Montag, 1. Februar 2010

HCDU ringt Uster nieder. 31:29-Exploit beim 1.-Liga-Leader

Durch das samstägliche Schneegestöber fanden die Limmattaler Handballer erst den Weg nach Uster – und dann auch noch jenen zum Sieg.
Sie stoppten Usters Erfolgsserie.
RUEDI BURKART «Im Kampf gegen den Abstiegzählt jeder Punkt, egal gegen wen.»
HCDU-Spielertrainer Sascha Schoenholzer sprach vor dem Auftritt beim souveränen Tabellenleader Klartext. Erwünschte sich einen ähnlichenAuftritt seiner Mannschaft wie zuletzt, als sie mit viel Leidenschaft zu Werke ging. Und zweimal gewann. Im Kampf gegen den Abstieg zählt schliesslich jeder Punkt und jedes Tor.
Die Limmattaler wussten zwar um die Stärken des Gegners vor allem im Tempospiel. Sie waren aber in den ersten Minuten nicht fähig, dagegenzuhalten. Konsequenz: Gleich zweimal mussten die Limmattaler in Unterzahlran, weil sie sich nur noch mit ungeschickten Fouls zu helfen wussten. Vor allem den bulligen Sandro Geiger (ehemals bei GC in der NLA) brachte man zu keiner Zeit unter Kontrolle. Der HCDU geriet zur Pause mit 14:17 in Rückstand, und es zeichnete sich ein Spielverlauf nach «Papierform» ab. Nach der Pause wechselten die Limmattaler zu einer etwas defensiveren Deckung und zusammen mit dem gut aufspielenden Torhüter Giusi Katicic(kam für Filippi) hielt man nun deutlich besser dagegen. Das Resultat war bemerkenswert: Aus dem Spiel heraus kamen die Ustermer kaum mehr zu Chancen. Im Angriff wechselten sich beim HCDU Licht und Schatten munter ab. Auf wunderschöne Tore folgten oft unnötige Fehlpässe.«Aber an Willen und Einsatzmangelte es nie», so Schoenholzer. Und plötzlich lagen die Limmattaler nach 40 Minuten mit zwei Treffern in Front. Wenig später mit 26:22. Überraschend souverän verteidigten die Gäste die Führung. Wenigstens bis kurz vor Schluss. Usters siebenfacher Torschütze Geiger nützte die technischen Fehler aus und brachte die Seinen mittels Gegenstosstoren bis 60 Sekunden vor dem Schlusspfiffauf einen Treffer heran. Interims-Coach Maag zog die Notbremseund nahm sein Timeout. Mit etwas Glück rettete sichder HC Dietikon-Urdorf über die restliche Spielzeit und durfteden dritten Sieg in Folge feiern. Natürlich zog das TrainerduoSchoenholzer/Maag nachdem Abpfiff ein positives Fazit:«Wir machen zwar noch sehr viel falsch und verhalten uns oft unclever. Aber die Mannschafthat begriffen, dass man in dieserLiga mit Wille und vollem Einsatz fast alles wettmachenkann.» Anders war die Gemütslage bei Walter Flessati. Usters Trainer war enttäuscht und meinte nur: «Unsere jungen Spieler können sich nur im Ernstkampf weiterentwickeln.»Gewinnt der HCDU auch amkommenden Sonntag gegen Wetzikon, kann man einigermassenruhig dem Saison-Schlussspurt entgegenblicken.
Uster - Dietikon-Urdorf 29:31 (17:14)
Buchholz. – 100 Zuschauer. – SR Hartmann, Meienberg.
Torfolge: 0:2, 4:3, 10:9, 15:11, 17:14 7 17:15,19:20, 22:26, 28:29, 29:31.
Strafen: Je 3-mal 2 Minuten.
Uster: Schärer, Bosshard; Bleuler (4), Cajochen(4), Flessati, B. Füglister (3), T. Füglister (4), Geiger(7), C.Grimm, R.Grimm (4/4), Häberli (2), Schlumpf(1), Vernier, Weber.
Dietikon-Urdorf: Filippi (1. bis 30.), Katicic (31. bis60.); Senn (4), Polozani (3/3), Imhof (9), Bühlmann,Tiefenauer (4), Wüthrich (2), Wiederkehr (3), Anderegg(5), Rüegg (1), Schoenholzer. Bemerkungen: Uster ohne Jud, Maag und Wyler (keine Freigabe von Stäfa).
Dietikon-Urdorf ohne Jenni (privater Anlass), Grendelmeier (Militär),Barben (verletzt), Kilchenmann und Coach Portmann(beide Zuschauer am EM-Finale), dafür mit Maag als Interims-Coach an der Seitenlinie.

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