Die Vorzeichen standen alles andere als gut. Eine nach der anderen meldete sich betreffend Terminkonflikt wegen dem Spiel. Hinzu kam Verletzungspech bei Gina (Fuss) und Sabi (Finger). Es gab also alle Hände voll zu tun, überhaupt genügend Leute zusammen zu kratzen, damit man das Spiel in Horgen nicht 60 Minuten lang in Unterzahl bestreiten zu müssen. Schlussendlich gelang es dennoch, aus dem FU17 und dem FU15 ein Team zusammenzuwürfeln, das mit sieben Feldspielerinnen und einem Goalie nach Horgen reiste. Und das Ziel lautete dennoch: zwei Punkte ins Limmattal entführen.
Dass der Gegner motiviert war, die beiden Punkte am Zürichsee zu behalten spiegelte sich relativ rasch wieder. In den ersten fünf Minuten wurde klar, dass Horgen insbesondere in der Verteidigung zulangte und vorne auf eine Werferin vertraute, die zu Beginn ihr Team gleich mit 3:0 in Front schoss, ehe der HCDU richtig im Spiel war. Und die Limmatwaves machten es ihrem Gegner zu Beginn auch nicht sonderlich schwer. Die Würfe aufs Tor waren und blieben eine ganze Halbzeit lang schwach bis sehr schwach, die Defensive war ungewohnt zurückhaltend. Einzig Arlinda im Tor zeigte nach den ersten drei Toren eine Leistungssteigerung. Und nicht nur irgend eine, sondern eine gewaltige: mal beinahe im Spagat, mal mit der Hand in der obersten Torecke - sie fischte alles raus, was es zu halten gab. Die Manndeckung auf die beste Werferin fruchtete ebenfalls, da die restlichen Spielerinnen des HC Horgen wurf- und überhaupt technisch zu limitiert waren, um die Dietiker Defensive ins Schwitzen zu bringen. Und wenns doch mal einen Wurf aufs Tor gab, war wie erwähnt Arlinda zur Stelle. Aber im Angriff haperte es nach wie vor. Deswegen ging der HCDU verdient mit einem Rückstand von 3:5 in die Pause.
In der zweiten Halbzeit spielte der HCDU mit zwei Kreisspielerinnen. Schwierig war jetzt zusätzlich, dass Rebi den HCDU für die zweite Halbzeit verlassen musste und somit keine Auswechselspielerin zur Verfügung stand. Und das schien endlich zu funktionieren. Noch stimmten zwar die Abschlüsse nicht, aber die Lücken waren jetzt endlich vorhanden. Und siehe da, der HCDU machte innert drei Minuten aus dem Rückstand ein Unentschieden. Und danach knallte es gewaltig. Bettina wurde in der Defensive von einer Gegenspielerin unglücklich, aber brutal niedergemäht. Man könnte denken, dass das Bettina hätte Eindruck machen müssen, nachdem sie einige wenige Minuten mit Kopfschmerzen am Boden lag. Aber denkste - anstelle jetzt zurückzuziehen teilte sie umso mehr aus. Sie blockte unter anderem zwei gegnerische Granaten aus der zweiten Reihe und sorgte im Angriff für viel böse Blicke am gegnerischen Kreis. Rumer wie auch der Rest der Mannschaft schaltete einen Gang höher und hielt das Spiel bis zum 7:7 ausgeglichen. Noch immer sündigten die jungen Spielerinnen des HCDU in aussichtsreichsten Positionen, das Spiel hätte längst entschieden sein können. Wer in der 50. Minute aber gedacht hatte, dass dem HCDU mangels Spielerinnen die Luft ausgehen würde, sah sich getäuscht. Es waren die Limmatwaves, die Gegenstösse liefen und die mittlerweile überforderten Gegnerinnen teilweise vorführten. 9:7 aus Sicht des HCDU stand es nach 55 Minuten, ehe der HC Horgen noch auf 9:8 herankam. In den letzten vier Minuten stand die Glücksfee auf Seiten des HCDU, die Nerven waren nämlich bereits aufgebraucht. Das FU17 hatte das Glück mit Kampfgeist und viel Einsatz erzwungen und verdient 9:8 gewonnen.
Trotz gewichtiger Abwesenheiten und mehr als dem halben Team mit Jahrgang 96 oder jünger (!!!) hat der HCDU zwei Punkte aus Horgen mitnehmen können. Das gibt viel Moral. Besonders positiv ist, dass bis zur letzten Minute gekämpft wurde. Zudem war das Team der Limmatwaves trotz der Absenzen wesentlich ausgeglichener als das des Gegners. Von den acht erhaltenen Toren sind sicher sechs auf das Konto einer Spielerin anzurechnen. Beim HCDU war die Teamleistung der Schlüssel zum Erfolg - und zwar verdient. Kritisch betrachtet wäre deutlich mehr dringelegen. Dazu hätten die Spielerinnen einzig etwas genauer zielen müssen bei den Torwürfen.
HC Horgen - Limmatwaves 8:9 (5:3)
Limmatwaves: Arlinda (1.-60.), Rebi (2/1), Rumer (4), Linda (1), Casy, Livia (2), Bettina, Michelle
Bemerkungen: Arlinda hält drei Siebenmeter, Rebi verwirft einen Siebenmeter; HCDU ohne Gina, Sabi (verletzt)
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