Sonntag, 28. Dezember 2008

FU18 goes Kart - der etwas andere Matchbericht

Und wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Deswegen stand wieder ein Event zum Jahresabschluss auf dem Programm des FU18. Nach Eislaufen letztes Jahr wars diesmal eine etwas schnellere Sportart: Kart. Zwar war den meisten Spielerinnen nach knapp 20 Minuten Runden drehen ziemlich übel (dem Trainer übrigens auch), aber trotzdem kam der Spass nicht zu kurz.

Bereits bei der Erklärung des Profis, dass bei den Karts die Bremse links und das Gaspedal rechts sei, sah man an den Augen einiger Spielerinnen dass sie gedanklich nochmal checkten, dass rechts dort ist, wo man die Hand schüttelt. Manche mögen von einer bösartigen Unterstellung sprechen, aber die Geschehnisse auf der Bahn lassen die Vermutung zu, dass einige doch mit links begrüssen und verabschieden...

Das Warmlaufen entsprach dann tatsächlich einem Bekanntmachen mit Bahn, Banden und Gefährt. Jefi beispielsweise begrub ihren Kart mitsamt ihrem einen Schuh unter einem Reifenstapel, während andere die eine oder andere Pirouette drehten. Wieder andere übertönten das Quietschen der Räder durch ihr eigenes. Schliesslich war unter anderem Amira am Ende des Warm-Ups noch bekannt geworden, dass das Helmvisier als Schutz vor Gegenwind und herumfliegendem Reifenabrieb durchaus Sinn macht.

In der Qualifikation zum Final zeigten allen voran Corina und Marcella, dass sie sich auf Strassen durchaus wohlfühlen würden. Sie räuberten jeweils meisterhaft entlang der Randsteine. Schlussendlich qualifizierten sich neben Corina und Marcella auch noch Lea, Maja, Astrid und Wytti für den Final.

Astrid als sechste stapelte vor dem Final nocheinmal tief: Sie sei froh, dass sie im Finale dabei sei, mehr wolle sie nicht erreichen - und fuhr am Ende auf den dritten Platz. Marcella, die rasende Torhüterin , liess Lea, Corina und Maja nicht den Hauch einer Chance und legte einen heissen Reifen auf den Asphalt. Nur Wytti war noch ein Bitzeli schneller als sie. Und Lea musste nach der freudigen Aussage "hey ich han imfall mal 27 und öppis gha" etwas erstaunt feststellen, dass alle ausser Maja (die mehrheitlich die Aussicht genoss) schneller als sie gewesen waren.

Impressionen folgen in der "Fotos"-Rubrik des FU18.


Ranking:

1. Marco "Rocket Man" Wyttenbach 25.832 s
2. Marcella "Icegirl" Nocco 26.593 s
3. Astrid "Miss Understatement" Wehrli 26.808 s

4. Corina "Shriek 'n Squeak" Zbinden 27.008 s
5. Lea "Chatterbox" von Mühlenen 27.159 s
6. Maja "Enjoy the View" Kevic 28.119 s

nicht für den Final qualifiziert:

7. Jefimija "Crash Test" Cubrilo 30.383 s
8. Amira "last but not least" Linsi 30.894 s

Abwesend: Andrea, Krenare, Lorena, Martina (alle Ferien)

Montag, 22. Dezember 2008

Weihnachten unterm Strich

In der Nationalliga B trennten sich Dagmersellen und Dietikon-Urdorf 24:24 unentschieden
Nichts wurde aus dem anvisierten Sprung über den Strich. Trotz phasenweise überlegenem Spiel vergab der HCDU gestern den Sieg. Mit dem Remis war niemand glücklich.
VON RUEDI BURKART AUS DAGMERSELLEN Nach 14 Minuten hatte Dagmersellens Trainer Peter Kreyss ein erstes Mal genug. Er nahm sein Time-out und versuchte, seinem Team neues Leben einzuhauchen. Grund: Der HC Dietikon-Urdorf war den Gastgebern in jeder Beziehung überlegen, stand hinten sicher wie selten in dieser Saison und schoss vorne Tore. Rückraumspieler Andreas Jenni beispielsweise spielte in dieser Saison kaum besser als gestern in den ersten 15 Minuten – und verschwand danach in der Versenkung. Trotz vier fahrlässig vergebenen Chancen führten die Limmattaler nach knapp einer Viertelstunde mit 5:1. DREI MINUTEN vor dem Pausenpfiff musste HCDU-Coach Stephan Höhn seinerseits die Time-out-Notbremse ziehen. Zwar ging sein Team nach 20 Minuten mit 8:3 in Führung und war «virtuell» über den Strich gerutscht. Doch dann schoss Dagmersellen Tor um Tor. Die Limmattaler erlaubten sich ihrerseits in der Offensive unerklärlicherweise Fehler. Beim Seitenwechsel war der Vorsprung auf ein Tor geschrumpft. DIE ZWEITEN 30 MINUTEN waren ein Kampf auf Biegen und Brechen. Dietikon-Urdorf lag meistens im Vorsprung. Dass es am Schluss doch nicht zum dritten Sieg der Saison reichte, hatten sich die Limmattaler selbst zuzuschreiben. «Wir waren zu dumm», brachte es der enttäuschte Spielertrainer Sascha Schoenholzer auf den Punkt. Sein Team habe sich in der Schlussphase übertölpeln lassen und «nicht so gespielt, wie wir uns das vorgenommen haben.» So kam es, dass die Luzerner, angetrieben vom Heimpublikum, 21 Sekunden vor Schluss zum 24:24 ausglichen. Notabene mit einem umstrittenen Treffer. «Der Ball war nicht hinter der Linie», ärgerte sich HCDU-Goalie Carlo Filippi.
MIT DEM SCHLUSSPFIFF um 20.40 Uhr begann der siebenwöchige Meisterschaftsunterbruch. Nach ein paar Tagen Pause werden die Spieler des HCDU am 5. Januar 2009 wieder mit dem Training beginnen. Nicht mehr mit dabei sein wird dannzumal Marcel Scheurer. Der 25-jährige Kreisläufer absolvierte gestern sein vorläufig letztes Spiel für die 1. Mannschaft (die LiZ berichtete).
Dagmersellen - Dietikon-Urdorf 24:24 (8:9) Chrüzmatt – 200 Zuschauer – SR: Wyss, Zowa. Dagmersellen: Willimann, Küng; Meier (3), Wermelinger (2), Theiler, Kurmann (7), Felder (1), Bratschi (1), Silvan Graf (2), Ronald Graf (4), Sutter (1), Häfliger, Kaufmann (3/3), Merz.
HCDU: Filippi, Katicic; Affentranger (8/2), Scheurer (3), Baumgartner, Jenni (3), Imhof (2), Tiefenauer, Wiederkehr (2), Grendelmeier, Rüegg (3), Albrecht, Schoenholzer, Ruffiner (3). Torfolge: 0:2, 1:2, 1:5, 2:5, 3:6, 3:8 (20.), 6:8, 6:9, 8:9 / 8:10, 10:10, 10:13, 11:14, 12:15, 14:15, 14:16, 16:16, 16:19 (50.), 17:20, 19:22 (53.), 21:23, 23:23, 23:24, 24:24.
Strafen: 4 x 2 Minuten gegen Dagmersellen - 3 x 2 Minuten gegen Dietikon-Urdorf. Bemerkungen: Dagmersellen ohne Frauchiger, Stettler, Lischer (alle verletzt) – Dietikon-Urdorf ohne Anderegg und Wüthrich (beide verletzt) - Willimann hält Siebenmeter von Imhof (14./1:5).

