Die Ferien dauern in Zürich je nach Region etwas länger als im Kanton Aargau, die Anzahl Spielerinnen in den Trainings in den letzten beiden Wochen waren entsprechend niedrig. Und heute ging es im Heimspiel gegen den Qualisieger Handball Zurzibiet. Diese beiden Punkte wollte das Team unbedingt zuhause behalten, schon nur weil Olten am Samstag den HSC Aarau geschlagen hatte und somit vier Teams mit vier Punkten an der Spitze lagen. Mit den heutigen zwei Punkten wäre der HCDU nach Halbzeit der Meisterrunde auf dem ersten Platz gelegen. Aber es sollte anders kommen.
Das FU18 ging hoch motiviert ins Spiel gegen Aargauerinnen und legten gleich los wie die Feuerwehr. Nach nur gerade zwei Minuten stand es 2:0, nach acht Minuten 4:2. Und dann wurde Clematide, die bis dahin eine sehr gute Partie zeigte, unglücklich von den Beinen geholt. Für sie war das Spiel gelaufen, obwohl sie noch einmal kurz auf dem Feld stand. Eine Gegenspielerin traf sie ungewollt, aber sehr präzise mit einem Kniestich in den Oberschenkel. Nach diesem Ausfall fiel das Team rund um Stehrenberger und Zbinden komplett auseinander. Einerseits das fehlende Training, andererseits fehlende Fitness oder das fehlende Zmorge machten sich immer mehr bemerkbar und Zurzibiet vermochte das blitzschnell auszunutzen. Mit einigen Gegenstössen und ein paar Geschenken der Verteidigung zogen die Qualimeister auf fünf Tore Vorsprung zum 11:6 davon. Immerhin vermochte der HCDU eine Reaktion zu zeigen und konnte bis zur Pause noch auf 11:8 verkürzen.
Nach der Pause und einer kurzen Ansprache in der Garderobe kam das Team seiner besten Phase im Spiel. Innerhalb von nur fünf Minuten glich man das Skore wieder aus und lag sogar wieder in Front. Beim Stand von 15:14 für den HCDU konnte man sogar in numerischer Überzahl spielen. Und wieder riss der Faden. Anstatt die Führung auszubauen, liess die Verteidigung zwei Aargauerinnen gewähren und geriet in Überzahl in Rückstand. Zu allem Unglück musste auch noch gleich Zbinden für ein absolut unnötiges Foul für zwei Minuten auf der Bank Platz nehmen. Handball Zurzibiet. etwas routinierter als der HCDU, vermochte in dieser Phase wieder auf 4 Tore davonzuziehen. Und der HCDU machte nicht mehr den Eindruck, als würde man reagieren können. Deswegen verwundert es leider nicht, dass trotz dem Vorhaben, die zwei Punkte im Limmattal zu behalten, beide Zähler abgegeben werden mussten.
Mit einer schlussendlich dürftigen, aber immerhin aufgrund der Umstände erklärbaren Niederlage steht der HCDU nun wieder auf Rang vier, vor Frick, aber hinter Zurzibiet, Aarau und Olten. Das soll sich bis Saisonende nocheinmal ändern. Nocco im Tor macht von Spiel zu Spiel grosse Fortschritte und wird immer mehr zu einem sehr guten Rückhalt. Die Defensive war heute aber zu löchrig. Einen Rabenschwarzen Tag einziehen wie Zbinden heute kann allen passieren. Dann aber nicht dafür kämpfen um trotzdem das beste daraus zu machen ist die falsche Einstellung. Manche Spiele gewinnt man über Kampf. Wie zum Beispiel das Spiel von heute.
HCDU - Handball Zurzibiet 23:28 (8:11)
HCDU: Nocco (1.-60.); Zbinden (4/1), Polozani (6/3), Stehrenberger (3), Kevic (5), Wehrli, Brajkovic (2), Clematide (2), Cubrilo (1)
Bemerkungen: HCDU ohne Linsi (gebrochene Nase) und ohne von Mühlenen (Ferien)
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