Der HC Dietikon-Urdorf verliert bei Bruggen/Fides 20:33
«Das war die schlimmste Halbzeit der ganzen Saison», meint Sascha Schoenholzer trocken, als er an den ersten Durchgang seiner Handballer im zweitletzten Saisonspiel denkt. Der HCDU wurde von der SG Bruggen/Fides auswärts brutal überfahren. «Wir waren einfach nicht bereit», bringt es Schoenholzer auf den Punkt. Bei einem Zwischenstand von 1:7 nach neun Minuten und einem Pausenstand von 7:17 ist diese Aussage wohl nicht übertrieben. Dabei spiegelt das Resultat nicht ganz den Spielverlauf wider. Ein halbes Dutzend Pfostenschüsse sowie sieben ungenutzte so genannte hundertprozentige Chancen ermöglichten den St. Gallern eine Vielzahl von Tempogegenstössen. Dabei mag man noch von Pech oder allenfalls Unvermögen sprechen. Wenn man aber in einer Halbzeit 14 technische Fehler produziert, dann lässt das auf eine mangelhafte Einstellung bei den Limmattalern schliessen. Dennoch will Schoenholzer den Stab nicht über seiner Mannschaft brechen. «Der Wille war schon da, wir haben uns aufgebäumt. Aber heute ist einfach nichts gegangen. Ein rabenschwarzer Tag», sagt der 35-jährige Spielertrainer.
DIE KANTERNIEDERLAGE in der Ostschweiz hat für den HCDU keine gravierenden
Folgen. «Vielleicht war es nicht gut für uns, dass wir nicht unbedingt unter Siegzwang standen», analysiert Schoenholzer. Aber die Zürcher haben sich mit der Höhe der Niederlage einen
Bärendienst erwiesen. «Dadurch ist der Vorteil unserer guten Tordifferenz mit einem Schlag weg», meint der Coach, «Das ist genau das, was wir vermeiden wollten.» Dennoch, in der letzten Runde am nächsten Wochenende müsste alles gegen den HCDU laufen, um doch noch auf den ungeliebten Barrageplatz zurückzufallen. Weil man sich in der 1. Liga aber nicht auf Favoritensiege verlassen kann, möchte Schoenholzer die Sache in der eigenen Halle klarmachen: «Ich bin sicher, dass wir Wohlen schlagen werden.»
(KER)
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