Die 1.-Liga-Handballer von Dietikon-Urdorf unterliegen Wetzikon 25:26
VON RAPHAEL BIERMAYR
«Wir waren selbst schuld, dass es nochmals spannend wurde.» Ex-HCDU-Trainer Robin Gerber fasste kaum, was er von seinem aktuellen Team Wetzikon zu sehen bekommen hatte. In der ersten Halbzeit spielten die Oberländer souverän, führten mit sieben Toren Vorsprung (17:10). Doch es war ihnen offensichtlich etwas zu leicht von der Hand gegangen. Denn als die Limmattaler in der Deckung wieder Normalform erreichten und Torwart Josip Katicic die eine oder andere Parade gelang, schwammen die Gastgeber.
Dietikon-Urdorf fand über den Kampf zurück in eine Partie. «Wir hatten nichts mehr zu verlieren», fasste Trainer Sascha Schoenholzer die Ausgangslage nach 30 Minuten treffend zusammen. Er und Trainerkollege Stefan Konkol schickten die junge Garde auf das Feld. Und plötzlich liefs wie am Schnürchen. Die ersten vier Treffer nach dem Seitenwechsel erzielten die Limmattaler. Die starken Tarek Grendelemeier und Yves Barben gaben vorne und hinten den Ton an. Dank dieser Entlastung konnte sich Topskorer Daniel Imhof auf Geniestreiche konzentrieren. Wie in der 42. Minute, als er Torwart Marc Hofstetter mit einem ansatzlosen Handgelenkschlenzer zum 20:19 erwischte – der HCDU war endgültig wieder im Geschäft.
DIE WETZIKER SKORTEN in der Folge zweimal, waren aber verunsichert und sauer, auf sich selbst, aber auch auf die Schiedsrichter. Hofstetter drosch einen Ball mit voller Wucht gegen die Wand, wofür er zwei Minuten erhielt. Da bereits ein Akteur der Gastgeber draussen war, winkte die grosse Chance für die Limmattaler. Doch wie so oft agierten sie in Überzahl schwach, mussten einen Gegentreffer vom Siebenmeterpunkt hinnehmen und kassierten dabei auch gleich eine 2-Minuten-Strafe. Das 23:19 – die Vorentscheidung?
Mitnichten. Die Gäste behielten einen kühlen Kopf und kamen wieder heran. Philipp Wüthrich egalisierte das Skore erstmals seit dem 1:1 wieder zum (24:24/58.). Christian Eigenmann brachte die Gastgeber in Front, Oliver Anderegg glich zum 25:25 aus. Nach Raphael Guittons 26:25 hatten die Limmattaler den letzten Angriff. Wüthrich und Imhof scheiterten an Ersatztor-wart Fabian Schwendemann. Der HCDU stand wieder mit leeren Händen da. «Das ist schon bitter, für so eine tolle Leistung in der zweiten Halbzeit nicht belohnt zu werden», konstatierte Trainer Schoenholzer. Wäre es ihm lieber gewesen, als klarer Verlierer vom Feld zu gehen? «Auf keinen Fall. So haben wir Gewissheit, dass wir spielerisch nicht weit weg sind von Teams wie Wetzikon.» In der Tabelle allerdings trennen die beiden Teams nun satte zehn Zähler.
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