Donnerstag, 23. April 2009
Einbruch in der 2. Halbzeit
Die zweite Halbzeit begann leider wieder mit vielen Fehlern und diesmal geriet Kadetten in einen Spielrausch und die HSG baute zunehmend nur noch ab. So kassierten die Limmattaler ein weiteres mal eine klare Niederlage.
Das Ziel muss nun für das nächste Spiel gegen Muotathal sein zwei Halbzeiten mit der Qualität der ersten hinzukriegen um so vielleicht doch noch den ersten Sieg einzufahren.
HSG Limmattal - Kadetten Schaffhausen 25:38 (14:16)
HSG Limmattal : Arnet, Loosli, Affentranger 4, Assenberg, Beltrami, Bühlmann 2 Chan 3, Hari 1 Lohner 5 Romer 1 Rösli Raphael 1, Schlienger, Senn 6 Wicki 2
Kadetten Schaffhausen : Behr, Erni 7, Ganz 2 Helbling 5 Merki 12,
Mustapic 5, Studer 3, Wipf 4
SR Bisang/Belimi
Mittwoch, 8. April 2009
Guter Start, klare Niederlage
Die Ausgangslage war klar. Die GAN Foxes waren dank der gegenüber St.Othmar besseren Tordifferenz Leader. Da die Zürcher und die Ostschweizer in der laufenden Saison nicht mehr gegeneinander spielen werden, entscheidet die Tordifferenz über die Schweizer Meisterschaft bei derU21-Elite.
Da die 3 bisherigen Partien zwischen GAN und der HSG Limmattal mit jeweils rund 30 Toren zugunsten der Stadtzürcher ausfielen, wussten die Limmattaler dass sie sich anstrengen mussten um nicht mit einer Rekordniederlage vom Platz gefegt zu werden. Mit einer guten Deckungsarbeit brachten die Limmattaler aber die Foxes in den ersten Minuten aus dem Konzept. Nach nur 10 Minuten beim Stande von 3:3 nahm der GAN –Trainer sein Timeout. Auch dies schien vorerst nicht zu fruchten, auch nach 15 Minuten stand es noch Unentschieden. In den Reihen GAN's spielte bis zu diesem Zeitpunkt einzig der Ex-Limmattspieler Jan Burkhard bestechend, notabene feierte er tags zuvor sein NLA Debut bei GC mit zwei Toren. Leider vergaben die Limmattaler in dieser Phase einige 100 % Chancen, sonst wäre sogar eine Führung möglich gewesen. Einige technische Fehler ermöglichten es GAN dann über Gegenstösse zu Toren zu kommen. Und als sich Wüthrich verletzte lief es im Angriff der Limmattaler nicht mehr rund, so dass bis zur Pause doch eine klare 16:6 Führung für den Favoriten aus Zürich resultierte.
Nach der Pause hatten die Stadtzürcher die offensive Deckung der Limmattaler durchschaut und skorten nun fast im Minutentakt. Selbstkritisch befand das Trainerduo Portmann/Maag nach dem Spiel dass sie die Deckung zu spät auf eine Manndeckung gegen Graf und Burkhard umgestellt hatten. Aber auch zu viele überhatsete Abschlüsse im Angriff der Limmattaler ermöglichten es GAN über Gegenstösse zu ihren schnellen Toren zu kommen. Das Endresultat von 41:16 war immerhin das bisher beste Resultat gegen GAN welche wiederum mit 8 NLA Spielern angetreten waren.
Fazit eine super erste Viertelstunde gegen den wahrscheinlichen Schweizermeister 08/09, danach zu ungeduldig um diesen noch ernsthafter zu ärgern.
HSG Limmattal: Simic (1-30,50-60), Arnet (30-50), Assenberg 1, Beltrami, Chan 3, Grond, Hari 2, Lohner , Romer 6/3, Rösli, Schlienger 1, Senn 1, Wicki 1, Wüthrich 1
GAN Foxes: F. Graf, Leibundgut, Burhard 11/1 Cudermann 2, Färber 5, P.Graf 8, Gruber 2, Jäger 4 Muggli, Ramadani 9/1, Wolfensberger
Strafen: 3x 2 Minuten HSG Limmattal, 5x 2 Minuten gege GAN Foxes
Zuschauer: 50
SR Heusser, Künzle
Bemerkung: erneut sehr gute Schiedsrichterleistung von Heusser/Künzle. Simic und Arnet halten je ein Penalty
Die bisherigen drei Partien gegen die Foxes haben die Limmattalermit jeweils mit rund 30Toren Differenz verloren. Mit einerguten Deckungsarbeit brachtendie Limmattaler diesmal die«Füchse» in den ersten Minutenaus dem Konzept. Nach 10Minutenund beim Stand von 3:3nahm der GAN-Trainer seinTimeout. Erst mit Verspätunggings dann los. Angeführt vomehemaligen Limmatt-Spieler JanBurkhard (der tags zuvor seinNLA-Debüt bei GC feierte) gabendie mit acht Spielern, welcheschon in der NationalligaA gespielthaben, angetretenenStadtzürcher den Takt vor. undsiegten mit 41:16. (MA/RUBU
Montag, 6. April 2009
«Übernehme die Verantwortung»
Stephan Höhn (40), Coach beim HC Dietikon-Urdorf, redet nach dem Abstieg aus der NLB Tacheles
Mit dem gestrigen Gastspiel in Zollikofen gegen Grauholz(Bericht siehe unten) ging die NLB-Saison für den HC Dietikon-Urdorf zu Ende. Coach StephanHöhn zieht nach dem Abstieg Bilanz und spart nicht mit selbstkritischen Tönen.