Mittwoch, 17. Dezember 2008

HSG Limmattal bleibt punktlos

Handball Bittere 22:26-Heimniederlage gegen die abgezockten Basel Titans
Und wieder nichts. Auch im elften Spiel in der Elite-Klasse zogen die U21-Junioren der HSG Limmattal den Kürzeren. «Natürlich erhofften wir uns gegen Basel den ersten Erfolg der Saison», so Trainer Stefan Maag nach der Partie. Der Grund: Die Basler überzeugten in den vorangegangenen Partien aufgrund vieler Verletzungen in keinster Weise. Was auch für die Limmattaler zu sprechen schien: Die Titans reisten mit nur einem Akteur aus dem aktuellen NLA-Kader sowie einem Reservespieler aus dem 1.-Liga-Kader an. Doch schon die Startphase verhiess nichts Gutes für die Limmattaler. Sie begannen die Partie vor eigenem Publikum sehr unkonzentriert und wirkten fahrig. «Im Angriff gelang uns nicht viel und die offensive Verteidigung konnte nicht die erhofften Ballgewinne beisteuern», so der enttäuschte Trainer Maag. Basel nützte die Unzulänglichkeiten routiniert aus und ging schnell mit fünf Toren in Führung. Die Umstellung auf eine Manndeckung auf den Basler Topskorer Ivan Golubovic brachte dann aber zumindestens in der Verteidigung Besserung. Zur Pause führte Basel weiterhin mit fünf Treffern Differenz – 14:9.

Am Schluss blieb nur die Enttäuschung

Mit Beginn der zweiten Halbzeit begann es auch im Angriff besser zu laufen. Und siehe da, plötzlich lagen die Gastgeber nur noch mit zwei Treffern zurück (17:19). «Doch dann scheiterten wir zu oft am gegnerischen Goalie oder trafen nur an den Pfosten», so Maag. In Zahlen: Total vier verschossene Siebenmeter und rund ein Dutzend «Alutreffer» verunmöglichten es den Limmattalern, das Spiel noch zu wenden. In der Schlussphase legten die Basler einen Zahn zu und vergrösserten den Vorsprung schliesslich auf vier Treffer Differenz zum Schlussresultat von 22:26 aus Limmattaler Sicht. Trotz der bisher knappsten Niederlage der Saison waren die Limmattaler nach dem Spiel sehr enttäuscht. «Ein Sieg gegen Basel wäre mit einer guten Leistung Pflicht gewesen», so Stefan Maags Resümee. In der Tabelle steht die HSG Limmattal mit 11 Niederlagen aus ebenso vielen Partien und einer Tordifferenz von minus 184 zu Buche. Die letzte Partie vor dem Jahreswechsel – und dem dreiwöchigen Meisterschaftsunterbruch – bestreitet das Maag-Team am kommenden Samstag auswärts beim verlustpunklosen Spitzenreiter St. Otmar/Gossau. (SM/RUBU.)

HSG Limmattal – Basel Titans 22:26 (9:14) Zen trumshalle – 50 Zuschauer – SR: Salah, Brunner.

HSG Limmattal: Arnet, Simic, Beltrami, Lohner (1), Senn (3), Schlienger (1), Bühlmann (1), Wicki, Romer (5/2), Hari (4), Tremp (3), Wüthrich (3), Rösli (1), Assenberg.

Basel: Jäggi, Geiser (9), Golubovic (5), Hofer (3), Lesic (2), Meier (5), Thurneysen (2), Trächslin. Strafen: 6 x 2 Minuten gegen die HSG Limmattal – 5 x 2 Minuten gegen die Basel Titans.

Montag, 15. Dezember 2008

HCDU: Und wieder nichts

In der Nationalliga B gabs eine 25:27-Niederlage gegen Yellow

VON RUEDI BURKART Am Schluss blieb einmal mehr nur der Frust. Zum wiederholten Mal resümierte HCDU-Spielertrainer Sascha Schoenholzer: «Eine gute Leistung meiner Mannschaft. Wir waren nahe dran an der Überraschung.» Aber eben. Ganz gereicht hatte es auch gestern nicht für einen «Big Point» im Abstiegskampf. Die Partie vom kommenden Samstag bei Dagmersellen (gestern 20:28 in Steffisburg) wird somit zum Schicksalsspiel.

ZUM GESTRIGEN SPIEL: Mit einer unglaublichen Willensleistung boten die Limmattaler dem Favoriten während einer Halbzeit Paroli. Ihre «Lebensversicherung» im Rückraum, Nachwuchs-Nationalspieler Jonas Affentranger, sass ab der fünften Minute mit einem schmerzenden Fuss bis kurz vor Schluss auf der Bank. Das Ref-Duo pfiff in den ersten 20 Minuten nicht weniger als sieben Siebenmeter gegen sie. Und Topskorer Daniel Imhof hatte nach seinen Ferien Anlaufschwierigkeiten. Egal! Der HCDU lag nach den ersten 30 Minuten sensationell mit 13:8 in Führung. Der Grund: Kreisläufer Marcel Scheurer zeigte in seinem letzten NLB-Heimspiel (LiZ von gestern) eine vorzügliche Leistung und erzielte wichtige und wunderbar herausgespielte Tore. Und dann die Torhüter! Carlo Filippi hexte die Winterthurer ebenso ins Elend wie Giusi Katicic. Der Teufelskerl brachte mit seinen Reflexen die Gäste zur schieren Verzweiflung. Sechsmal scheiterten die Winterthurer in Halbzeit 1 vom Siebenmeterpunkt. Ein Zeichen für Überheblichkeit. Da fiel es auch nicht ins Gewicht, dass der HCDU bei eigener doppelter Überzahl in der 22. Minute einen Gegentreffer kassierte.

