Montag, 3. Oktober 2011

FU17I: mit Pech zur vierten Niederlage

Die im letzten Jahr sehr erfolgsverwöhnte Mannschaft des FU17 muss momentan unten durch und bezahlt viel Lehrgeld im Inter. Der Trend zeigt aber deutlich nach oben, auch betreffend Einstellung der Spielerinnen. Am Match gegen Wil waren alle Akteurinnen mit Ausnahme von Caro dabei. Und das Team hat gesehen, dass wenn alle Vollgas geben, dass es dann zu mehr reichen kann.

Wil begann ähnlich wie der HCDU mit einer anständigen Defensive, aber einem fehlerhaften Angriff. Das Heimteam verstrickte sich bereits in den Anfangsminuten in etwas zu vielen Einzelaktionen und der Ball lief ohne Überraschungsmoment durch die eigenen Reihen. Bis zur 15. Minute sollten die Limmatwaves mit 1:8 zurückliegen, trafen aber in dieser Zeit mindestens sechs Mal die Torumrandung. Gleichzeitig verhinderte der eher grenzwertige Unparteiische den einen oder anderen Siebenmeter, obwohl es genügend Gelegenheiten dazu gegeben hätte, etwas zu pfeifen: Gina wurde mehr als nur einmal von der Seite angegangen oder sogar von hinten zurückgezogen und auch Livia war am Kreis sehr stark und manchmal nur durch Verteidigung im Kreis zu bändigen. Alles reklamieren half nichts, der Unparteiische übersah sogar willentlich eine Gegenspielerin die im Kreis abgeschlossen hatte, um dem Trainer der Limmatwaves zu sagen, dass er sich nicht beeinflussen lasse - das Tor zählte. Janu, gestohlen hatte Wil die Pausenführung sicher nicht, aber die Limmatwaves hatten auch objektiv gesehen sehr viel Pech. Zur Pause lag der Gast mit 3:11 in Front.

Aber die Limmatwaves waren bereit, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Die zweiten dreissig Minuten waren die erste Halbzeit Vollgas-Handball von allen Beteiligten. Selbst Mägi und Heinz wurden aus ihren privaten Diskussionen gerissen. Innert kürzester Zeit liessen die Limmatwaves wieder hoffen und schlossen binnen acht Minuten auf fünf Tore auf, auch mit der Chance, auf vier Tore heranzukommen. In dieser Phase drehte das Glück, die Wèrfe gingen via Pfosten von allen Positionen rein und auch der Schiedsrichter gab die Penalties konsequenter, was dazu führte, dass allein in der zweiten Halbzeit neun Siebenmeter für den HCD gepfiffen wurde. Übrigens, in der ersten Halbzeit war es nur einer. Und noch besser: alle ausser dreien wurden souverän verwertet! Wir erinnern uns an letztes Jahr, als noch Siebenmeter zu Dutzenden verschossen wurden. Wegen mehr Risiko in der Abwehr reichte es aber dennoch "nur" für die erste Halbzeit im Inte rmit Unentschieden - und der Gewissheit, dass man Wil mit Vollgas bezwingen kann. Dass man in der zweiten Hälfte 16 Tore werfen konnte bedeutet zusätzlich, dass die Limmatwaves in 60 Minuten rein rechnerisch auch über 30 Tore werfen können. Man muss einfach 60 Minuten 100% geben.

Das Team wächst in den Niederlagen und man kann nur hoffen, dass der Trend so weitergeht - weniger die Niederlagen als das Gelernte aus den Spielen. Alle Spielerinnen zeigten sich heute von ihrer besten Seite und es ist hoffentlich nicht nur ein Zufallsprodukt, dass alle Spielerinnen anwesend waren. Gegen Yellow werden wir ebenfalls aus dem Vollen schöpfen und Yellow vielleicht sogar ärgern. Insbesondere das Spiel über den Kreis darf weiter so gut funktionieren wie in der zweiten Halbzeit.


Limmatwaves - KTV Wil Kathi 19:27 (3:11)Limmatwaves: Arlinda (1.-60.); Selina, Livia (3/1), Gina (2), Casy, Blini, Michelle (2), Rumer (6/2), Moni, Linda, Rebi (2), Bettina (4/4), Seraina
Bemerkungen: Arlinda hält einen Siebenmeter, Manu und Sabi verletzt auf der Bank, Caro abwesend (Pause)

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