Montag, 22. Februar 2010

Der HCDU gewinnt trotz Verletzungspech

In der 1. Liga siegen die Limmattaler gegen Spitzenklub Frauenfeld mit 31:24 und verlieren Andi Jenni durch Verletzung
Aus ungemütlicher Lage starteten die Limmattaler in die Partie gegen den Tabellenzweiten. Nach den Samstagsspielen und den Punktgewinnen der direkten Konkurrenz um den Ligaerhalt rutschten sie auf den 10. Rang ab. Nach den 60 Minuten blieben Lust und Frust.
RUEDI BURKART
Nach 20 Minuten stockte den wenigen Schaulustigen in der Stadthalle der Atem. Nach einem harten Rencontre mit einem Gegenspieler blieb RückraumspielerAndi Jenni minutenlang liegen. Benommen und mit schmerzverzerrtem Gesicht musste der Pechvogel vom Feld geführt und anschliessend ins Spital überführt werden. «Wir befürchten einen Bruch des Schlüsselbeins», so Spielertrainer Sascha Schoenholzer. Auch wegen dieses Zwischenfalls spielten die Gastgeber fahrig, im Angriff waren sie viel zu harmlos und hinten anfällig. Zur Pause führte Frauenfeld mit 13:12.
Die Wende nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel drehte die Partie. Beim HCDU verlieh Goalie Giusi Katicic (er kam für Filippi) defensive Sicherheit. Und vorne wurden die Treffer plötzlich erzielt. Die Wende zum Guten kam bemerkenswerterweise just, als Polozani seinen ersten Siebenmeter nicht im Tor unterbrachte. Sekunden später brachte Imhof in seiner unnachahmlichen Art den HCDU erstmals in diesem Spiel in Führung (14:13 nach 34 Minuten). Und siehe da, jetzt erwachten auch die wenigen Schaulustigen auf der Tribüne, die diesen herrlichen Sonntag nicht an der Frühlingssonne verbringen wollten. Es kam sogar ein wenig Stimmung auf. Die Spieler dankten es mit zahlreichen schön herausgespielten Treffern in den letzten Minuten. Schliesslich jubelte die ganze Limmattaler Handballgemeinde über einen verdienten31:24-Sieg.
Und jetzt gegen Appenzell
Am kommenden Samstag müssen die Limmattaler beim erstarkten TV Appenzell ran, welcher jüngst Spitzenklub Wohlen in dessen eigener Halle mit 37:25 zerlegte. «Ich werde von Wohlens Trainer Roli Gisiger Infos über die Appenzeller erhalten», so HCDU-Spielertrainer Sascha Schoenholzer. Gisiger war Mitte der 90er-JahreTrainer der Junioren beim HC Dietikon,bei welchen damals auch der jungeSchoenholzer spielte.
Dietikon-Urdorf - Frauenfeld 31:24 (12:13)
Stadthalle. – 50 Zuschauer. –
SR: Eng, Frei. –
Torfolge: 0:1, 1:1, 1:4 (4.), 4:4, 4:5, 5:5, 5:8, 6:9, 9:9 (27.),9:10, 11:12, 12:12, 12:13 / 17:13, 17:14, 19:14, 22:17,22:19, 24:20, 29:22, 30:24, 31:24. –
Strafen: je 5 x 2Minuten.
Dietikon-Urdorf: Filippi (1. bis 30.), Katicic (31. bis 60.); Wüthrich (3), Tiefenauer (3), Rüegg (3), Imhof(9), Wiederkehr (2), Anderegg (3), Barben, Grendelmeier(4), Jenni, Polozani (3/2), Schoenholzer(1).
Frauenfeld: Andreas Schläfli/Odermatt; Frei (3),Hasanovic, Haussener (3), Hug (3), Keller (3), Mathis(3/2), Rohner, Fabian Schläfli, Sutter (2), Claudio Tschirren (1), Manuel Tschirren.
Bemerkungen: Jenni nach 20 Minuten mit Verdacht auf Bruch des Schlüsselbeins ausgeschieden- Odermatt hält Siebenmeter von Polozani(33./13:13).

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