NACH DEM SEITENWECHSEL war alles anders. «Natürlich wussten wir, dass Yellow reagieren würde», so Schoenholzer. Und wie sie das taten. Die Gäste streiften ihre Nonchalance ab, der HC Dietikon-Urdorf schien von einer Minute auf die andere die viel zitierte Angst vor dem Sieg zu kriegen. Überhastete Abschlüsse und Fehler in der Vorwärtsbewegung luden die Gäste förmlich zu Tempogegenstössen ein. So lagen die Winterthurer nach 42 Minuten erstmals in Führung (16:15). Der HCDU legte nochmals nach und ging wiederholt in Front (Grendelmeier nach 45 Minuten zum 18:17). Doch dann war Schluss. Yellow Winterthur riss die Partie an sich, vermochte ein letztes Aufbäumen der Gastgeber zu kontern und sicherte sich damit den 27:25-Erfolg.

Dietikon-Urdorf - Yellow Winterthur 25:27 (13:8) Zentrumshalle, Urdorf – 120 Zuschauer –

SR: Jergen, Zaugg.

Dietikon-Urdorf: Filippi, Katicic; Baumgartner, Imhof (3/1), Affentranger (5/3), Jenni (2), Wiederkehr, Scheurer (9), Rüegg (1),Schoenholzer (2/1), Grendelmeier (2), Tiefenauer (1), Barben, Polozani.

Yellow Winterthur: Böhny, Kindler; Bay (4), Gehrig (2), Graf (1), Hauser, Stefan Hochreutener (2), Roland Hochreutener (6), Huber (2/1), Kleeli, Läng (4/4), Meili, Müller (2), Steiner (4).

Torfolge: 0:2, 1:2, 1:3, 2:4, 3:5, 4:6, 8:6, 9:7, 11:8, 13:8 /13:9, 14:10, 14:14, 15:14, 15:16, 16:17, 18:17, 18:21, 19:21, 19:23, 22:23 (56.), 22:25, 23:25, 23:26, 24:27, 25:27.

Strafen: 8 x 2 Minuten gegen Dietikon-Urdorf – 6×2 Minuten gegen Yellow Winterthur. Bemerkungen: Dietikon-Urdorf ohne Albrecht, Anderegg, Galli, Wüthrich – Huber verschiesst Penalty (4./1:2), Graf verschiesst Penalty (8./3:4), Bay verschiesst Penalty (11./3:5), Katicic hält Penalty von R. Hochreutener (14./6:6), Katicic hält Penalty von Meili (15./7:6), Katicic hält Penalty (24./9:8), Böhny hält Penalty von Imhof (34./14:10) – vor der Partie wird Kreisläufer Marcel Scheurer offiziell verabschiedet.

Sonntag, 14. Dezember 2008

FU18: HV Olten - HCDU 25:13 (14:5)

Von einer sehr zahmen Seite zeigte sich heute das FU18 des HCDU. Nach einer kleinen Odyssee zur Halle lief es bis zum 2:2 nach rund 7 Minuten relativ gut. Schnell wurde aber klar, dass sich der Kantiball des Vorabends doch stärker bemerkbar machte als manch eine Spielerin vermutete. Ein Konzentrationsfehler nach dem anderen in den verschiedensten Ausprägungen machten es dem HV Olten relativ leicht: Fehlpässe direkt in die Hände der Gegenspielerin, fehlende Härte in der Defensive, Abschlüsse nach dem Prinzip "Hoffnung" und mangelhafte Laufarbeit im Angriff. Hätte nicht Nocco im Tor einen sehr guten Tag erwischt, wäre der Rückstand zur Pause grösser gewesen als 9 Tore.

Nach der Pause lief es etwas besser. Das Spiel konnte mehr oder weniger ausgeglichen gehalten werden, wobei Polozani und von Mühlenen je drei Holztreffer landeten. Man darf aber trotzdem nicht die Tatsache leugnen, dass es der HCDU selbst mit einer sehr guten Leistung schwer gehabt hätte, Punkte aus Olten zu entführen. Der Gegner war sehr gut organisiert und liess beinahe keine zwingenden Chancen zu.

Die Möglichkeit dem HV Olten ein Bein zu stellen wird sich aber wieder ergeben. Rang 5 reicht dem HCDU zur Qualifikation für die Meisterrunde, wo die 5 besten FU18-Teams des Aargaus im nächsten Jahr eine Doppelrunde gegeneinander spielen werden. Saisonziel Nummer 1 ist damit erreicht. Das Team hat aber mehr als bloss ein Saisonziel.

HV Olten - HCDU 25:13 (14:5)
HCDU: Nocco (1. - 60.), Clematide (1), Zbinden (1), Polozani (6/1), von Mühlenen (2), Kevic (1), Stehrenberger (1), Linsi, Cubrilo, Wehrli, Brajkovic, Fischhaber (1)
Bemerkungen: von Mühlenen verschiesst Penalty (52.; 22:11), Fischhaber mit ansprechender Leistung nach 8 Monaten ohne Handball.

