Handball Der HC Dietikon-Urdorf verliert im Schweizer Cup gegen St. Otmar St. Gallen mit 27:47
VON MAILA BERMEJO
Es war die klassische Cup-Partie. David gegen Goliath. Der Erstligist HC Dietikon-Urdorf gegen das grosse St. Otmar St. Gallen aus der NLA.Würde es den Limmattaler Handballern gelingen, an einer Sensation zu schnuppern oder würden sie mit wehenden Fahnen untergehen?
Angst hatten die Limmattaler auf jeden Fall keine vor dem grossen Gegner, starteten sie doch furchtlos in die Partie. Vorallem Rückraumspieler Luzi Tiefenauer zeigte sein grosses Potential und lehrte den St. Gallern mit seinen Sprungwürfen das fürchten. Sieben von 13 Treffern in der ersten Halbzeit machte Tiefenauer gleich selbst. Die 250 Zuschauer staunten nicht schlecht, als der HC Dietikon-Urdorf tatsächlich mithalten konnte. Die Gäste hielten die Limmattaler zwar immer auf zwei bis drei Treffer Abstand, doch sie konnten sich nicht absetzen. Als es den Gastgebern gelang in der 16. Minute auf 8:10 heranzukommen, platzte St. Otmar-Trainer Dan Hansen der Kragen und er nahm ein Timeout. Seine lautstarken Anweisungen zeigten ihre Wirkung: St. Otmar konnte sich innert weniger Minuten deutlich absetzen. Obwohl Tiefenauer und Kreisläufer Marco Meier vorne weiter munter punkteten, liess die Fitness der Limmattaler nach der 20. Minute deutlich nach. Das zurückrennen nach einem nicht gelungenen Angriff und das Verteidigen gegen die Ostschweizer Hünen wurde zu einer beinahe unmöglichen Aufgabe für die Erstligisten. Immer öfter konnten die St. Galler schnelle Gegenstösse in zählbares ummünzen, während sich beim HCDU immer mehr Pass-Fehler und Abstimmungsprobleme im Angriff einschlichen. Das Halbzeitresultat von 13:23 war denn auch schon die Vorentscheidung.
Die Verschnaufpause tat den Limmattalern gut. Zu Anfang der zweiten Halbzeit konnten sie wiederrum gut mithalten. Bis zur 42. Minute schoss der HCDU acht Tore, während St. Otmar deren elf zustande brachte. Keine schlechte Bilanz für David gegen Goliath. Doch wieder knickte das Heimteam nach 20 Minuten ein. Eine rote Karte gegen Flügelspieler Manuel Gretler und die schwindenden Kräfte liessen kein Aufbäumen mehr zu. Die Gäste zogen gnadenlos Schlussresultat von 27:47 davon.
HCDU-Spielertrainer Sascha Schoenholzer zeigte sich nach der Partie trotzdem hoch zufrieden: «Die Angriffsleistung war die beste der gesamten Saison.»
Dietikon-Urdorf - St. Otmar St. Gallen 27:47 (13:23)
Dietikon. – 250 Zuschauer. – SR: Süss/Frey. – Strafen: 4-mal 2 Minuten, 3-mal gelbe Karte und 1-mal rote Karte gegen Dietikon-Urdorf, 6-mal 2 Minuten und 2-mal gelbe Karte gegen St. Otmar. Dietikon-Urdorf: Katicic; Barben, Baumgartner (1), Galli (1), Grendelmeier (2), Gretler, Jenni (2), Meier (3), Polozani (3/3), Rüegg (1), Senn (4), Tiefenauer (8), Wüthrich (2).
St. Otmar: Isenrich/Kindler; Engeler, Häni (3), Hojc (6), Keel (7), Liniger (9), Parolo (6), Pendic (6), Usik (2), Wild (8).
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