VON RUEDI BURKART
Stephan Höhn, die von A bis Z missglückte Saison ist vorbei. Sind Sie froh darüber?
Stephan Höhn: Es ist gut, dass jetzt ein Schlussstrich gezogen werden kann.Das gibt Platz für Neues.
Ihre Mannschaft stand ab der sechsten Runde immer auf einem Abstiegsplatz.Warum wurde es eine dermassen schwierige Saison?
Höhn: Ich vergleiche diesen Abstieg am besten mit einem Flugzeugabsturz. Es kamen Dutzende von Gründen zusammen.Am Schluss braucht es dannnicht mehr viel, und das Flugzeug geht runter.
Konkret?
Höhn: Konkret übernehme ich die volle Verantwortung für den Abstieg. Ich habe meinen Job nicht richtig gemacht.
Das heisst?
Höhn: Die 1. Mannschaft hat über die Jahre einen unglaublichen Substanzverlust erlitten. Das hat hat nicht erst letzte Saison angefangen. Als ich zusammen mit Sascha (Schoenholzer,dem Spielertrainer, Anm. d. Red.) vor zwei Jahren das Team übernommen habe, bin ich ohne «Vorbelastung» an die Arbeit gegangen, da ich vorher viele Jahre nicht mehr im Klub aktiv war. Das war zwar gut, aber der schleichende Substanzverlust ist mir damals noch nicht aufgefallen.
Jetzt wissen Sie es besser.
Höhn: Ja, das ist so. Wie ich sagte: Da habe ich meinen Job nicht gut genug gemacht. Ich hätte früher reagieren sollen.
Und wie?
Höhn: Wir hätten im letzten Sommer noch mehr Gas geben müssen, noch härter trainieren. Dann hätten wir –und da bin ich mir sicher – mehr Punkte auf dem Konto. Und wir beide würden uns jetzt über den Ligaerhalt unterhalten.
Einspruch! Dem Team fehlte schlicht die Klasse für den Ligaerhalt.
Höhn: Da widerspreche ich Ihnen. Ich sage: Wir hätten die Klasse halten können. Aber wir sind den Gegnern immerein wenig hinterhergerannt.
Immer wieder hörte man in den letztenWochen, dass im Team trotz denschlechten Resultaten eine sehr gute Stimmung herrsche.
Höhn: Das ist korrekt.
Wäre es vielleicht nicht besser, in den Trainings würden einmal die Fetzenfliegen, um das Team zu wecken?
Höhn: Da bin ich Ihrer Meinung. Esbraucht auch einmal «giftige» Situationen. Aber das ändert sich hoffentlich in der neuen Saison. Wir müssen ganz klar intensiver trainieren.
Sie und Sascha Schoenholzer bleibentrotz dem Abstieg eine dritte Saison als Trainerduo beim HC Dietikon-Urdorf.Warum?
Höhn: Weil die sportliche Leitung desVereins und die Spieler hinter uns beidenstehen. Bis Ende Dezember letzten Jahres teilten uns alle Spieler schriftlich mit, dass sie eine weitere Saison mit unszusammenarbeiten möchten. Und zwar ohne Ausnahme. Im Februar fragten wirnochmals nach, mit demselben Resultat.
Welches sind Ihre Gründe, den Vertrag weiterlaufen zu lassen?
Höhn: Ich habe meine Arbeit noch nicht beendet. Ich will mit jedem Spieler noch einiges bewegen.
Das heisst: Der Aufstieg ist das Ziel?
Höhn: Es wäre wohl einfacher gewesen,diese Saison oben zu bleiben, als imnächsten Jahr den direkten Wiederaufstiegzu schaffen.
Sie haben vorhin den Substanzverlust angesprochen. Auf nächste Saisonwird das Kader weiter ausgedünnt. Der eine Topskorer, Jonas Affentranger, geht zu Suhr. Der andere, Daniel Imhof, weiss noch nicht, ob er weitermacht. Das wären dann aktuell 249Treffer weniger. Knapp die Hälfte aller Treffer…
Höhn: Jonas geht, das ist klar. Aber bei Dani stehen die Chancen gut, dass erbleibt.
Auf Rang 3 in der teaminternen Skorerlistesteht Sascha Schoenholzermit 37 Treffern, davon 19 Penaltys. Auf Rang 4 Marcel Scheurer, aber der ist seit langem nicht mehr dabei. Damuss einem für nächste Saison angst und bange werden.