Montag, 8. Dezember 2008

Nur die Moral ist konkurrenzfähig

Dietikon-Urdorf unterliegt Horgen in der NLB mit 25:30
Dank seiner Moral geht der HCDU in Horgen nicht unter. Spielerisch waren die Limmattaler chancenlos. Auch sieben 2-Minuten-Strafen gegen die Gastgeber in der ersten Halbzeit konnten sie nicht nutzen, um wenigstens an der Überraschung zu schnuppern.
VON RAPHAEL BIERMAYR Horgen und Dietikon-Urdorf sind zwar in derselben Liga – spielerisch gesehen liegen zwischen diesen Teams allerdings Welten. Dass die Mannschaften an der Spitze mit denen am Ende der Tabelle nicht viel gemeinsam haben, ist bekannt. Wie sich der Unterschied auf dem Spielfeld darstellt, vermag jedoch stets aufs Neue zu verblüffen.
DIE PARTIE GESTERN ABEND war ein Beispiel dafür. Die drittplatzierten «Seebuben» kassierten in der ersten Halbzeit sieben (!) 2-Minuten-Strafen, die abstiegsbedrohten Gäste aus dem Limmattal keine einzige. Die Bilanz auf der Anzeigetafel war dennoch ernüchternd: Horgen gewann den ersten Durchgang mit 16:11 und erzielte sechs Unterzahltore, eines davon gar mit zwei Mann weniger. Der HCDU brachte es trotz zeitweise zwei Minuten doppelter Überzahl auf gerade einmal drei Treffer bei ungleichem Spielerbestand.
DIE LIMMATTALER MACHTEN das Beste aus ihrer Situation, die wegen der ferienbedingten Absenz von Topskorer Daniel Imhof von Beginn weg wenig aussichtsreich war. Mit individuellem Sondereffort (der nominelle Kreisläufer Marcel Scheurer erzielte seine Tore auch aus dem Rückraum oder gar von der Flügelposition) und dem starken Torhütergespann Carlo Filippi/Josip Katicic hielt sich der Rückstand in Grenzen.
GEFäHRDEN KONNTEN SIE den Sieg der Gastgeber nie. Als die Horgner zwischen der 44. und 46. Minute fast zwei Minuten mit zwei Mann mehr agieren konnten, machten sie mit drei Toren den Sack endgültig zu (24:16) und steuerten in Richtung einer Demütigung, die durch ein «Goaliegoal» von Dominique Anderes noch unterstrichen wurde. Doch den Gefallen des Aufgebens tat ihnen der HCDU nicht. Die Moral stimmte und damit auch der Einsatz. In der Schlussphase nutzten die Gäste den grosszügigen Platz für Resultatkosmetik. Sie markierten von der 55. bis zur 60. Minute fünf Tore en suite zum 29:25. Den Schlusspunkt zum 30:25 setzte mit dem überragenden Fabian Schwitter wieder ein Horgner – bezeichnenderweise in doppelter Unterzahl. Zufrieden war Schwitter allerdings keineswegs, er sprach von «einer eher unterdurchschnittlichen Leistung» seines Teams.
ZU ALLEM ÜBERFLUSS aus Sicht des HCDU gewannen gestern mit Dagmersellen und Stans gleich zwei direkte Kontrahenten im Abstiegskampf jeweils überraschend. Damit die Limmattaler nicht auf einem Abstiegsplatz ins neue Jahr müssen, sind aus den letzten Partien vor dem Jahreswechsel gegen Winterthur und insbesondere Dagmersellen Punkte gefordert. Horgen - Dietikon-Urdorf 30:25 (16:11) Waldegg
– 200 Zuschauer – SR: Baggenstos, Lütolf.
Horgen: Sigrist, Anderes (ab 31./1!); Graf, Portmann, L. Reiser (5/2), Schwitter (5), Stapfer (2), Kuhn (6), C. Reiser (6/1), Peci (2), Rosano (1), Kaufmann, Mackintosh, Pietsch (2).
Dietikon-Urdorf: Filippi, Katicic (ab 31.); Affentranger (9/2), Baumgartner (2), Jenni (1), Scheurer (5), Wiederkehr (1), Rüegg (2), Schoenholzer (3), Albrecht, Polozani, Barben (2), Romer.
Torfolge: 1:0, 1:1, 3:1, 4:3, 7:3 (11.), 10:7, 14:8, 16:11 / 16:12, 20:16, 24:16 (46.), 26:19, 29:20 (55.), 29:25 (60.), 30:25.
Strafen: 12 x 2 Minuten inklusive Disqualifikation (L. Reiser/60.) gegen Horgen – 3 x 2 Minuten gegen Dietikon-Urdorf.
Bemerkungen: Dietikon-Urdorf ohne Imhof (Ferien) – Filippi hält Siebenmeter von Kuhn (3,) – Sigrist halt Siebenmeter von Affentranger (17.) und Polozani (24.).

Sonntag, 7. Dezember 2008

FU18: HCDU - Handball Zurzibiet 15:20 (10:10)

Die Mädchen des HCDU können sehr gut Handball spielen. Das zeigten sie heute während gut 40 Minuten, streckenweise auf eindrückliche Art und Weise. Der Tabellenführer aus dem Aargau wurde in der ersten Halbzeit in der Verteidigung an den Rand der Verzweiflung gebracht wie tags zuvor die Frickerinnen. Etwas überrascht musste man sogar feststellen, dass die Frickerinnen spielerisch einen etwas besseren Eindruck hinterliessen. Ein Grund mehr um die gute Leistung in zwei Punkte umzumünzen.

Immer wieder gelang es Polozani entweder von der Mitte aus ihre Mitspielerinnen zu lancieren, selber den Wurf zu suchen oder den Ball selbst vom Flügel ins hohe Eck zu zimmern. Gleiches gelang nicht allen Leistungsträgerinnen, weshalb der HCDU immer leicht in Rückstand lag, kurz vor der Pause aber einige Chancen hatte um in Führung zu gehen. Zbinden's Würfe waren ungewohnt drucklos und unpräzise, von Mühlenen blieb mit ihren 1:1-Aktionen mal für mal hängen und auch Clematide, Linsi und Stehrenberger erwischten nicht den besten Tag. Gleichzeitig muss aber festgehalten werden, dass die beste Akteurin auf Seiten der Aargauerinnen im Tor stand. Mit dem Ergebnis von 10:10 ging es in die Pause.

In den ersten 5 Minuten legte der HCDU wieder einen Zwischenspurt hin und hätte die Chance gehabt, auf 3 Tore wegzuziehen. Plötzlich riss der Faden, die Verteidigung liess in der Aggressivität nach und bei Nocco zeichnete sich immer mehr ab, dass sie einen ganz schwarzen Tag erwischt hatte. Wurfpositionen aus der Mitte wurden zugelassen und Nocco griff jedes Mal unglücklich daneben. Im Angriff gelang zur gleichen Zeit gar nichts mehr. Während rund 15 Minuten gelang dem HCDU kein einziges Tor, nicht einmal aus zwei Siebenmetern heraus. Die logische Folge war, dass aus einem 12:10 nach 35 Minuten ein 12:18 nach 50 Minuten wurde.

Dem HCDU bleibt die bittere Erkenntnis, dass die besten FU18-Teams des Aargaus durchaus in Reichweite liegen. Was es braucht ist eine konstante Leistung auf hohem Niveau um gegen diese Teams zu punkten. Dass das FU18 das notwendige Können auf jeder einzelnen Position hätte, konnte vor allem in den letzten beiden Spielen angedeutet werden. Dass die Konstanz fehlt, wurde aber leider auch gezeigt. Letzteres hat aus vier möglichen Punkten eine null gemacht.

HCDU - Handball Zurzibiet 15:20 (10:10)
HCDU: Nocco, Clematide (2), Zbinden (3), Polozani (6/1), von Mühlenen (1), Stehrenberger (1), Linsi (1), Brajkovic (1), Wehrli, Cubrilo
Bemerkungen: Nocco hält einen Penalty (55.; 14:18), Polozani und Zbinden verschiessen je einen Penalty

Samstag, 6. Dezember 2008

FU18: TSV Frick - HCDU 18:16 (10:6)

Niederlagen sind nur dann nicht schlimm, wenn die Leistung trotzdem gut war. Gegen Frick verliess der HCDU den Platz erhobenen Hauptes.

