Samstag, 2. Mai 2009

Das FU18 hat sich am Qualiturnier fürs FU19I versucht und ist gescheitert

Der Spielplan fürs FU18 des HCDU schien gar nicht so schlecht zu sein. Mit dem HV Herzogenbuchsee und den Foxes aus Zürich wurden dem HCDU die beiden schwächsten Teams aus dem letztjährigen Inter zugelost. Die eher als gering einzustufenden Chancen für eine Qualifikation schienen eher zu steigen. Zudem war Mitte April noch jede Spielerin dabei, auch Goalie Nocco. Die Freude währte aber nur kurze Zeit. Eine Woche vor Turnierbeginn stand fest, dass Nocco am Samstag arbeiten werden muss, zwei Tage vorher stand fest, dass Fischhaber krankheitshalber fehlen würde und drei Stunden vor Beginn stand fest, dass auch Linsi aus demselben Grund nicht würde teilnehmen können. Der HCDU reiste mit neun Spielerinnen ans Turnier: sechs davon Aufbauerinnen, wiederum drei davon mit weniger als einem Jahr Handballsport in Beinen und Armen...es war ehrlich gesagt zum schreien.


Nichts desto trotz überraschte der HCDU den HV Herzogenbuchse im ersten Spiel und erwischte den Favoriten fast auf dem falschen Bein. Nach zwölf Minuten stand es 2:4 für den HV, der HCDU spielte innerhalb seiner Möglichkeiten, aber was fehlte war wie so oft die Konstanz und - nicht wirklich überraschend - die Erfahrung und Abgeklärtheit. Mit Polozani im Tor (kein Witz) fehlte eine Variante auf Rückraum Mitte. Als sich die Verteidigung auf Stehrenberger und Clematide am Flügel eingestellt hatte, stellte der HCDU den Favoriten in Halbzeit zwei vor keine grossen Probleme mehr und verlor schliesslich nach einigen Gegenstössen gegen den letztjährigen FU19-Inter-Verein mit 4:9.

Im zweiten Spiel und mit der Gewissheit, dass mit mehr Konstanz ein Gegner wie der HV Herzogenbuchsee zu bezwingen gewesen wäre, wollte man vieles besser machen. Gegner war die SG Wettingen / Siggenthal, ihres Zeichens letztjähriges Spitzenteam im FU17-Inter. Und so spielten sie auch. Wie immer hatte der HCDU Mühe mit einer offensiven Verteidigung. "Mühe" ist aber das falsche Wort, weil die Zürcher Spielerinnen gegen die Aargauer Verteidigung nie ein Rezept fanden. Ein Fehler nach dem anderen liessen den Trainer an der Seitenlinie fast verzweifeln und  Polozani im Tor (ja, immer noch) hatte beinahe schon Rückenschmerzen vom Ball aus dem Netz holen. Schlichtweg gegen eine in allen Belangen überlegene Mannschaft kassierte der HCDU die höchste Niederlage des Tages. Schlussstand 22:2 für die Aargauerinnen.

Und endlich gabs eine Erlösung für Polozani im Tor. Wie bereits vorgängig abgestimmt ging nun Stehrenberger für die verbleibenden zwei Partien ins Tor. Und gegen die Foxes aus Zürich begann der HCDU sehr stark. Das sehenswerte 1:0 und der Fangball von Stehrenberger waren zwei Highlights der ersten fünf Minuten, die mit 2:3 dennoch an die Stadtzürcher gingen. Kaum hatten sich die Foxes aber einigermassen auf den HCDU eingestimmt, ratterte es nur noch im Tor vom HCDU: Besonders bitter ist, dass der HCDU vor allem Gegenstösse mit der zweiten Welle kassierte. Die Aufbauerinnen liessen die Verteidigung jeweils nach aussen stehen und erwischten Stehrenberger mehr als einmal mit einem Beinschuss. Immerhin gab es eine weniger hohe NIederlage als im Spiel gegen Wettingen: 22:3...

Im letzten Spiel gegen La Chaux-de-Fonds wäre ein Sieg drin gelegen, wenn nicht der liederliche Schiri-Tisch Tore des HCDU dem Gegner gutgeschrieben und Wechselfehler des Gegners (eine Spielerin sass nur eine Minute ihrer Strafe ab) nicht erst auf Intervention von Trainer Wyttenbach bemerkt hätte. Schlussendlich wäre ein Spielfeldprotest fällig gewesen, wenn es noch um etwas gegangen wäre. Nach dem 2:0 für den HCDU lagen die Romands mit 2:3 vorne, nach dem Ausgleich durch Polozani stand es allerdings immer noch 2:3. Als der HCDU das Tor zum 4:6 warf, wurde beiden Teams ganz im Sinne eines "sozialen Turnieres" ein Tor gutgeschrieben, womit es 4:7 stand. Zuvor hatte die Spielerin, die eine Strafe absitzen sollte, das 3:6 für La Chaux-de-Fonds geworfen. Da die Schiedsrichter ihre Notizzettel auf Basis der Anzeigetafel zu führen schienen, wurde das Endresultat von 5:8 gegen den HCDU akzeptiert.

Fazit aus dem Auftritt in Winterthur ist, dass der HCDU noch Meilen vom Inter-Niveau entfernt ist, aber mit guten Teams aus anderen Regionen durchaus mithalten kann. Wenn nun noch Leistungsträger ihrer Rolle gerecht werden, das Team komplett ist und die Trainingsweltmeisterinnen aus dem Limmattal Ihre Leistung aus dem Training aufs Feld bringen, wird aus dem "mithalten" relativ schnell ein "sicher besiegen". Nun gibts aber erstmal ein "Saisonende-Training", bevor zwei Wochen kein Handball gespielt wird. Und danach wird am "sicher besiegen" gearbeitet.

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