Höhn: Es ist klar, wir haben zu tun. Die Zukunft hat spätestens mit demSchlusspfiff gegen Grauholz begonnen.
Wird der HC Dietikon-Urdorf in dernächsten Saison gleich durchgereicht?
Höhn: Nein, nein. Aber wie gesagt: Wir müssen jetzt an der Zukunft arbeiten.Blicken wir also vorwärts.
Höhn: Genau. Vorbei ist vorbei.
Affentranger weg, Imhof vielleicht.Wer kommt?
Höhn: Wir haben viele gute und willigejunge Spieler. Die Breite des Kaders ist inzwischen vielversprechend, und wir haben noch Steigerungspotenzial. Dazugibt es Kontakte zu externen Spielern.
Und das reicht?
Höhn: Sicher wird es schwierig. Aber meine Aufgabe ist es, dem Team wieder eine Art Winner-Mentalität zu vermitteln.
Nach einer solchen Saison wird das eine grosse Herausforderung.
Höhn: Das weiss ich. Ich liebe grosse Herausforderungen– packen wirs an!
Wann gehts mit dem Training wiederlos?
Höhn: Wir treffen uns morgen (heute,Anm. d. Red.) zu einem Abschluss in der Halle. Dann gibts Infos für das Team.Und dann machen wir drei Wochen lang nichts.
Bisher trainierte man dreimal wöchentlich. Künftig viermal?
Höhn: Dazu kann ich im Moment nochnichts sagen, nur so viel: Wir werden lernen müssen, leistungsorientierter zuleben. Dies wird viele Bereiche betreffen.
Der Exploit blieb auch gestern aus
Mit einer 22:30-Niederlage bei Grauholz beendet der HC Dietikon-Urdorf die Saison 2008/09
VON RUEDI BURKARTAUS ZOLLIKOFEN
Nichts wurde aus dem erhofften positiven Abschlussder missglückten Saison. Der HC Dietikon-Urdorf verabschiedete sich gestern Nachmittagmit einer 22:30-Niederlage gegen Grauholz aus derzweithöchsten Liga. Zum Schluss wurden die überfordertenLimmattaler gar noch vorgeführt. Damitschliesst der HCDU die Saison 2008/09 auf dem zwölften und somit letzten Platz ab.
DIE NIEDERLAGE zeichnete sich schon früh ab. Nach10 Minuten lagen die Limmattaler bereits mit 3:8 in Rückstand. Danach gelang es ihnen zwar, vor allem dank Goalie Carlo Filippi im Spiel zu bleiben und den Rückstand immer wieder zu verkürzen. So Mitte der zweiten Halbzeit, als sie in doppelter Überzahl auf 20:22 herankommen konnten. Dochso schnell die Hoffnung zurück in die Köpfe der Limmattaler kam, so schnell entschwand sie auch wieder. Die Hausherren machten Schluss mit lustig,schalteten einen Gang höher und bauten den Vorsprung gegen die förmlich auseinanderfallenden Limmattaler Tor um Tor aus. Bis zum 30:20 nach 57 Minuten. Schliesslich liess es Grauholzunter dem Applaus der verzückten Fans gut sein und gönnte den Gästen eine Resultatkosmetik. Am Schluss lautete das Resultat 30:22.
SEIN LETZTES SPIEL für den HCDU hatte sich U21-Nationalspieler Jonas Affentranger anders vorgestellt.Er wurde in der ersten Halbzeit von den Bernern hart angegangen und blieb nicht nur einmal mit einem schmerzenden Kopf liegen. Kurz vor dem Seitenwechsel und nach seinem fünften persönlichenTor musste er sich auswechseln lassen. Doch Affentranger kam zurück und durfte sichschliesslich neun Tore notieren lassen.
Handball Grauholz - Dietikon-Urdorf 30:22 (15:12)Sporthalle Geisshubel, Zollikofen – 120 Zuschauer – SR: Süess, Frey.Grauholz: Baillif/Weber; Stebler (1), Stocker, Graf (3/1), Brechbühl (1), Hutmacher,Wegelin (1), Othman (1), Mühlemann (5), Rosser (4), Sieber (8/5),Weingart (1/1), Striffeler (5).
Dietikon-Urdorf: Filippi/Kilchenmann; Barben (2), Imhof (1/1), Affentranger(9/3), Jenni (3), Anderegg, Wiederkehr, Tiefenauer (1), Schoenholzer (1/1),Grendelmeier (1), Galli (1), Polozani, Albrecht (3).Torfolge: 3:2,4:2,6:2,8:3,8:4,9:5,9:8,12:8,13:9,13:11,15:12 / 15:13,17:13,18:16,22:18, 22:20 (47.), 30:20, 30:22.
Strafen: 4 x 2 Minuten gegen Grauholz – 7 x 2 Minuten plus DisqualifikationJenni gegen Dietikon-Urdorf.