Das FU17 hatte gegen die Grossmächte Ami und Brühl zwar das Nachsehen, aber man hat gesehen, dass auch die Spitzenteams vor allem mit Wasser kochen. Nach den beiden sehr hohen Niederlagen wollte die Truppe eigentlich etwa Moral tanken, das war aber schlicht nicht möglich. Die Limmatwaves haben sich heute selber zwei Beine gestellt, weil gegen den heutigen Gegner wäre eine spannendere Partie dringelegen.
Das Spiel begann denkbar schlecht. Schnell stand es 4:0 für Uster, obwohl es fast vier Minuten dauerte, bis das Skore eröffnet wurde. Auch in diesem Spiel war es das Tempo, das bei den Limmatwaves fehlte. Kunststück - man hatte ja auch keine Auswechselspieler, keinen gelernten Goalie und keinen gelernten linken Flügel dabei... Abe rgekämpft wurde trotzdem, was stellenweise gar nicht so schlecht aussah. Plötzlich gingen die Löcher in der Abwehr von Uster auf und insbesondere Gina trumpfte sehr gross auf. Bis zum Schluss sollten es acht Tore von ihr werden. Leider riss der Faden in der 16. Minute beim Stand von 5:7 aus Sicht der Gäste. Bis zur Pause sollte es bitter für die gar nicht derart unterlegenen Limmatwaves werden, weil schlicht und einfach die Kräfte fehlten und auch der Schiedsrichter in der ersten Halbzeit etwas einseitig gepfiffen hatte, ja einmal sogar die falsche Spielerin vom Feld stellen wollte, resp. einmal tatsächlich die falsche Spielerin vom Feld stellte. Zur Pause stand es 6:15, die Dietikerinnen sahen aber, dass hier in Vollbesetzung durchaus ein Unentschieden oder gar mehr drinliegen würde.
Nach der Pause ging es sehr ähnlich weiter. Die gefährlichste Spielerin beim HCDU blieb Gina, die mal für mal die sehr guten Sperren nutzte und skoren konnte. Leider lief es bei den anderen Spielerinnen nicht ganz so gut, die Aktionen waren teilweise etwas unglücklich gewählt. Nach 56 Minuten und der dritten zwei Minuten Strafe sah zudem Rebi die rote Karte und die Limmatwaves spielten das Spiel auf dem Feld zu fünft zu Ende. Just in dieser Phase entschärfte Selina im Tor die eine oder andere Grosschance des TVU, inklusive einem Penalty. Apropos Penalty: den einzigen Siebenmeter, den der Schiedsrichter dem HCDU zugestand, verwandelte Rumer souverän. Zum Schluss war das Spiel knapper als die beiden vorhergehenden ausgegangen, aber von einem knappen Resultat an sich zu sprechen wäre leicht vermessen. Uster schlägt die dezimierten Limmatwaves mit 32:12.
Dass es so nicht weitergeht, dürfte allen klar sein. Nur zu sehen, dass auch die anderen nur mit Wasser kochen und Schwachstellen haben, reicht nicht aus. Das Team braucht dringend ein gutes Ergebnis auch für die eigene Motivation. Und das Team braucht die anderen Spielerinnen, damit es eine Chance auf Punkte hat. Nur zu sechst geht nix, auch wenn so gekämpft wird wie heute. Besserung ist in Sicht, aber hoffentlich nicht nur für die nächsten zwei, drei Spiele... Das Team ist gefragt. Und um noch etwas positives herauszustreichen: bei Gina hats definitiv "Klick" gemacht.
TV Uster - Limmatwaves 32:12 (15:6)
Limmatwaves: Selina (1.-60.), Rumer (3/1), Casy, Livia (1), Rebi, Linda, Gina (8)
Bemerkungen: Limmatwaves ohne Arlinda (Arbeit), Sabi (verletzt), Blini (Familie), Michelle (Familie), Moni (Pferd), Bettina (verletzt / Familie), Seraina (HC Berikon), Manu (Weisheitszähne), Caro (Pause)
Bemerkungen: Selina hält einen Penalty (56.), Rebi erhält nach 3x2min die rote Karte (56.)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen