Ersatzgeschwächt trat der HCDU heute gegen Olten an: von Mühlenen und Polozani krank und nicht einsatzfähig, Nocco mit drei verstauchten Fingern im Tor, Zbinden und Clematide gerade auf dem Weg der Besserung. Gemessen am Ergebnis der Qualifikationsrunde schon ein übermächtiger Gegner - der HCDU hatte beim 13:25 in Olten nicht den Hauch einer Chance - also nicht unbedingt die beste Ausgangslage, um weiterhin um den Aargauer Meistertitel mitreden zu können. Aber auch in 60 Minuten kann sich viel bewegen.
Beim HCDU bewegte sich allerdings in den ersten zehn Minuten vor allem das eigene Tornetz. Nach nur 10 Minuten war das Spiel schon halb entschieden, der HCDU lag 0:6 hinten. Nicht dass der HV Olten drückend überlegen war, sie machten einfach mehr aus ihren Chancen. Anders als Clematide, Zbinden und Linsi, die in dieser Phase zwar nicht am Goalie, aber am Pfosten scheiterten, machten die Aargauerinnen selbst aus halben Chancen vom Flügel ein Tor. Der HCDU kam aber nach 15 Minuten langsam aber sicher auf Touren. Zwar stand das Spiel beim Stand von 2:8 alles andere als auf Messers Schneide, dennoch wurde nun mehr gekämpft, im Angriff wie in der Verteidigung. Tor um Tor schob sich der HCDU näher an Olten heran, verspielte beim Stand von 6:9 aber die Chance, den Gegner mit schlotternden Knien in die Pause zu schicken. Es stand nach 30 Minuten nicht unverdient 7:11 für den HV Olten.
Nach der Pause hat der HCDU erfahrungsgemäss jeweils die besten Szenen. So auch heute. Insbesondere Kevic, die einen hervorragenden Match am Kreis zeigte, tat sich mit verwerteten Kreisanspielen hervor. Auch Zbinden legte langsam etwas an Intensität zu. Gleichzeitig steigerte sich das ganze Team in der Defensive und liess innerhalb der ersten 15 Minuten gerade mal zwei Törchen zu. Das Spiel entwickelte sich in dieser Phase zu einem Hin- und Her, leider auch an Fehlern. Der HCDU schloss mit Ehrgeiz, Willen und Können zum 13:13 auf und besass die eine oder andere Chance um in Führung zu gehen. Sehr simple Fehler wie Fehlpässe und Schritte verhinderten aber ein Kippen des Spiels zu Gunsten des HCDU. Aber auch der HV Olten leistete sich einige unnötige Fehler. Beim Stand von 14:15 verwarf der HCDU zwei Penalties, zwei Strafen für den Gegner kamen zu spät als dass man noch hätte Kapital daraus schlagen können. Immerhin reichte es, um aus einem 14:18 noch ein 16:18 zu machen.
Es ist schwierig zu sagen, was überwiegt: die Freude darüber, dass das Team reifer und kämpferischer geworden ist oder der Ärger darüber, dass das zweite Spiel in Folge wegen eigenem Unvermögen verloren ging. Auf jeden Fall bleibt trotz Niederlage die Gewissheit, dass der HCDU gegen Olten gewinnen kann. Heute reichte es nicht, weil das Team die ersten zehn Minuten verschlief und wieder Schwächen beim Penaltyschiessen zeigte. Sonst hätte das Spiel durchaus einen anderen Sieger kennen können. Bereits nächste Woche in Olten kann der HCDU zwei Punkte gegen denselben Gegner zurückholen.
HCDU - Handball Zurzibiet 16:18 (7:11)
HCDU: Nocco (1.-60.); Zbinden (7/2), Stehrenberger (1), Kevic (4), Wehrli (1), Brajkovic (3/1), Clematide, Cubrilo, Linsi
Strafen: HCDU 2x2min, Olten 5x2min
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