Freitag, 18. Februar 2011

H1: HCDU wirft Bälle und Punkte weg

Dietikon-Urdorf verliert gegen Frauenfeld mit 17:21

VON MAILA BERMEJO
Der Match ist abgepfiffen. Die Menge tobt. Die Spieler jubeln als wären sie gerade aufgestiegen. Die Frauenfelder Erstligisten hatten tatsächlich etwas zu feiern gestern Abend. Sie haben die rote Laterne abgeben können – und das ausgerechnet gegen den HCDU. Letzte Woche hatten die Limmattaler gegen Romanshorn noch grossartig aufgespielt, ganze 35 Tore sind gelungen. Gestern war wieder Tristesse angesagt: Der HCDU produzierte harmlose Schüsse und Passfehler en masse. Die 17 geschossenen Tore sprechen eine deutliche Sprache.
Das Spiel fing für die Gäste aus dem Limmattal schon unheilvoll an. Ganze fünf Minuten brachten sie kein Tor zustande. Da aber auch Frauenfeld nicht gerade brillanten Handball zeigte, stand es nach sieben Minuten «nur» 1:3 aus Sicht des HCDU. Das Unheil nahm seinen Lauf, als Andreas Jenni kurz darauf über seine eigenen Beine stolperte und mit Verdacht auf eine Bänderverletzung am Knie mit der Bahre vom Spielfeld getragen werden musste. Zwar schaffte Philipp Wallisch in der elften Minute den Ausgleichstreffer zum 5:5, doch die Freude währte nur kurz. Dank einer starken Torhüterleistung und Schützenhilfe des schwachen HCDU konnten die Frauenfelder bis zum Pausenpfiff auf 11:8 davonziehen.
Frauenfeld pushte sich in der zweiten Halbzeit immer weiter nach vorne und die Fans und die Spieler auf dem Feld zeigten sich zeitweise übermotiviert und aggressiv. Die schlechte Schiedsrichterleistung schürte die aufgeheizte Stimmung zusätzlich. Die Limmattaler konnten den kurzzeitigen Sechs-Tore-Rückstand zwar nochmals auf drei Tore verkürzen, doch für mehr reichte es nicht. Zu ungenau und zu harmlos agierte der HCDU im Angriff. Dietikon-Urdorf muss sich mit einer 17:21-Niederlage und dem neunten Rang abfinden.
«Die Chancenauswertung war miserabel», bilanzierte Trainer Sascha Schoenholzer nach der Partie. «Wir haben viele Bälle einfach weggeworfen. Anstatt uns mit einem Sieg ein bisschen mehr Luft zu verschaffen, steht uns das Wasser nun wieder bis zum Hals.»

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