Die letzten 3 Partien dieses Jahres bestreitet das FU18 des HCDU gegen die Tabellenspitze. Mit dem TSV Frick wartete heute punktemässig das schwächste der drei generischen Teams. Vier Spielerinnen aus dem Kader der Frickerinnen stehen aber immerhin in der aktuellen ersten Mannschaft in der 1. Liga.

Nicht besonders beeindruckt davon gab sich der HCDU - und das während 60 Minuten. In den ersten 10 Minuten fielen beinahe keine Tore. Das Spiel war allerdings alles andere als langweilig. Auf beiden Seiten gab es fast keine technischen Fehler und mehrere Holztreffer. Es entwickelte sich in den ersten Minuten ein spannendes und unterhaltsames Spiel, das sich zugunsten der Frickerinnen zu entwickeln schien. Obwohl die hervorragende Deckung kaum gute Wurfpositionen zuliess und Stehrenberger im Tor alles was nicht präzise genug geworfen wurde entschärfte, schaffte es der TSV mit 6:3 nach 18 Minuten davonzuziehen. Die Dietikerinnen steckten nicht auf und schlossen wieder zum 6:6 auf, verloren aber den Faden auf hohem Niveau kurz vor der Pause wieder und lagen nach 30 Minuten mit 10:6 hinten.

In der Pause schienen die richtigen Worte gefallen zu sein. Nach nur gerade fünf Minuten war das Spiel wieder ausgeglichen und blieb bis kurz vor Schluss auf Messers Schneide. Dass es schlussendlich trotz der besten Saisonleistung in dieser sehr spannenden Partie nicht für 2 Punkte reichte, muss auf etwas Pech und rund ein Dutzend ungeschickte oder etwas vorschnelle Abschlussversuche zurückgeführt werden.

Extrem positiv und sehr gut sichtbar waren die Fortschritte im Vergleich zu den letzten beiden Spielen - individuell wie auch im Zusammenspiel. Der Druck von der linken Seite ist jeweils enorm, die Sperren stehen richtig und werden genutzt, die Würfe aus der zweiten Reihe werden in die Maschen gehauen und die Verteidigung steht aggressiv und sehr stabil. Dass all das kein Zufall war kann das FU18 morgen Sonntag beweisen, wenn der HCDU den Versuch antritt um dem Tabellenführer Handball Zurzibiet die erste Saisonniederlage beizubringen.

TSV Frick - HCDU 18:16 (10:6)
HCDU: Stehrenberger; Clematide (2), Zbinden (3), Polozani (7/1), von Mühlenen (3), Linsi, Kevic (1), Wehrli, Brajkovic
Bemerkungen: Stehrenberger hält Penalty (54. / 16:14) - HCDU ohne Cubrilo und Nocco (Arbeit) - gute Schiedsrichterleistung, sehr faires Spiel

Sonntag, 30. November 2008

FU18: TV Zofingen - HCDU 13:13 (3:6)

Das FU18 grüsste vor dem Spiel in Zofingen nach Verlustpunkten vom zweiten Tabellenrang. Die Siege fallen jeweils knapp aus, sind aber auch nicht unverdient. Gegen den TV Zofingen, die gemessen an den bisherigen Resultaten als "schlagbar" galten, reiste der HCDU mit einem Rumpfteam von nur 8 Spielerinnen an. Andrea Stehrenberger erklärte sich bereit, das Tor zu hüten und die ehemalige Spielerin Mirjam Baumgartner liess sich dazu motivieren, das Team zu unterstützen als siebte Feldspielerin.

Entgegen den ungünstigen Vorzeichen zeigte der HCDU vor allem in der Verteidigung eine sehr solide Leistung. Es ging kaum ein Zweikampf verloren, den Gegnerinnen wurden nur schlechte Wurfpositionen ermöglicht. Hinzu kam, dass sich Stehrenberger im Tor sehr gut zurechtfand und so die besten Chancen der Gastgeberinnen zunichte machte. Es dauerte aber wieder etwas länger, bis sich der Angriff auf die Gegnerinnen eingestellt hatte. Sehr lange stand es 3:3 bis endlich etwas Tempo ins Spiel der Zürcherinnen kam und sie mit einem kurzen Zwischenspurt auf 6:3 davonzogen.

Nach der Pause stellte der TV Zofingen die Verteidgung um und liess die 3 Rückramspielerinnen Polozani, Zbinden und Wehrli beinahe manndecken. Die Massnahme verfehlte ihre Wirkung nicht: plötzlich stand es 6:8 aus Sicht des HCDU. Gleichzeitig brachte das Spiel mit Linsi und Cubrilo am Kreis nicht den gewünschten Effekt. Zuviel Klein-Klein-Spiel und zu wenig clever gingen die Dietikerinnen immer wieder in den Abschluss, anstelle den Ball und auch die Spielerinnen laufen zu lassen. Weil auch der TV Zofingen das Tempo nicht hoch halten konnte, schlossen die kämpferisch gut eingestellten Dietikerinnen wieder auf 10:10 auf und hätten mehrere Chancen gehabt, um die Führung wieder zu übernehmen.

Mit viel Kampfgeist erreichte der HCDU doch noch das verdiente Unentschieden, wobei aus der Partie mehr hätte resultieren müssen als bloss 13 Tore und ein Punkt. Stehrenberger hielt alle möglichen Würfe inklusive allen vier Penalties. Die Abpraller fanden jedoch immer den Weg zu einer gegnerischen Spielerin, die nicht mehr viel Mühe hatten, ein Tor zu markieren. Das dürfte der Hauptgrund sein, weshalb die Dietikerinnen nicht beide Punkte aus dem Aargau mit nach Hause nehmen konnten.

TV Zofingen - HCDU 13:13
HCDU: Stehrenberger (1.-60.); Clematide (2), Zbinden (3), Plozani (4/1), Wehrli (2), Linsi (1), Cubrilo (1), Baumgartner
Bemerkungen: Stehrenberger hält alle vier Penalties; Zbinden schiesst Penalty an den Pfosten (46.; 10:10)

Freitag, 28. November 2008

Handball Limmattaler Sieg im Trainingsspiel

Die in der Elite-Meisterschaft punktelose U21-Mannschaft der HSG Limmattal feierte ein Erfolgserlebnis. In einem Trainingsspiel gewann das Team von Trainer Stefan Maag gegen den souveränen Leader der Inter-Meisterschaft, Wasserschloss, mit 31:25 (13:11). Die Spieler der HSG Limmattal begannen fehlerhaft, erst ab der 10. Minute sank die Fehlerquote im Angriff, und die Deckung stabilisierte sich. Nach der Pause schalteten die Limmattaler nach einer kurzen Baisse einen Gang höher und gewannen vor allem dank konsequent ausgeführten Gegenstössen. Das Fazit von Trainer Maag: «Wir müssen aber weiter hart arbeiten, um die Lücke zu den Elite- und Spitzenteams schliessen zu können. (SM/RUBU.)

