuziehen.

Nach der Pause zeigte der HCDU wieder 15 Minuten lang das bissige Gesicht, man kam wieder bis auf 5 Tore an den Gegner heran. Unter anderem auch die Schiedsrichter, aber vor allem das eigene Unvermögen beispielsweise Siebenmeter sicher zu verwandeln waren Schuld, dass es nicht mehr spannender wurde. Der HSC liess nur noch Chancen vom rechten Flügel zu, die Polozani jeweils etwas unroutiniert annahm und verwarf. Immerhin hielt sich der Rückstand in Grenzen, da die Dietikerinnen nie aufhörten, beim kleinsten Nachlassen des Gegners aufs Tempo zu drücken.

Die Niederlage an sich geht in Ordnung, fiel jedoch deutlich zu hoch aus. Das Team ist sogar überzeugt, dass man Aarau schlagen könnte, wenn jede 110% bringen würde. Zwei besondere Lichtblicke heute waren einerseits die starke linke Seite mit Clematide und Zbinden, die ihren Druck in schöne Tore umsetzen konnten. Der andere Lichtblick sind die Spielvarianten des HCDU. Sogar das Aarauer Publikum liess sich ab einem wunderbaren Doppelkreuzen zur Bemerkung hinreissen: "Wow, so schön hab ich das noch nie gesehen." Bei allem Variantenreichtum muss jedoch in den nächsten Trainings darauf geachtet werden, dass aus den Spielvarianten nicht immer mehr verschiedene Fehler entstehen.
HSC Suhr Aarau Buchs - HCDU 28:16 (16:8)HCDU: Nocco (1.-60.); Clematide (3), Zbinden (7/2), Polozani (2), von Mühlenen (1), Stehrenberger (1), Kevic, Wehrli (2), Brajkovic, Cubrilo
Bemerkungen: HCDU ohne Linsi (gebrochene Nase); Polozani und von Mühlenen verwerfen je einen Siebenmeter.

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