Donnerstag, 5. November 2009

Espoirs: Sieg gegen Pfäffikon Fehraltorf

Am Donnerstag um ca. 17:50 abfahren um den Stau zu vermeiden am Brüttiseller Kreuz war Teil eins des Plans. Teil zwei war, mit Fehraltorf einen weiteren Konkurrenten in der Liga zurückzubinden. Der erste Teil des Planes hat ziemlich gar nicht geklappt, Von Limmattaler Kreuz bis und mit Brüttiseller Kreuz war Sense mit jedem Tempo schneller als 60. Rechtzeitig in der Halle war man aber dennoch, um wenigstens Teil 2 des Planes in die Tat umzusetzen.

Begonnen hat es ziemlich vielversprechend. Hinter dem Limmattaler Angriff war viel Druck und in der Defensive stand man sehr sicher, obwohl der Gegner einmal mehr körperlich deutlich überlegen war. Die Überlegenheit konnte Pfäffikon aber nicht ausnutzen. Nach einer kurzen Angewöhnungsphase bis zum Stand von 2:2 nach 5 Minuten löste der HCDU die Handbremse auf eindrückliche Art und Weise. Ein Gegenstoss nach dem anderen wurde gefahren, Spielzüge klappten wunderbar, Penalties wurden versenkt, Kreisanspiele gelangen wie noch nie. Der Gegner war mit dem 10:5 nach 20 Minuten noch sehr gut bedient, leistete sich die junge Equipe um Astrid, Maja und Andrea doch einige Fehlschüsse aus 100%-Chancen. Gleichzeitig fiel das eine oder andere Ei ins Tor der Dietikerinnen, die mit der Führung von schlussendlich "bloss" 11:7 in die Pause gehen durften. Sehr schön mit anzusehen war indes, dass Marcella und Svenja einen "Goaliefight" auf hohem Niveau zeigten, wobei Marcella die erste Halbzeit für sich entscheiden konnte.

In der Pause galt es, die Emotionen wieder flach zu halten und die Euphorie etwas zu brechen. Der bis zu diesem Zeitpunkt gnadenlos überforderte Gegner sei noch nicht geschlagen, das Spiel dauere nochmal 30 Minuten. Und prompt kam es, wie es nicht kommen sollte. Bei jedem angesagten Spielzug wurde Stehrenberger umgehend manngedeckt, während die Kreisanspiele mittlerweile so durchsichtig waren, dass ein Ball nach dem anderen verloren ging. Die Pfäffikerinnen konnten in dieser Phase ohne eigentlich zu glänzen zum 11:11 aufschliessen. Dann hatte der ansonsten gute und unauffällige Schiri seine schwächeren fünf Minuten. Nachdem Astrid eine Gegnerin im Gegenstoss erfolgreich gestört hatte, reklamierte das Publikum ein "grobes Foul" und "einen Angriff auf die Gesundheit der Spielerin". In Tat und Wahrheit traf Astrid den Ball und berührte die Gegnerin überhaupt nicht. Die Krux: Der Schiri hatte das Spiel laufen gelassen, reagierte aber auf die Proteste der Zuschauer. Nach kurzer Konsultation mit dem Schiritisch (der dem Schiri seine Version mitteilen durfte, obwohl der Schiri keine 3 Meter vom Tatort weg war) zeigte er Astrid die rote Karte. Selbst der gegnerische Trainer riet Coach Wyttenbach, hier einen Spielfeldprotest einzulegen, weil das ein krasser Fehlentscheid des Unparteiischen war. Wyttenbach beschloss, dies zu machen, sollte das Spiel zu Ungunsten der Limmattalerinnen ausgehen. Nach diesem kleinen Skandal zeigte das Team aber Moral und legte wieder los wie die Feuerwehr. Innerhalb von 10 Minuten lag man wieder fünf Tore vorne und konnte sich wieder den Luxus leisten, schöne Durchbrüche gleich selber zu sabotieren mit zum Teil unmöglichen Fehlwürfen. Das Spiel wurde schlussendlich mit 18:13 gewonnen, wobei hier sehr wohl ein deutlicheres Resultat zugunsten des HCDU dringelegen wäre.

HSG Pfäffikon-Fehraltorf - HCDU Espoirs 13:18 (7:11)
HCDU: Svenja (1.-15. und 46.-60.), Marcella (16.-45.); Astrid (2), Martina (3/2), Maja (4), Andrea (5/2), Lorena (3), Alexandra (1), Manuela, Isabelle
Bemerkungen: Julia (krank) und Yasmine (verletzt) als Zuschauerinnen auf der Tribüne

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