Montag, 7. März 2011

H1: Locker aus dem Schlamassel

Handball Dietikon-Urdorf gewinnt gegen GC Amicitia II 31:25 in der 1. Liga

VON RAPHAEL BIERMAYR
Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Das gilt auch für den HC Dietikon-Urdorf, der gestern fast im Vorbeigehen zu zwei Punkten kam. Das 31:25 gegen den harmlosen Aufsteiger GC Amicitia war ein schmeichelhaftes Resultat aus Sicht der Stadtzürcher. Wären die Limmattaler auch die zweite Halbzeit (12:15) mit aufrichtigem Ernst angegangen, hätte der Sieg mit 20 Treffern Differenz ausfallen können. «Das wäre heute tatsächlich möglich gewesen. Doch dazu sind wir einerseits nicht stabil genug und andererseits ist es auch klar, dass wir bei einer solchen Überlegenheit auch durchwechseln», sagte HCDU-Trainer Sascha Schoenholzer zu diesem Luxusproblem.
Auf dem Weg zum dritten Erfolg in Serie – das ist erstmals seit Januar 2010 der Fall – konnten es sich die Gastgeber leisten, den Anfang zu verschlafen. Beiderseits regierte Unsicherheit, welche die Limmattaler allerdings im Gegensatz zu ihrem Kontrahenten ablegen konnte. Mit dem 13:7 nach rund 22 Minuten war die Partie so gut wie entschieden. Die Tatsache, dass die Gastgeber bis zu diesem Zeitpunkt vier Treffer durch den Kreisläufer (Anderegg) erzielten, spricht Bände für die Deckungsqualitäten von GC Amicitia.

Wallisch dirigiert die Offensive
Angesichts der Dominanz begann Dietikon-Urdorf gar zu zaubern. Daniel Imhof, mit zehn Treffern bester Torschütze der Partie, verzückte die Zuschauer. Mal traf er mit einem herrlichen Trickschuss vom Flügel, mal tankte er sich gegen zwei Gegenspieler durch und traf im Fallen, mal fand er bei einem Freiwurf einen Weg vorbei an der mehrarmigen Mauer. Topskorer Imhof (insgesamt 115 Tore) mochte einmal mehr der beste Werfer gewesen sein, überragender Mann war Philipp Wallisch, der auf der Mitteposition die Offensive dirigierte. Einmal mehr bewies er bei Anspielen sein ausserordentliches Auge für die Mitspieler.
Dank dem Sieg gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf ist die direkte Relegation nur noch rechnerisch möglich. Auf Platz zehn, der in die Barrage führt, haben die Limmattaler nach der Verlust-Punkte-Rechnung nun vier Zähler Vorsprung. Es scheint ganz so, als ob der HCDU doch noch aus dem Schlamassel gefunden hätte.

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