Montag, 28. September 2009

Der HCDU tut sich unnötig schwer

Die Limmattaler Handballer schlagen Uster in einer phasenweise schwachen 1.-Liga-Partie 25:19

Dietikon-Urdorf hatte Glück, nach vielen Fehlern zu Beginn nicht weit zurückzuliegen. Uster baute nach der Pause (12:13) so stark ab, dass die Begegnung wider Erwarten zum Spaziergang für die Limmattaler wurde.

RAPHAEL BIERMAYR Es brauchte so wenig, um diese Partie zu gewinnen. Einfach ausgedrückt, reichten dem HC Dietikon-Urdorf gestern Nachmittag zehn konzentrierteMinuten, um den zweiten Saisonsieg im dritten Match einzufahren. In der 42.Minute lagen die Gastgeber in der Stadthalle gegen Uster 13:17 im Rückstand, zehn Zeigerumdrehungen später lautete das Skore 21:18.

Uster bricht ein

Was sich dazwischen ereignete? Uster fiel in sich zusammen. Ihre vier Treffer seit der Pause hatten die Gäste allesamt in Überzahl erzielt. Bei gleicher Anzahl Spielern machten sie keinen Stich mehr. Das lag einerseitsan der konsequenteren Deckung derLimmattaler, andererseits an Torwart Marc Kilchenmann, der seit der 14.Minuteden unglücklichen Josip Katicic vertrat, der keinen einzigen Ball gehalten hatte. Katicic hatte aber auchseinen Anteil am Erfolg. In der 54.Minuteparierte er einen Siebenmeter von Kevin Jud und zog den Ustermern so den Zahn endgültig.Erfreulich: Beim HCDU war dieVerantwortung im Angriff in der zweiten Halbzeit auf mehrere Schultern verteilt. Daniel Imhof (bester Werfermit 8Toren), Veton Polozani (4), TarekGrendelmeier (3) und Stefan Senn (2) sorgten in der Offensive für die Musik.«Nicht mehr Mist gebaut als nötig» Die Frage lautete nach der Schlusssirene:War diese Aufholjagd der Limmattaler überhaupt nötig? In Tat und Wahrheit war Uster ein schwacher Gegner, der nur durch Fehler der Limmattaler überhaupt je führen konnte.«Wir haben nicht mehr Mist gebaut als nötig, während Uster immer noch viele Fehler machte, als es daraufankam», analysierte HCDU-Spielertrainer Sascha Schoenholzer. Er teilte die Meinung nicht, dass die Partie phasenweise sehr schwach und ihr Ausgang lange absolut beliebigwar. Das eindeutigste Indiz für diese Ansicht: Die ersten neun Angriffe der zweiten Halbzeit brachten keinenTreffer ein und verzeichneten gerade einmal zwei Abschlussversuche. Ansonsten: Schrittfehler, Stürmerfouls, Fehlpässe. «Intensität und Tempo haben gestimmt. Im Angriff hat aber auf beiden Seiten nicht immer alles gepasst», so Schoenholzer, der augenzwinkerndanfügt: «Es gibt schon einen Grund, weshalb die beiden Mannschaften in der 1. Liga spielen.»

Ein Steigerungslauf im Programm.

Am kommenden Wochenende pausieren die Limmattaler. Dann gehts gegen das schwach eingeschätzten Wetzikon (am vergangenen Samstag19:27 in Wohlen), bevor mit Kreuzlingen(30:28 gegen Bruggen/Fides) ein echter Prüfstein wartet. Spätestens gegen die Thurgauer würde eine derartlaunische Vorstellung wie gegen Uster wohl hart bestraft.

Dietikon-Urdorf - Uster 25:19 (12:13)Stadthalle – 60 Zuschauer – SR: Sicurella, Staunovo.

Dietikon-Urdorf: Katicic (1. bis 14. sowie für 2 Penaltys),Kilchenmann (ab 14.); Anderegg, Barben (2), Grendelmeier(3), Imhof (8/3), Polozani (4), Rüegg, Senn (2), Tiefenauer(4), Wüthrich, Wiederkehr (2).

Uster: Schärer, Schnider (ab 31.); Bleuler (2), Cajochen(2), T. Füglister, B. Füglister, Grimm (7), Jud (4), Maag (2),Mock, Mörgeli, Radeck (2), Wyler.

Torfolge: 0:2, 4:2, 4:5, 5:5, 5:7, 9:8, 10:11, 11:13, 12:13 /13:13, 13:17 (42.), 17:18 (45.) 24:18 (56.), 25:19.Strafen: 5 x 2 Minuten gegen Dietikon-Urdorf – 3 x 2 Minutengegen Uster.Bemerkungen: Dietikon-Urdorf ohne Jenny (verletzt),Schoenholzer (nicht eingesetzt) und Filippi (nicht im Aufgebot) – Schnider hält Siebenmeter von Imhof (48./18:18) – Katicic hält Siebenmeter von Jud (54./22:18).

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