HSG Limmattal - Wasserschlos 31:25 (13:11)
HSG Limmattal: Arnet, Simic, Assenberg (1), Beltrami, Grond, Hari (6), Lanz (1), Lohner (1), Schlienger (1), Rösli (1), Senn (3),Tremp (6), Romer (6/1), Wüthrich (5/1), Wicki.

Mittwoch, 26. November 2008

Diesmal keine Steigerung

Nach der guten Leistung gegen die Kadetten bezogen die ersatzgeschwächten U21-Elitejunioren des HC Dietikon-Urdorf in Moutathal wiederum eine klare Abfuhr. Nach etlichen Fehlern liess ein direkt verwandelter Freistoss zum Pausenstand von 17:10 die Moral der Limmattaler weiter sinken. Das kurze Aufbäumen in der zweiten Halbzeit machten die Gäste mit ganz schwachen letzten drei Minuten wieder zunichte – 37:24. (LIZ)
Muotathal - HSG Limmattal: 37:24 (17:10)
Muotathal: M. Betschart; A. Betschart (1), T. Andrey (6), Bächtold (1), H. Betschart (2), Christen (2), Föhn (6), S. Heinzer (1), M. Heinzer (7), Huwiler (11), Imhof, Oechslin, Schelbert. Limmattal: Arnet, Simic (ab 31.); Assenberg, Beltrami, Chan, Hari, Lanz (2), Romer (4/2), Rösli, Senn (8), Tremp (2), Wicki (4/2), Wüthrich (4).

Montag, 24. November 2008

HCDU gibt rote Laterne ab

NLB-Handball 35:29-Sieg gegen Grauholz zum Abschluss der Vorrunde
Der HC Dietikon-Urdorf kann also doch gewinnen. Gestern meldeten sich die Limmattaler mit einem verdienten Heimsieg zurück im Geschäft.

RUEDI BURKART Achtung, fertig, los! Trotz der brisanten Ausgangslage hielten sich beide Mannschaften nicht lange mit Abtasten auf. Besonders gut aufgelegt auf Limmattaler Seite waren in der Startphase vor allem Jonas Affentranger (trotz zeitweiser Manndeckung) und Andreas Jenni. Die beiden sorgten mit ihren Treffern für erste Jubelstürme. Ein Aufreger dann in der 9. Minute – HCDU-Youngster Tarek Grendelmeier sah nach einer «Notbremse» zu Recht die rote Karte. Die Gastgeber liessen sich darob nicht beirren, langten vor dem eigenen Tor weiterhin kompromisslos zu. Eine kurze Schwächephase vor dem Seitenwechsel steckten sie weg. Und bauten den Vorsprung auf 18:14 aus.

Nach dem Seitenwechsel machten die Limmattaler kurzen Prozess. Mit einem hervorragend agierenden Goalie Carlo Filippi im Rücken konterten sie die behäbig wirkenden Berner förmlich aus. Daniel Imhof und der aus der 2. Mannschaft aufgebotene Flügelspieler Rinaldo Ruffiner sorgten quasi im Alleingang für die Zehntore-Führung nur sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff (26:16). Als ob sie den zweiten Sieg der Saison bereits im Trockenen hätten, liessen die Limmattaler in ihrer Konzentration nach. Sie konnten sich bei ihrem glänzend disponierten Goalie Filippi bedanken, dass Grauholz 13 Minuten vor Schluss nur auf 30:24 verkürzen konnte. Fast schon unglaublich, was der Teufelskerl im HCDU-Kasten alles hielt. Schliesslich war es Spielertrainer Sascha Schoenholzer vorbehalten, die siebenminütige Torflaute der Limmattaler mit dem Treffer zum 31:24 zu beenden (49.). Und die Partie endgültig zu entscheiden. Nach dem Schlusspfiff war auf Limmattaler Seite vor allem eines zu spüren – Erleichterung. «Hätten wir nochmals verloren, dann wäre es ziemlich schwierig geworden», so Schoenholzer. Und mit Blick auf den aus den Ferien zurückgekehrten Kreisläufer Marcel Scheuer: «Man hat wieder einmal gesehen, wie wichtig er für uns ist.» Still und leise genoss ein anderer den Sieg. Flügelspieler Rinaldo Ruffiner, normalerweise in der 2. Mannschaft im Einsatz, brachte mit seinen Rushes viel Bewegung in die Offensive. Auf die Frage, ob er nun definitiv in die 1. Mannschaft zurückkehrt, meinte Schoenholzer schmunzelnd: «Also, ich hätte ihn gerne dabei.»

Dietikon-Urdorf - Grauholz 35:29 (18:14) Stadthalle, Dietikon – 150 Zuschauer – SR: Wick, Bernet.

Dietikon-Urdorf: Filippi, Katicic; Baumgartner, Affentranger (8/3), Rüegg (2), Wiederkehr (2), Jenni (2), Grendelmeier, Albrecht, Ruffiner (4), Schoenholzer (6/2), Imhof (7/1), Scheurer (4).

Grauholz: Weber, Baillif; Baumgartner (5), Brechbühl (1), Graf, Hutmacher (2), Mühlemann, Othman, Rosser (7), Sieber (11/6), Stiffeler (3), Weingart, Zehnder.

Torfolge: 1:0, 1:1, 3:1, 5:2, 5:4, 6:5, 8:5, 9:6, 11:8, 12:9, 12:13 (23.), 16:13 (27.), 16:14, 18:14, /20:14, 20:16, 26:16 (37.), 26:18, 28:19, 30:20 (43.), 30:24, 32:24, 32:27 (56.), 34:28, 34:29, 35:29.

Strafen: 6 x 2 Minuten plus rote Karte (Grendelmeier, 8./5:4) gegen Dietikon-Urdorf – 2 x 2 Minuten gegen Grauholz.

Bemerkungen: Dietikon-Urdorf ohne Anderegg, Barben, Tiefenauer und Wüthrich sowie Polozani (nur auf der Bank), dafür erstmals in dieser Saison mit Rinaldo Ruffiner (2. Mannschaft) – Baillif hält Siebenmeter von Affentranger (19./12:9).

