Montag, 21. September 2009

Die erste Pleite

Der HC Dietikon-Urdorf verliert in der 1.Liga in Romanshorn mit 21:25

Schluss mit der sauberen Weste. Gestern kassierte derNLB-Absteiger aus dem Limmattal seine erste Niederlage in der noch jungen 1.-Liga-Saison.

VON RUEDI BURKART«Heute kann ich mit dieser Niederlage leben. Wenn wir in drei Monaten ähnlich spielen und verlieren, dann läuft etwas falsch.» Sascha Schoenholzer sprach gestern nach dem Schlusspfiff Tacheles. Vor dem eigenen Kreis spielte sein Team akzeptabel, und auch die beiden 23-jährigen Goalies Marc Kilchenmann und Jospi Katicic (je eine Halbzeit) hielten gut. Im Angriff allerdings passte nicht viel zusammen. «Vor allem aus dem Rückraum heraus versiebten wir viel zu viele Chancen»,so der HCDU-Spielertrainer, «so kann man nicht gewinnen.»

ENTTÄUSCHEND agierten die jungen Senn, Tiefenauer und Polozani. Drei, die noch beim ersten Spiel für Glanzlichter gesorgt hatten. Stefan Senn erzielte vor Wochenfrist beim Sieg gegen Wädenswil allein mehr Treffer als das Trio gestern zusammen. «Aber sie waren nicht allein verantwortlich für die Niederlage»,schwächt Schoenholzer ab. Auch dieRoutiniers wie er und Daniel Imhof liefen gestern ihrer Normalform erfolglos hinterher.

NACH EINER ausgeglichenen ersten Halbzeit gingen die beiden Teams mit einem leistungsgerechten 10:10 in die Pause. Dann kam es dick für den HC Dietikon-Urdorf. Von der 31. bis zur 47.Minute brachten die Limmattaler gerade mal drei Törchen zustande. Und fanden sich 13 Minuten vor dem Schluss mit fünf Treffern in Rückstand. «In jener Phase haben wir den gegnerischen Goalie richtiggehend warm geschossen»,befand Schoenholzer. Und Romanshorns vierfacher Torschütze Lukas Raggenbass doppelte Minuten nachdem Schlusspfiff verbal nach: «Dietikon hätte viel mehr aus seinen Chancen machen müssen. Aber wir sagten da natürlich danke schön.»IN DER SCHLUSSPHASE hatten dieLimmattaler keine Chance mehr,das Resultat zu korrigieren. Sie lagen bis zum Schlusspfiff immer mindestens mit drei Treffern in Rückstand. Und schlitterten so in eine Niederlage, die vor dem Anpfiff niemand auf der Rechnung hatte.WEITER GEHTS für den HC Dietikon-Urdorf am kommenden Sonntag mit dem Heimspiel gegen den TV Uster. In den 90er-Jahren waren Spielegegen die Oberländer ein wahrer Strassenfeger, damals stand man sich noch in der Nationalliga B und einmal gar – in der Saison 1995/96 –in der NLA-Aufstiegrunde gegenüber. Doch diese Zeiten sind lange her. Sehr lange.

Romanshorn - Dietikon-Urdorf 25:21 (10:10)

Kantonsschule – 300 Fans – SR: Bourquin, Steiner.

Romanshorn: Buss, Hubmann; Schneider (4), Himmelberger(2), Vögeli, Strasser, Stürzinger (1/1), Kozak(10/3), Geser (1), Lukas Raggenbass (4), Elias Raggenbass,Florian, Kaddour (3), Rüegge.

Dietikon-Urdorf: Kilchenmann, Katicic; Senn (2), Barben(2), Polozani, Imhof (5), Galli, Tiefenauer (2), Wüthrich,Wiederkehr (5),Anderegg (2),Rüegg,Schoenholzer(2), Grendelmeier (1).

Strafen: 6 x 2 Romanshorn – 4 x 2 Minuten.

Bemerkungen: Romanshorn ohne Jung, Looser, Müllerund Almeida – Dietikon-Urdorf ohne Jenny (verletzt)und Filipp (auf der Tribüne).

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