Montag, 12. September 2011

Dietikon-Urdorf blamiert sich

Die Limmattaler Handballer werden zum 1.-Liga-Start von Uster abgewatscht – 15:24

Mit einem Verlegenheitsteamhat der HCDU keine Chance.Wären die Ustermer sich in der ersten Halbzeit nicht selbst im Weg gestanden, wäre die Niederlage noch höher ausgefallen.

Das machte keine Lust auf mehr. Dem dezimierten HCDU wurden gestern gegen Uster die Grenzen aufgezeigt. Die ferienbedingten Absenzen der Führungsspieler Imhof, Wallisch sowie weiterer Routiniers wirkten sich gnadenlos aus. Wegen der zahlreichen Absenzen kamen mit Marco
Wyttenbach, Daniel Schütterle und Olaf Rusert drei Urgesteine nach Jahren wieder zu einem Aufgebot für das Fanionteam. So stand eine Mannschaft auf dem Feld, die nie harmonierte.

Die 15 erzielten Tore sind der tiefste Wert der letzten zehn Jahre.
Trainer Stefan Konkol konnte und wollte nichts beschönigen: «Wenn es so aussieht wie bei uns heute, ist ein peinlicher Auftritt die logische Folge.» Er sprach korrekterweise auch an, dass man in der ersten Halbzeit «vieles kaschieren» konnte. Das 9:9 nach 30 Minuten entsprach bei weitem nicht den Spielanteilen. Die Ustermer hatten mehr Abschlüsse, von denen aber die meisten entweder schwach waren oder von Torhüter Josip Katicic abgewehrt wurden – einen unbedrängt abgegebenen Schuss konnte er sogar fangen. Diese seltene Szene war sinnbildlich: Das Niveau war sehr tief, die Offensivabteilungen der 1. Liga kaum würdig.

Es war aber augenscheinlich, dass bei den Gästen noch Luft nach oben war, während beim HCDU die Luft bereits nahezu draussen war. Bis zur 47. Minute konnte er dank Einzelaktionen noch mithalten (14:15), ehe die nun den Tritt gefundenen Gäste wie eine riesige Welle über die Limmattaler hereinbrachen. Sieben Minuten später lautete das Skore 14:21. Die Verhältnisse waren zurechtgerückt.

Mit dem 24:15-Sieg revanchierten sich die Ustermer für die 15:23-Heimniederlage vom vergangenen Jahr. «Wir haben es ihnen nicht schwierig gemacht», sagte HCDU-Trainer Konkol, der es wohl kaum erwarten kann, bis seine wichtigsten Spieler wieder aus den Ferien zurück sind. Dass es nur besser werden kann als gestern, ist immerhin ein Grund zur Zuversicht.

Quelle: Limmattaler Zeitung vom 11.09.2011

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