Sonntag, 23. November 2008

FU18 vs. HSC Suhr Aarau Buchs 2

Nach einem spielfreien Wochenende musste das FU18 des HCDU wieder antreten. Diesmal gegen den HSC Suhr Aarau Buchs 2, der punktgleich mit dem TV Zofingen auf dem letzten Tabellenrang lag.

In den ersten Minuten konnte sich vor allem die junge Lea von Mühlenen immer wieder gut in Szene setzen. Mit ihren Täuschungen und präzisen Würfen war sie bis zum Ende der Partie eine der Stützen des Teams. Nicht zu den Stützen gehörte an diesem Nachmittag die Verteidigung. Die fehlende Aggressivität in der Verteidigung führte dazu, dass der Gegner meist aus zu guten Positionen zum Wurf kam und Wehrli im Tor keine Abwehrchance liess. Trotzdem schaffte es der HCDU, mit einem Vorsprung von 5 Toren in die Pause zu gehen.

Nach sehr schwachen 10 Minuten im 3:3-Verteidigungssystem, in welchen der vermeintlich laufschwächere HSC wieder bis auf 2 Tore aufschliessen konnte, wurde wieder auf ein defensives 6:0 umgestellt. Dennoch konnte sich der HCDU vorerst nicht entscheidend absetzen. Nach wie vor fehlte es der Deckung an Aggressivität. Erst eine etwas unorthodoxe 4:2-Deckung verschaffte den Dietikerinnen den nötigen Schwung, um die vorentscheidenden 4 Tore Differenz zu schaffen.

Besonders positiv aufgefallen waren Jefimija Cubrilo, die mehrere verloren geglaubte Bälle zurückerobern konnte wie auch Lea von Mühlenen, die endlich zeigte, wie gross ihr Potential ist. Mit der Teamleistung insgesamt kann man trotzdem nicht nur zufrieden sein. Hätte der Gegner heute nicht HSC Suhr Aarau Buchs 2 geheissen sondern HV Olten oder TSV Frick hätte es wohl eine klare Niederlage abgesetzt.

HCDU - HSC Suhr Aarau Buchs 25:23
HCDU: Wehrli (1.-60.); Brajkovic, Clematide (3), Cubrilo (2), Zbinden (5/1), Polozani (6/1), Stehrenberger (2), Linsi (1/1), von Mühlenen (6)
Bemerkungen: Brajkovic und Polozani verschiessen je einen Siebenmeter - Abwesend: Kevic und Nocco (Arbeit)

Mittwoch, 19. November 2008

U21-Team: Der erste Teilerfolg

Handball 29:36 der Limmattaler Junioren
Die Schaffhauser Erni, Miletic und Mustapic besuchten die Zentrumshalle innert Wochenfrist zum zweiten Mal. Am Sonntag vor sieben Tagen spielten und siegten sie mit den Kadetten Espoirs in der Nationalliga B gegen den HC Dietikon-Urdorf. Diesmal spielten sie für die Schaffhauser U21-Mannschaft in der Elite-Meisterschaft gegen die noch punktelose HSG Limmattal. So viel zum Kräfteverhältnis. Die Führung zur Pause Die Anfangsphase verlief für die Gastgeber alles andere als vielversprechend. Im Angriff scheiterten sie gleich acht Mal in Serie, und in der Verteidigung wurde die gute Arbeit jeweils im letzten Moment durch kleine Unaufmerksamkeiten zunichte gemacht. So stand es bald 5:0 für die Kadetten. Dann eröffnete Lohner das Skore für die HSG Limmattal. Beim Stande von 8:13, nach etwas mehr als einer Viertelstunde, stellte HSG-Trainer Stefan Maag das Verteidigungsystem von einem offensiven 3:3 auf ein agressives 6:0 um. Mit Erfolg. Denn die Gastgeber kamen auch dank Torhüter Arnet Tor um Tor näher. Kurz vor der Pause erzielte Ramon Wicki gar die 16:15-Führung.
Eine erfreuliche Premiere. Erstmals in dieser Saison gingen die Limmattaler mit einer Führung in die Halbzeitpause.

... und dann kam Mustapic
Nach dem Seitenwechsel übertölpelte vor allem Mustapic immer wieder die Deckung der Limmattaler. Trotz allem glich Senn in der 48. Minute erneut aus. Danach schien die Kraft der Gastgeber aufgebraucht zu sein. Und als auch noch der siebenfache Torschütze Bühlmann aufgrund einer leichten Verletzung ausgewechselt werden musste, gerieten die Gastgeber immer mehr in Rückstand. Schliesslich war der Sieg der Schaffhauser sicher verdient, fiel aber mit 36:29 ein wenig zu hoch aus. Nun gilt es für die HSG Limmattal auf dieser Leistung aufzubauen. Dann liegen in den nächsten Partien gegen Muotathal und Basel vielleicht auch die ersten Punkte drin. (MAG/RUBU.)

HSG Limmattal – Kadetten Schaffh. 29:36 (16:15) Zentrumshalle, Urdorf
– SR: Bisang, Selimi.
HSG Limmattal: Arnet, Simic (41. bis 50.); Assenberg, Bühlmann (7), Chan, Grond, Hari, Lohner (2), Romer (4), Rösli (3), Senn (7), Tremp (4), Wicki (1), Wüthrich (1).
Kadetten Schaffhausen: Meier; Erni (7), Ganz (1), Jäger (2), Merki (1), Miletic (10), Mustapic (10/2), Telecab (1), Wilpshaar (1), Wipf (2).
Strafen: Je 3 x 2 Minuten.
Bemerkungen: Simic hält Penalty (45.) – gute Schiedsrichterleistung.
Junioren U21, Elite
GAN Foxes - Muotathal 44:21
HSG Limmattal - Kadetten Schaffh. 29:36

Montag, 17. November 2008

«Wir sind nicht blauäugig»

HC Dietikon-Urdorf Stefan Maag, Trainer der punktelosen U21-Elitejunioren, spricht Klartext


RUEDI BURKART

Acht Runden sind in der Meisterschaft der höchsten Nachwuchs-Liga der Schweiz, der U21-Elite, gespielt. Als einziges Team noch ohne Punkt steht die Handball-Spielgemeinschaft Limmattal da. Trotzdem sieht Trainer Stefan Maag viel Positives.



Null Punkte und pro Spiel 41 Gegentore. Machts noch Spass, Stefan Maag?

Stefan Maag: (überlegt kurz) Nicht immer.

Jedes Wochenende eine klare Niederlage. Wie verkraften Sie und Ihre Mannschaft dies?

Maag: Wir sind nicht blauäugig in diese Saison gegangen. Wir haben gewusst, dass wir «beissen» müssen. Wenn wir als HSG Limmattal beispielsweise gegen ein Team wie die GAN Foxes antreten, dann ist dies, wie wenn eine NLB- gegen eine NLA-Mannschaft spielt.

