Die Espoirs stehen nach zwei gespielten Spielen und vier Punkten sehr gut da (mit Ausnahme der Forfait-Niederlage). Letzte Woche gabs einen Auswärtssieg in Stäfa mit einem Tor, heute dasselbe in Kilchberg. Das wars dann aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. In Stäfa war das Glück erkämpft, gegen Adliswil war das Glück einfach nur Glück.
In der ersten Halbzeit hat es lange gedauert, bis der HCDU gegen die körperlich wesentlich stärker gebauten Frauen von Adliswil / Kilchberg überhaupt den Ball aufs Tor brachte. Eine hervorragend gelaunte Svenja im Tor des HCDU sorgte aber dafür, dass der Gegner nie mehr als ein Tor vorlegen konnte. Die Verteidigung zeigte sich etwas weniger stark als gegen Stäfa, was man auf den Respekt vor der Körperlichen Überlegenheit der Adliswilerinnen zurückführen konnte. Diesen Respekt verloren die Dietikerinnen beim Stand von 3:3 und zogen ihrerseits mit 3 Toren davon. Bis zur Pause sollte sich aber Martina noch an der Schulter verletzen und die ohnehin schon von Erkältung geplagten Spielerinnen standen plötzlich ganz ohne Auswechselmöglichkeit da. Das mag erklären, wieso der Gegner zur Halbzeit nur mit 9:7 im Rückstand lag. Eine andere Erklärung ist, dass die "Aushilfen" des F3 bei guter Laune waren und ihrerseits einige wichtige Aktionen und Tore markieren konnten. Daniela beispielsweise hatte aus 3 Würfen aus dem Rückraum ebensoviele Tore erzielt.
In der Pause verlangte der Trainer etwas mehr Tempo und mehr Härte. Beides wurde nur bedingt umgesetzt. Die Adliswilerinnen kamen in Halbzeit zwei nur zu insgesamt fünf Toren, gleichzeitig gelangen dem HCDU aber auch nur gerade deren vier. In dieser Phase war das Spiel ein echtes 3.Liga-Spiel, in welchem die routinierten Gegnerinnen versuchten, mit dem HCDU Katz und Maus zu spielen. Gleichzeitig produzierten beide Teams Fehler en masse und dem HCDU ging sichtlich die Luft aus, je länger das Spiel dauerte. Das entscheidende Tor gelang Andrea mit ihrem ersten Wurf auf das gegnerische Tor eine Minute vor dem Abpfiff. Schlussstand Adliswil 12, HCDU 13.
Bemerkenswert war, dass der Gegner 3 Tore auf Penalty und 4 Tore aus Gegenstössen geworfen hat - oder anders gesagt: nur gerade 5 Tore kassierte der HCDU aus dem Spiel heraus. Dennoch ist die Bilanz aus dem zweiten Spiel ernüchternd, das trotz sehr durchschnittlicher Leistung glücklich gewonnen werden konnte. Die Erklärung für den Sieg ist schnell gefunden: Svenja im Tor und eine frech aufspielende Daniela auf dem Feld. In ihrem Sog steigerten sich auch eine Astrid und eine Lorena in der zweiten Halbzeit. Diese Leistungsbereitschaft der "echten" Espoirs muss aber bereits ab Minute eins vorhanden sein. Sonst war das der letzte Sieg in der dritten Liga.
Adliswil - Spose Kilchberg : HCDU Espoirs 12:13 (7:9)
HCDU: Svenja (1.-60.); Andrea (1), Astrid (4), Martina (1/1), Lorena (3), Jefimija, Claudia, Daniela (4)
Bemerkungen:
Svenja hält einen Penalty (11:12/53.), Martina wirf einen Penalty neben das Tor (9:11/47.)
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