Montag, 14. September 2009

Ein glanzloser Erfolg zum Start

Die Handballer von Dietikon-Urdorf besiegen Wädenswil zum 1.-Liga-Auftakt mit 23:20.
Auch eine Liga weiter unten gilt für den HCDU: Keine Konstanz über 60 Minuten. Der Absteigerü berrante Wädenswil zu Beginn, verlor dann aber immer mehr an Boden. Bis am Ende die Routiniers Sascha Schoenholzer und Daniel Imhof das Heft in die Hand nahmen.
RAPHAEL BIERMAYR«Wir hätten dieses Spiel auch verlieren können.» Sascha Schoenholzer, Spielertrainerdes HC Dietikon-Urdorf, war froh, dass seinem Team der Auftakt in die 1.-Liga-Saison gegen Wädenswil geglückt war – mehr auch nicht. Als Schoenholzer die Begegnung Revue passieren liess, musste er das eine oder andere Mal schmunzeln. «Es war eigentlich klar, dass es nicht so leicht weitergehen konnte», meinte er auf den Beginn angesprochen, als die Limmattaler die Gäste überrumpelten und nach 16 Minuten bereits mit 8:3führten. Ein starkes Debüt erwischte Stefan Senn. In der letzten Spielzeit mit den Elitejunioren Dauerverlierer,wollte er unbedingt zeigen, was er draufhat. Von den ersten acht Treffern erzielte er aus dem linken Rückraum die Hälfte. Völlig abgemeldet hingegen war der langjährige Topskorer Daniel Imhof, der manngedeckt wurde.Seine Zeit sollte noch kommen.Doch zunächst erlebten die rund 100 Zuschauer in der Zentrumshalle Altbekanntes. Konzentration und Resolutheitl iessen nach dem Startfuriosozu wünschen übrig. Wädenswil kam unter der Regie des grossen Talents Christian Gürber immer näherheran. In der 29.Minute gingen die«Seebuben» erstmals in Front (9:10), zur Pause führten sie ebenfalls (10:11).«Plötzlich fehlte halt das Selbstvertrauen», fasste Sascha Schoenholzer diese Minuten zusammen. Er konnte das mit einem Lächeln konstatieren –schliesslich gewann sein Team am Ende doch noch. Daran hatte er einen grossen Anteil. Im Gegensatz zur NLB, wo sie oft nicht fruchtete, kann seine langsame,von Übersicht geprägte Spielweiseeine Klasse tiefer Gold wert sein. In der Schlussphase sah er ab und zu die Lücke in der Deckung und kam zumAbschluss, oder aber er bediente Imhof,der in der «heissen» Phase wieder auf seine angestammten Position im linken Rückraum zurückkehrte und die zwei Punkte mit den Treffern zum22:20 und 23:20 sicherte. Es waren die Tore vier und fünf des HCDU en suitein den letzten sieben Minuten. Erwähnenswert sind ausserdem die roten Karten gegen Dietikons Veton Polozani (5.) und Wädenswils Gürber(60.). Beide rempelten ihren Gegenspieler bei einem schnellen Gegenstoss,wobei der Entscheid im Falle von Polozani strittig war. «Ich rechne nicht mit einer Sperre», so Schoenholzer.
Dietikon-Urdorf - Wädenswil 23:20 (10:11)
Zentrumshalle – 100 Zuschauer –
SR: Heusser, Künzle.
Dietikon-Urdorf: Kilchenmann, Katicic (ab 31.); Anderegg(2), Imhof (5/2), Polozani, Rüegg, Schoenholzer (2),Senn (5), Tiefenauer (4), Wiederkehr (4), Barben.
Wädenswil: Glättli; Blättler (2), Gürber (6/3), Hungerbühler,Jöhl, Karlen (3), Mächler, Sigg (2), Walber (7).Torfolge: 1:0, 1:1, 4:1, 8:3 (17.), 9:7 (22.), 9:10 (29.), 10:10,10:11 / 11:11, 11:13, 13:14, 15:15 (40.), 16:15, 18:17 (47.),18:20 (53.), 23:20.
Strafen: 7 x 2Minuten plus rote Karte gegen Polozani(5.) gegen Dietikon-Urdorf – 5 x 2 Minuten plus rote Kartegegen Gürber (60.).
Bemerkungen: Dietikon-Urdorf ohne Galli, Jenny, Romer,Filippi (alle verletzt) und Grendelmeier (Militär) –Wädenswil setzt Brändli, Hauser und Huonder nicht ein– Kilchenmann hält Siebenmeter von Blättler (5.)

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