Inwiefern?

Maag: Von meinen Leuten standen mit Cédric Romer und Ramon Wicki zwei Akteure schon einmal zumindest im Kader unserer NLB-Mannschaft. Bei GAN spielen etliche in der NLA bei GC und Amicitia. Das sind gänzlich verschiedene Ausgangslagen.

Wie stehts um die Motivation Ihrer Spieler? Die Resultate müssen doch Spuren hinterlassen.

Maag: Die Trainings machen mir viel Freude. Am vergangenen Mittwoch standen beispielsweise 19 Mann in der Halle. Es wird konzentriert gearbeitet.

19 Spieler ist eine imposante Zahl.

Maag: Ja, es ist sehr erfreulich. Seit den 80er-Jahren spielten nie mehr so viele Junioren dieses Alters beim HCD.

Trotzdem, die vielen Niederlagen . . .

Maag: Natürlich drückt dies beim einen oder anderen kurzzeitig aufs Gemüt. Das ist nicht mehr als versändlich. Aber grundsätzlich stimmt es im Team. Auch der Spassfaktor scheint mir noch relativ hoch zu sein.

Ziehen Sie aus der Niederlagenserie auch positive Schlüsse?

Maag: Ja, sicher. Wir verbessern uns meiner Ansicht nach mit jedem Spiel. Letzte Woche gegen die GAN Foxes lief beispielsweise der Angriff gut, ein anderes Mal steht die Abwehr besser.

Und irgendwann gibts das erste Erfolgserlebnis in Form eines Punktgewinns.

Maag: Das ist unser Ziel. Aber in erster Linie will ich sehen, wie sich das Team mit jedem Spiel steigert. Das war bislang der Fall.

Knapp drei Viertel der Saison stehen noch bevor. Was muss geschehen, dass Sie am 16. Mai des nächsten Jahres nach dem letzten Meisterschaftsspiel gegen St. Otmar ein positives Fazit ziehen können?

Maag: Wie schon erwähnt will ich Fortschritte erkennen. Ich will die Akteure spielerisch näher an unser Fanionteam heranführen. Wenn das klappt, dann ist es eine erfreuliche Saison.

Und wie viele Punkte müssen es sein?

Maag: Grundsätzlich kann ich, wenn alles andere klappt, auch mit null Punkten leben. Aber klar, wir wollen nicht nur verlieren. Ich hoffe auf acht Punkte.

Sie haben es angetönt, Sie wollen Spieler an die Nationalliga B heranführen. Cédric Romer und Ramon Wicki spielten schon im Fanionteam. Wer ist sonst noch ein Kandindat?

Maag: Rückraumspieler Stefan Senn wird von Sascha (Schoenholzer, Spielertrainer der 1. Mannschaft, Anm. d. Red.) beobachtet.

Am Samstag (also heute, Anm. d. Red.) kommt um 13.30 Uhr der Schaffhauser Nachwuchs nach Urdorf. Ihr Tipp?

Maag: Wenn sie, wie auch schon in dieser Saison, mit nur acht Akteuren antreten, dann könnten wir durchaus eine Chance haben. Aber wenn sie in Vollbesetzung kommen, dann wird es schon sehr, sehr schwierig.

H1: HCDU jetzt Tabellenletzter

NLB-Handballer verloren gestern Abend auch in Steffisburg mit 27:33 – zur Pause führten sie noch


Trotz einer ansprechenden ersten Halbzeit gabs erneut nichts zu feiern für die Limmattaler. Als Steffisburg nach dem Seitenwechsel aufdrehte, wars um den HCDU geschehen.



VON RUEDI BURKART

Jetzt stecken sie vollends im Sumpf. Nichts geht mehr bei den Limmattaler Handballern. Das 27:33 gegen Steffisburg war die achte Niederlage im zehnten Spiel. Und bedeutete den Fall ans Ende der Tabelle.



DABEI HATTE GESTERN in der Fremde alles so gut angefangen. Der HCDU nützte die schwache Deckung der Gastgeber in den ersten Minuten aus und spielte sich nach Belieben durch die gegnerischen Reihen. Mit dem Erfolg, dass man nach acht Minuten mit 7:3 in Führung lag. «Das reicht», dachte man sich auf der Steffisburger Bank, nahm ein Time-out, stellte auf HCDU-Shooter Jonas Affentranger eine Manndeckung ab – und die Partie begann nun mit jeder Minute mehr gegen die Limmattaler zu laufen.



ZWAR GING DAS TEAM um Spielertrainer Sascha Schoenholzer mit einer Ein-Tor-Führung in die Pause. Doch man spürte in der engen Halle, dass das Ende nahe ist. Technische Fehler in der Offensive luden die Gastgeber immer wieder zu Tempogegenstössen ein. «Defensiv standen wir nicht schlecht», so Schoenholzer, «aber im Angriff fehlte es überall ein bisschen.» Spätestens Mitte der zweiten Halbzeit hatten die Berner die Partie definitiv gedreht. Und spielten die beiden Punkte locker nach Hause.



AM KOMMENDEN SONNTAG geht der Abstiegskampf weiter. Zum Ende der Vorrunde spielt der HCDU in Dietikon gegen das erstarkte Handball Grauholz. Der kecke Aufsteiger aus dem Bernbiet hat in den letzten drei Partien Lyss und Stans (gestern mit 35:28) geschlagen und gegen Steffisburg mit viel Pech verloren. Klar, dass die Berner mit viel Selbstvertrauen ins Limmattal reisen.



Steffisburg - Dietikon-Urdorf 33:27 (13:14)

Musterplatz – 150 Fans – SR: Bernhard, Rutishauser.

Steffisburg: Gugger/Zimmermann; Badertscher (5/2), Blaser (1), Burquin, Dähler (6), Hess (3), Rathgeb (2), Schär (9), Trachsel, Feller (5), Zwahlen (2).

Dietikon-Urdorf: Filippi/Katicic; Affentranger (8), Albrecht (2), Baumgartner, Galli (1), Grendelmeier (3), Imhof (2), Jenni (3), Polozani, Rüegg (3), Schoenholzer (4/2), Wicki, Wiederkehr (1).

Torfolge: 2:3, 3:7, 7:8, 10:10, 12:12, 13:14 / 17:15, 20:17, 23:20, 26:22, 30:23, 33:27.

Strafen: Je 5 x 2 Minuten.

Bemerkungen: Steffisburg ohne Giannoni, Reusser (beide verletzt) – Dietikon-Urdorf ohne Scheurer (Ferien), Wüthrich, Tiefenauer, Anderegg, Barben (alle verletzt).