Der HC Dietikon-Urdorf verliert gegen Leader Horgen mit 32:26
Unerwartet kreativ und erfolgreich starteten die 1.-Liga-Handballer des HCDU in die Partie gegen Tabellenleader Horgen. Zwar schafften es die Limmattaler in dieser Anfangsphase nie, in Führung zu gehen, doch sie blieben lange Zeit am Gegner dran: In der elften Spielminute stand es gerade mal 6:5 aus Sicht des Gastgebers. Ein Auftakt nach Mass.
Dietikon-Urdorf spielte konzentriert und wartete mit Spielzügen auf, die in dieser Saison noch nie gesehen wurden. Rückraumspieler Manuel Gretler, der gestern fünf Tore schoss, fungierte dabei als Regisseur und wurde seiner Rolle mehr als gerecht. Doch so stark die Leistung im Angriff war, so schwach zeigten sich die Limmattaler für einmal in der Verteidigung: Sie sprinteten zu wenig schnell zurück und hatten zu lange, bis sie sich organisierten. So gelangen den Gastgebern mehrere schnelle Gegenstösse – teilweise tauchten gleich drei Horgener alleine vor dem HCDU-Torhüter auf. Doch auf Josip Katicic war Verlass wie immer. In der ersten Spielhälfte gelangen ihm vier wichtige Paraden und er hielt einen Penalty. Doch auch Horgens Torhüter Florian Javet hielt gut und dank dem starken Blockspiel der «Seebuben» hiess das Halbzeitresultat 16:12.
DOCH DER HCDU zeigte einen starken Auftakt in die zweite Halbzeit. Bis zur 35. Minute kamen die Gäste auf 19:17 heran. Würde dem Underdog Dietikon- Urdorf die Wende gelingen? Beim Stand von 26:23 zehn Minuten vor Schluss schien noch alles möglich. Doch die Gastgeber gaben sich keine Blösse: Sie rissen sich zusammen, besannen sich auf ihre Stärken und zogen unaufhaltsam davon. Daran konnte auch Daniel Imhof mit seinen 13 Toren nichts ändern. Der Favorit gewann die Partie überraschend knapp mit 32:26.
«Heute haben wir zwei bis drei Tore zu hoch verloren», sagte HCDU-Trainer Sascha Schoenholzer nach der Partie. «Leider haben wir es nicht geschafft, die Angriffe der Horgener früher zu stören und ihnen so das Diktat über das Spiel zu entreissen.» Ausserdem haderte Schoenholzer mit den vielen Verletzten, wie Tarek Grendelmeier und Stefan Senn. Wäre Dietikon-Urdorf in Vollbesetzung aufgelaufen und hätte Philipp Wallisch zudem noch sein ganzes Können abrufen können, wäre vielleicht eine kleine Sensation drin gewesen. (MBM)
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