Samstag um 20:20 Spiel in Stäfa gegen ebendiese, die man in der bisherigen Karriere nie bezwingen konnte, weder im FU16, noch im FU19 - man könnte meinen, dass die eine oder andere Spielerin nicht motiviert war auf diese Reise. Bisher war der HC GS Stäfa auch in dieser Saison noch ungeschlagen und in der letzten Saison belegte das Team hinter Adliswil (mittlerweile 2. Liga) den zweiten Gruppenrang. Zudem führte der Weg (resp. der Fahrer) die Spielerinnen durch die "Stadt der Baustellen", auch bekannt als Zürich und die Reisezeit war etwas gar optimistisch berechnet. Nichts desto trotz: die Espoirs kamen in Stäfa an und erst noch rechtzeitig.
Von wenig Motivation war allerdings überhaupt nichts zu spüren. Der Beginn mit dem ersten Gegenstosstor nach einem technischen Fehler liess zwar überhaupt nichts Gutes erahnen. Als Martina Brajkovic allerdings den Ausgleich aus 11 Metern mit einem herrlichen Wurf ins weite Eck (via Pfosten, sonst wärs ja nur halb so schön gewesen) reinzimmerte, spürte man, dass im Duell der beiden Jugendmannschaften tatsächlich etwas drin liegen könnte. Der HC GS Stäfa lag dennoch mit 1:3 in der eigenen Halle in Front. Wie immer verteidigten die Stäfnerinnen ihr 3:2:1-System, mit welchem sich die Dietikerinnen aber je länger je mehr anfreunden konnten. Viel laufen und zwei Kreisspieler stellten den Gegner vor immer mehr Probleme und der HCDU schaffte aus dem 1:3 ein 6:4. Dann folgte eine Fussball-Lektion von Jefi, was mit unglücklichen aber absolut korrekten zwei Minuten bestraft wurde. Der HCDU verlor in dieser Phase die Führung und lag schnell mit 6:7 hinten. Der Ausgleich zum 7:7 zur Pause war jedoch mehr als verdient.
In der zweiten Halbzeit legte zuerst wieder Stäfa vor, ehe sich der HCDU abermals in Szene setzen konnte. Der Gegner hatte mittlerweile umgestellt auf eine Manndeckung gegen Astrid, was den anderen Spielerinnen mehr Platz gab. Erst nach einem Time-Out wussten sie diesen Platz aber geschickter zu nutzen. Auf einen Zwischenspurt des Heimteams folgte einer des Gastes, der HCDU lag wieder vorne. Das Spiel war in dieser Phase zwar nicht hochklassig zum Zuschauen, aber vom Einsatz her sehr intensiv. Die Stäfnerinnen konzentrierten sich darauf, dem HCDU keinen Spielfluss zu ermöglichen, die Dietikerinnen ihrerseits liessen den Gegner jeweils schon fast routiniert auf ihre 6:0-Verteidigung auflaufen. Beim Stande von 18:17 für den HCDU waren noch 20 Sekunden zu spielen, als sich die beste Werferin der Stäfnerinnen den Fuss übertrat. Die an ihrer Stelle eingesetzte Spielerin nahm den letzten Wurf ca. 5 Sekunden vor Schluss und traf zum Leidwesen des gegnerischen Trainers nur die Torumrandung in Form des Innenpfostens. "Drama, Baby, Drama" mit dem besseren Ende für den HCDU.
Im ersten Ernstkampf der Saison (nach dem 0:10 Forfait gegen den TV Uznach) gabs also gleich die ersten beiden Punkte. Und das erst noch gegen einen "Angstgegner", der in der bisherigen Saison sehr überzeugt hatte. Zudem macht sehr Freude, dass die Spielerinnen, die letztes Jahr noch keine Verantwortung übernehmen mussten, in den letzten 12 Monaten sehr viel dazugelernt haben. Genug, um als Team auf dem Feld sehr gut zu funktionieren und den Sieg auch als Mannschaft zu erkämpfen. Negativ am heutigen Auftritt waren einzig zwei Dinge: zuviele technische Fehler und zwei verworfene Penalties. Die Verteidigung war sehr stark, der Angriff agierte teils glücklich, aber ausschliesslich mit erkämpftem Glück. Nicht umsonst steht auf der Homepage der Leitspruch "Talent wins games, but teamwork and intelligence wins championships". Heute hat das Teamwork gewonnen - und es tut saugut.
Übrigens: Auf dem Nachhause-Weg gabs noch eine gratis Stadtbesichtigung in Zürich :o)
HC GS Stäfa - HCDU Espoirs 17:18 (7:7)
HCDU: Mirjam (1.-60.); Astrid (3), Andrea (4), Martina (3/1), Isabelle, Jefimija, Maja (3), Yasmine (3), Lorena (1)
Bemerkungen:
Martina und Astrid verschiessen je einen Penalty
Espoirs ohne Julia, Marcella, Svenja
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