Sonntag, 18. September 2011

FU17I: Chancenlos in St. Gallen

Im Inter gibts neben dem LK Zug und Spono Nottwil (beide in der anderen Gruppe) zwei grosse Brocken: Ami und Brühl. Die Limmatwaves haben das Pech, in ihrer ersten Inter-Saison gleich die ersten beiden Spiele gegen die beiden Übermächte zu bestreiten. Nach dem Ami-Spiel wartete also heute der LC Brühl auswärts.

Die Vorzeichen standen nicht unbedingt günstig: man hatte zwar vier Aufbauerinnen dabei, aber eine musste ins Tor stehen (Selina), weil Arlinda nicht dabei war. Bettina ist immer noch verletzt und Seraina stand beim HC Berikon im Einsatz. Entsprechend spielte Rebi auf Rückraum Mitte und Livia anstelle am Kreis auf dem linken Aufbau. Am Kreis spielte dafür Casy und manchmal auch Moni. Auswechslung im Aufbau waren Michelle und Sabi. In der Aufstellung gabs also ziemlich viel geschiebe von Positionen... Oder nochmal anders: es gab Zeiten, da standen eine Spielerin mit Jahrgang 96 auf dem Feld, der Rest mit Jahrgang 97. Und das gegen Brühl. Hinzu kommt: der Trainer verodnete ein Gegenstoss-Verbot, um die Energie auf die Defensive und das Zurückrennen zu legen. Spielerisch wusste Brühl im Angriff nur über kurze Strecken zu überzeugen. Sie standen mal für mal an beim sehr gut organisierten offensiven 6:0 der Gäste aus dem Limmattal. Dafür hatten sie eine sehr gute erste Welle im Gegenstoss. Die Dietikerinnen ihrerseits hatten enorm Mühe gegen die Verteidigung des Gegners (4:2 und manchmal 3:2:1). Wurfpositionen waren gut, aber die Würfe waren kraftlos, sodass der Goalie der Ostschweizerinnen den Ball aus der Luft pflücken und auf die Spielerin der ersten Welle werfen konnte. In der ersten Halbzeit war es Gina, die ab uns zu gegen drei Spielerinnen allein einen Gegenstoss unterbrechen konnte. Aber eben: Gegenstösse kassieren und vorne keine Tore werfen bedeutete ein brutales 2:16 zur Pause, wobei das Heimteam mehr als 10 Tore aus Gegenstössen warf. Aber ebenfalls gut: von der 11. Minute bis zur 30. kassierten die Limmatwaves vor allem wegen besserem Zurückrennen nur sechs Tore.

In der zweiten Halbzeit ging es im Angriff bis zur 50. Minute mehr oder weniger erfolglos weiter, obwohl man genau besprochen hatte, wie die Verteidigung vom LC Brühl zu knacken wäre: mit Sperren vom Kreis und Laufen vom Aufbau. Das klappte aber erst ab der 50. Minute, als Brühl wieder enorm drückte, Gegenstösse lief und immer aggressiver verteidigte. Umso erstaunlicher, dass die Limmatwaves beim Stand von 32:4 den Turbo doch noch zündeten. Die letzten zehn Minuten gingen mit nur einem Tor verloren, nicht etwa 0:1, sondern 5:6. In dieser Phase zeigten insbesondere Gina und Michelle, dass sie Verantwortung übernehmen können und wollen. Das gefiel schon sehr gut! Leider zählten die letzten zehn Minuten zu den vorherigen 50 dazu, was als Gesamtskore ein 9:38 ergab.

Gina meinte nach dem Spiel und mehreren Komplimenten für die Leistung in den letzten zehn Minuten, dass sie das nicht über 60 Minuten durchstehen würde. Aber wir sehen die Dinge wieder positiv: wenn die Limmatwaves Gas geben, sind sie nicht chancenlos. Sie dürfen einfach nicht mit der Handbremse fahren bis in die 50. Minute. Weil die letzten zehn Minuten waren wirklich Spitze. Und auch gut: die Moral ist weiterhin hoch. Was es nun braucht, ist ein gutes Resultat gegen Uster, damit diese Moral nicht plötzlich der Schein-Erkenntnis weicht, dass man im Inter nichts zu suchen habe. Wenn wir nämlich die Resultate der ZHV FU18-Gruppe näher anschauen liegt der TV Unterstrass auf Rang zwei, sie haben dieses Wochenende das FU18 Team von Ami geschlagen. Am Vorbereitungsturnier hatten die Limmatwaves den TV Unterstrass mit 10 Toren Differenz in nur 40 Minuten besiegt. Im FU18M wäre es den Limmatwaves vermutlich langweilig...


LC Brühl - Limmatwaves 38:9 (16:2)
Limmatwaves: Selina (1.-60.), Rebi (2), Gina (2), Livia (3/1), Blini, Sabi, Linda, Michelle (2), Moni, Casy
Bemerkungen: Selina hält einen Siebenmeter und zwei Gegenstösse; Linda war nach Verletzungspause wieder dabei; Limmatwaves ohne Arlinda (Arbeiten), Rumer (Greifensee-Lauf), Seraina (HC Berikon), Bettina (verletzt)

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