Das FU17 zierte vor dem Spiel mit dem Punktemaximum die Tabellenspitze, sechs Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten bei einem Spiel mehr. Und eben dieser Zweitplatzierte lud am Samstag zum Auswärtsspiel. Klar war, dass der HCDU unbendingt gewinnen wollte, um nicht einem Team den Anschluss zu ermöglichen. Es sah auch eine Zeit lang so aus, als würden die Limmatwaves auch den letzten Gegner schlagen können.
In der ersten Halbzeit war die Konzentration lange nicht auf einem sehr hohen Niveau. Zumindest nicht bei den Dietikerinnen. Wesentlich fokussierter stiegen die Spielerinnen des TV Witikon in das Match ein. Das spürte der HCDU gleich schon im ersten Angriff: der HCDU verwarf, die Witikerinnen liefen einen Gegenstoss, der aus neun Metern Distanz sehr präzise in der weiten tiefen Ecke verschwand. Arlinda war zum ersten Mal geschlagen, beim ersten Wurf auf das Tor. Immerhin erwachte der sonst sehr starke Goalie bei den Limmatwaves sofort. Innerhalb der nächsten 10 Minuten sollte den Gegnerinnen kein Tor mehr gelingen. Aber die Feldspielerinnen blieben weit hinter ihrer Normalform zurück. Ratlose Gesichter, verschlafene Spielzüge, verspätete Laufwege, nur halbpatzige Durchbruchsversuche und eine ungewohnt unsouverän wirkende Arlinda im Tor - das war man sich vom Team ganz anders gewöhnt. Der Gegner bewegte sich nicht derart überragend, als dass da nicht mehr dringelegen wäre. Trotzdem ging der HCDU 3:1 in Führung, worauf prompt der Faden wieder riss. Zur Pause holte der HCDU immerhin einen 4:6 Rückstand auf und man ging mit einem für die Limmatwaves glücklichen 6:6 in die Pause.
Die zweite Halbzeit begann, wie die erste beendet wurde. Die Limmatwaves schafften es nicht, die Konzentration auf das Wesentliche zu legen. Ein Beispiel: Michelle eroberte nach einer Abwehr von Arlinda den Ball in der eigenen Ecke und spielte ihn in Richtung Penalty-Punkt...wo eine Spielerin des TV Witikon lauerte und Arlinda im Tor keine Chance liess. Diese Szene spielte sich ganze drei Mal ab, mit drei verschiedenen Spielerinnen des HCDU, aber mit immer derselben Akteurin auf Seiten des TV. Bei 12:7 stellten die Limmatwaves komplett um. Die Limmatwaves waren athletisch überlegen und gingen in die Manndeckung. Ein Ball nach dem anderen konnte so erobert werden und ein Gegenstoss nach dem anderen wurde gelaufen. Aber die hervorragende Torhüterin auf Seiten der Gegnerinnen (sie hielt u.a. zwei Penalties von Rebi) schaffte es, Michelle, Rumer, Gina und Co. derart zu verunsichern, dass der Ball aus sechs Metern über das Tor "gestossen" wurde. Zudem war man in manchen sehr schön herausgespielten Situationen sehr glücklos unterwegs. In den letzten 15 Minuten gab es genug Chancen, um das Spiel zweimal zu gewinnen, aber wenn man eine Quote von 30% oder weniger hat, verliert man eben. Entsprechend konnte der HCDU das Spiel nicht mehr drehen und verlor zum ersten Mal diese Saison. 11:13 für den TV Witikon.
Das Team war enttäuscht über die gezeigte Leistung - und das spricht sehr für die Mannschaft. Man will nicht mehr verlieren und man wird in Zukunft sicher wieder konzentrierter in Matches gehen. Diese Niederlage ist wahrscheinlich das Beste, was dem Team passieren konnte, weil ab jetzt die Post noch viel mehr abgehen wird. Der Match war eine Lektion, was passiert, wenn man einen Gegner unterschätzt und nicht bereit ist, bereits ab der ersten Sekunde alles zu geben. Wenn dies auch im Spiel gegen den TV der Fall gewesen wäre, hätte man während dem ganzen Spiel kaum mehr als fünf Tore kassiert.
TV Witikon - Limmatwaves 13:11 (6:6)
Limmatwaves: Arlinda (1.-60.), Bettina (1), Rebi (4), Gina (2), Rumer (2), Selina, Michelle, Casy, Livia (2)
Bemerkungen: Rebi verwirft zwei Siebenmeter, Arlinda hält einen
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