Sonntag, 7. Februar 2010

Die Espoirs zeigen die Zähne - 17:7 gegen Pfäffikon

Krank, am kränkeln, am krank werden oder gerade auf dem Weg der Genesung - etwa so lässt sich die physische Konstitution der Espoirs derzeit festhalten. Keine guten Vorzeichen, auch wenn das Team im Vergleich zu den letzten Partien heute mit zwei Auswechselspielerinnen antreten konnte und beinahe im Überfluss schwelgte. Die Gegnerinnen wurden diese Saison bereits einmal souverän besiegt, deswegen schien die Ausgangslage dennoch als genügend um heute zwei Punkte zuhause behalten zu können.

Die Taktik heute hiess "Überfahren". Also hinten die Bälle gewinnen oder die Gegnerinnen in schlechte Wurfpositionen zwingen und danach ab die Post. Die Taktik war nicht schlecht, aber Pfosten, Latte und Goalie der Gegnerinnen hatten etwas gegen zu leicht erzielte Tore. So scheiterten die Espoirs in den ersten zwölf Minuten nicht weniger als sechs Mal am Pfosten, ebenso oft wie an der gegnerischen Torhüterin. Nicht erstaunlich, dass das Skore 1:2 lautete - ebenfalls nach zwölf Minuten. Nach dem Timeout rappelte es dann allerdings im Karton. Es wurde weniger die erste Welle gesucht als die zweite. Andrea zog jeweils geschickt zwei Spielerinnen auf sich und schuf so Platz für alle anderen. Dem Gegner gings nun definitiv zu schnell und die Gangart wurde zusehends ruppiger. Immer wieder verteidigte Pfäffikon in Richtung Gesicht, vom sonst sehr guten Unparteiischen jedoch nicht geahndet. Trotzdem liessen sich die Espoirs nicht beeindrucken und zeigten ihrerseits Zähne. Pfäffikon sollte in der restlichen Halbzeit nur noch zwei Tore gelingen, die Espoirs warfen immerhin noch deren sieben. Rechnet man die vier verworfenen Penalties und rund ein Drittel aller vergebenen 100%-Chancen hätten die Espoirs gut und gerne 15 bis 18 Tore erzielen können. So gingen die Teams "nur" mit 9:4 für den HCDU in die Halbzeit.

Nach der Halbzeit knüpfte der HCDU an die Leistung der ersten 30 Minuten an, während sich der Gegner zusehends in sinnloser Aggressivität verlor und darob das Handball spielen vergass. Nun ahndete der Schiedsrichter auch die Attacken gegen die Nase, was zum einen oder anderen Ausschluss führte. Leider war heute ein Penalty eine Strafe für den HCDU, weil von sechs Werferinnen niemand in der Lage war, den Ball ins Netz zu werfen. Entweder war die Torhüterin auf dem Posten oder der Pfosten verhinderte schlimmeres. Nach knapp 48 Minuten führten die Espoirs ungefährdet mit 14:4 - sprich, man hatte in der zweiten Halbzeit noch kein Tor erhalten. Das erste Tor in der zweiten Halbzeit kassierte Svenja vom Flügel und in einer Art, die eher nach "danebengreifen" ausgesehen hat als nach etwas anderem. Die Espoirs wurden noch das eine oder andere Mal rüde angegangen, allen voran Andrea, die heute das Spiel souverän im Griff hatte. Ihr griff man kurzerhand von hinten in den Wurfarm, wohlgemerkt nach dem Durchbruch. Die Espoirs liessen sich aber nicht provozieren, konzentrierten sich fortan ebenfalls auf eine härtere Gangart und gaben dem Gegner noch den einen oder anderen Abdruck mit nach Hause. Zum Schluss stands 17:7 - mit "hätte" und "wäre" wäre wohl auch ein 25:5 oder noch mehr dringelegen.

Aus den letzten drei Spielen gabs fünf Punkte und

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