Gerade mal 20 Zuschauer verlorensich in der Dietiker Stadthalle. Ob dieLimmattaler Handballer deshalb den Start verschliefen?RUEDI BURKARTNach exakt 11 Minuten und 59 Sekunden hatte Markus Portmann genug. Der HCDU Coach konnte der uninspirierten Vorstellung seiner gedanklich abwesend wirkendenMannschaft nicht mehr zuschauen und nahm sein Time-out. Frauenfeld führte zu jenem Zeitpunkt mit 7:3 und der HCDU warnicht fähig dagegenzuhalten. Vor allem inder Offensive klappte gar nichts zusammen. Der Höhepunkt: Grendelmeiers Katastrophenpass über das halbe Spielfeld ins Out. Der Gegenstoss führte zum 3:7 und indirekt zu Portmanns Notbremse mittels Spielunterbruch.
Portmann wechselte, der HCDU erwachte
Was brachte das frühe Time-out? Nichts. Zumindest vorerst. Denn der HCDU patzerte weiterhin in der Offensive und lud die Gäste freundlich zu einem Gegenstossfestival ein. Nach drei weiteren Gegentreffern bis zur 17. Minute beorderte Portmann Mitte der ersten Halbzeit Polozani, Imhof und Schoenholzer aufs Feld. Und siehe da – mit dem neugestalteten Rückraum klopften die Limmattaler den Gästen eins ums andere Mal auf die Finger. Frauenfeld kam gegen die erstarkte Defensive zu keinen billigen Treffern mehr und die jetzt entfesselten Limmattaler startetenzur Aufholjagd. Gestoppt wurden sie erst von der Pausensirene. Mit 10:11 wechselte man die Seiten.Ob die Frauenfelder ahnten, was sie inden zweiten 30 Minuten erwarten würde?Sie blieben jedenfalls gemütlich in der Kabine sitzen, während die Spieler des HCDUs chon längst auf dem Feld bereit standen. Schliesslich wurde die zweite Halbzeit dochnoch angepfiffen. Und nach einer kurzen Anlaufzeit machte der HCDU mit der Aufholjagd weiter. Gefährlich wurde es für Frauenfeld immer dann, wenn HCDU-Spielertrainer Schoenholzer Grendelmeier auf dem rechten Flügel lancierte. Grendelmeiers beide Treffer waren die Initialzündung, Imhof gelang nach 37 Minuten der erstmalige Ausgleich(zum 14:14). Und der Rückraum-Shooter war es auch, welcher 12 Minuten vor Schluss den HCDU in numerischer Überlegenheit mit 21:20 erstmals in Führung brachte.
Frauenfeld im Kopf ein wenig frischer
Auch dank Goalie Carlo Filippi verteidigten die Limmattaler bis in der 55. Minute die knappe Führung. Dann zeigte sich Frauenfeld als die vor allem mental frischere Mannschaft und drehte die Partie noch. Der HC Dietikon-Urdorf verlor mit 25:27 und schied im Schweizer Cup aus.
Dietikon-Urdorf - Frauenfeld 25:27 (10:11)
Stadthalle – 20 Zuschauer – SR: Bätschmann, Schlegel.
Dietikon-Urdorf: Katicic, Filippi; Barben (1), Bühlmann, Grendelmeier(6), Imhof (7), Jenni, Polozani (6/2), Schoenholzer, Senn (1),Tiefenauer (1), Wiederkehr, Wüthrich (3).
Frauenfeld: Odermatt, Andreas Schläfli, Iacopetta; Frei (9), Hasanovic, Haussener (3), Christian Hug (1), Nathanael Hug, Mathis(8/4), Fabian Schläfli (1), Sutter (3), Fabio Tschirren (2), Manuel Tschirren, Mayer.
Torfolge: 0:3, 1:3, 1:4, 3:4 (8.), 3:10 (17.), 8:10 (25.), 8:11, 10:11 / 10:13,12:14, 14:14 (37.), 14:16, 16:18, 17:18, 17:20, 21:20 (49.), 21:21, 22:21,24:23 (55.), 24:26 (58.), 25:26, 25:27.
Strafen: 4x2 Minuten gegen Dietikon-Urdorf – 7x2 Minuten gegen Frauenfeld.
Bemerkungen: HCDU ohne Rüegg (Militär) und Galli (verletzt),dafür erstmals wieder mit dem langjährigen Masseur Walti Herzig
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