Sonntag, 21. November 2010

FU17 im Pech - 10:10

Wir beginnen unsere Geschichte am letzten Wochenende, als man einen HC Rorbas zuhause mit 25:11 während gut 45 Minuten von A-Z dominierte. Das Team war im Hoch, verständlicherweise. Wer im Hoch ist, kann tief fallen. So geschehen leider auch beim HCDU, verbunden mit viel Pech. Am Dienstag im Training verletzten sich Bettina am Knie (Verdacht auf Bänderdehnung) und Rebi am Fuss (Verdacht auf Bänderanriss). Die beiden verletzten sich unabhängig von einander 10 Minuten und 15 Minuten nach Trainingsstart.

Das Team war am Match ob diesen Verletzungen, resp. vor allem wegen den damit verbundenen personellen Problemen sehr verunsichert. Immerhin konnten Moni vom FU15 und die eigentlich eine Saison pausierende Wanda Böhmer aktiviert werden, um dabei zu sein. Dennoch gabs für das Team kaum Varianten in Angriff und Verteidigung. Deswegen gabs die Anweisung, Kräfte zu sparen und keine Gegenstösse zu laufen. Das führte dazu, dass es ein relativ langweiliges Spiel werden würde, aber ebenfalls im Bewusstseit, dass der HCDU die Gegner in der Defensive jeweils sehr gut im Griff hatte. Das klappte zu Beginn auch sehr gut. Die Limmatwaves kämpften und lagen zur Pause mit 6:4 vorne. Apropos 6:4: Der Schiedsrichter spielte leider eine nicht unwesentliche Rolle und gab einen Treffer für den HC Rorbas, der deutlich nie und nimmer die Torlinie überquert hatte (vom Lattenkreuz direkt in Richtung Seitenaus, ohne weiter abgelenkt worden zu sein). Trotz heftigen Protesten seitens von Arlinda, der ganzen Spielerbank des HCDU und der Hälfte des Publikums, kam der Schiedsrichter nicht auf seinen Entscheid zurück. Aber egal - immerhin Führung.

Die zweite Halbzeit begann so, wie die erste beendet wurde. Der HCDU und auch der HC Rorbas brachten es nicht fertig, Tore zu erzielen. Immerhin schafften es die Limmatwaves, den Vorsprug minimal auf 9:6 nach 50 Minuten auszubauen. Nachdem der Gegner auf 9:7 aufschliessen konnte, erzielte Gina postwendend das 10:7. Es waren noch drei Minuten zu spielen. Nun deckte der Gegner offensiv, man spürte, dass das Spiel noch lange drei Minuten dauern würde. Und prompt verlor der HCDU den Ball im Angriff und kassierte mit einem Zauberwurf das 10:8 - noch zwei Minuten zu spielen. Der HCDU reagierte auf die offensive Deckung zunächst aber gut und es gelang (zwar ohne Torerfolg), durch 1:1 Aktionen die Zeit so weit herunterzuspielen, dass dem Gegner nur noch eine Minute Zeit für zwei Tore blieb. Aber auch der nächste Ball ging verloren, man kassierte das 10:9 mittels Gegenstoss - noch 40 Sekunden zu spielen. Nun wäre die Aufgabe einfach gewesen: 40 Sekunden angreifen ohne den Ball herzugeben. Also genau dsa gleiche, was man vorher eine ganze Minute geschafft hatte. Das gelang diesmal überhaupt nicht. In einer Kurzschluss-Reaktion spielte Gina den Ball an Wanda an den Flügel, die das ganze Spiel lang eng gedeckt war und es kam was kommen musste: die Spielerin des HC Rorbas lief den Ball ab und erzielte nach einem gewürgten Gegenstoss durch 6 Paar Hände hindurch das 10:10 - 12 Sekunden zu spielen. Man könnte erwarten, dass die Limmatwaves diese 12 Sekunden nutzen würden, um das 11:10 zu erzielen, aber das Team blieb nach dem Tor konsterniert an der eigenen 6m Linie stehen, während Trainer Wyttenbach wahrscheinlich 2m im Feld drin stand, um die Spielerinnen anzutreiben - ohne Erfolg. Endresultat: 10:10.

Die Enttäuschung wiegt enorm schwer, vor allem auch, weil der HCDU eigentlich überlegen war, aber z.B. vom Penalty-Punkt mit viel Pech zu kämpfen hatte (vgl. Spiel-Telegramm unten). Was neben den elementaren Dingen wie Laufwegen und Ball fangen dringend geübt werden muss, ist das Spiel mit dem Kreisläufer. Null Tore vom Kreis in einem Spiel, in welchem der Gegner mit einem nicht in jeder Situation sattelfesten 3:2:1 offensiv verteidigt, ist zu schlecht. Der HCDU hat einen Punkt absolut unnötig abgeben müssen. Der HC Rorbas hat in diesem Spiel seine körperlichen Vorteile geschickt ausgespielt, die Limmatwaves die ihrigen (Tempo, Ball laufen lassen) überhaupt nicht. Auch wenn der Altersunterschied beider Teams auf dem Feld kaum grösser sein könnte (beim Team vom HC Rorbas spielten Akteurinnen mit Jahrgang 93, während beim HCDU die Hälfte des Teams aus Jahrganz 97 bestand), war mehr zu erwarten. In der nächsten Partie gegen den HC Wädenswil ist eine Leistungssteigerung notwendig, um an der Tabellenspitze zu bleiben. Nach Verlustpunkten sind die Limmatwaves noch an erster Stelle, aber nur noch ein Punkt vor Witikon und Wädenswil. Das ist aber alles kein Grund, um das Vertrauen zu verlieren, sondern um weiterzuarbeiten an dem was man diese Saison begonnen hat: einem Team, das zusammen an Siegen und Niederlagen wächst. Dass man auf gutem Weg ist, zeigt die Tatsache, dass man eigentlich "trotzdem" ein 10:10 erreicht hat und dass die beiden Verletzten als Fans mit nach Rorbas kamen.


HC Rorbas - Limmatwaves 10:10 (4:6)
Limmatwaves: Arlinda (1.-60.), Gina (5/2), Rumer (2), Livia (2), Selina (1), Monica, Casandra, Sabrina, Wanda
Bemerkungen: Bettina und Rebeka verletzt auf der Bank, Arlina hält einen Penalty, Gina verwirft zwei Penalties (einen davon Pfosten-Pfosten-Goalie-Pfosten), Rumer wirft einen an den Pfosten

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