Montag, 26. September 2011

Dietikon-Urdorf besteht Charaktertest

Die Limmattaler bezwingen Frauenfeld nach anderthalb Jahren wieder – 20:19 in der 1. Liga

«Wir haben das Frauenfeld-Syndrom besiegt.» HCDU-Trainer Stefan Konkol war gelöst nach dem Sieg gestern. Er schwitzte gar mehr als mancher seiner Spieler. «Das Resultat ist der Grund für die Hitze in mir», sagte Konkol lächelnd. Nach der 15:24-Pleite zum Start gegen Uster vor zwei Wochen war die Partie gegen Frauenfeld schon an sich eine Probe für die Limmattaler. Dank der Vorgeschichte war es sogar ein veritabler Charaktertest. Die Ostschweizer verkörperten in der vergangenen Spielzeit geradezu die Unzulänglichkeiten des HCDU. Die Resultate von 16:21 und 17:23
sprechen Bände. Was davon blieb, war die geringe Anzahl an Treffern. In der zweiten Halbzeit fielen nur gerade deren 15. «Wir haben konsequente Deckungsarbeit geleistet», freute sich Konkol. Zu Recht. Denn den Gastgeber gelang es – vor der erneut traurigen Kulisse von nicht einmal 50 Zuschauern –, den Frauenfelder Spielmacher Edin Hasanovic oft zu neutralisieren respektive seinen Radius früh einzuschränken.

Imhofs starker Auftritt
Vor allem Tarek Grendelmeier zeichnete sich hierbei aus. Er war es auch, der in den heiklen Phasen den Stars des HCDU den Rücken freihielt, als diese durchatmen mussten. Das galt insbesondere für Daniel Imhof, dessen ferienbedingte Absenz im Startmatch schwerwiegende Folgen
hatte. Wie wichtig er ist, verdeutlicht Folgendes: Imhof stand gestern wähhrend fast 50 Minuten auf dem Feld, ehe er nach deutlichen Konzentrationsmängeln – beispielsweise ein daneben geschossener Siebenmeter – auf die Bank beordert wurde. Er war die Figur der ersten Halbzeit gewesen, als er 7 der 13 Treffer des HCDU erzielt hatte. Nach dem Seitenwechsel trat er vor allem in der Deckung in Erscheinung. Dort überzeugte auch der zweite wichtige Rückkehrer, Philipp Wallisch, dem offensiv jedoch wenig gelang. Daniel Imhof war nach seiner Pause für den Höhepunkt der Partie zuständig: Bei einem Frauenfelder Gegenstoss in der letzten Minute spurtete
er zurück – und schnappte den beiden verdutzten Angreifern den Ball weg. Als die Gäste wenig später einen Gegenstoss mit einem Fehlpass abschlossen, stand der Sieger fest.

Trainer Konkol hob die Einsatzfreudigkeit von Imhof hervor, bedachte aber auch Torwart Josip Katicic mit Lob: «Als es darauf ankam, war auf ihn Verlass.» Der Angesprochene selbst meinte: «Nach der Niederlage (gegen Uster, Anm. d. Red.) fiel die Kritik hart aus. Heute haben wir bewiesen, dass wir es draufhaben.»

Sonntag, 25. September 2011

FU17I: Niederlage gegen Uster

Das FU17 hatte gegen die Grossmächte Ami und Brühl zwar das Nachsehen, aber man hat gesehen, dass auch die Spitzenteams vor allem mit Wasser kochen. Nach den beiden sehr hohen Niederlagen wollte die Truppe eigentlich etwa Moral tanken, das war aber schlicht nicht möglich. Die Limmatwaves haben sich heute selber zwei Beine gestellt, weil gegen den heutigen Gegner wäre eine spannendere Partie dringelegen.

Das Spiel begann denkbar schlecht. Schnell stand es 4:0 für Uster, obwohl es fast vier Minuten dauerte, bis das Skore eröffnet wurde. Auch in diesem Spiel war es das Tempo, das bei den Limmatwaves fehlte. Kunststück - man hatte ja auch keine Auswechselspieler, keinen gelernten Goalie und keinen gelernten linken Flügel dabei... Abe rgekämpft wurde trotzdem, was stellenweise gar nicht so schlecht aussah. Plötzlich gingen die Löcher in der Abwehr von Uster auf und insbesondere Gina trumpfte sehr gross auf. Bis zum Schluss sollten es acht Tore von ihr werden. Leider riss der Faden in der 16. Minute beim Stand von 5:7 aus Sicht der Gäste. Bis zur Pause sollte es bitter für die gar nicht derart unterlegenen Limmatwaves werden, weil schlicht und einfach die Kräfte fehlten und auch der Schiedsrichter in der ersten Halbzeit etwas einseitig gepfiffen hatte, ja einmal sogar die falsche Spielerin vom Feld stellen wollte, resp. einmal tatsächlich die falsche Spielerin vom Feld stellte. Zur Pause stand es 6:15, die Dietikerinnen sahen aber, dass hier in Vollbesetzung durchaus ein Unentschieden oder gar mehr drinliegen würde.

Nach der Pause ging es sehr ähnlich weiter. Die gefährlichste Spielerin beim HCDU blieb Gina, die mal für mal die sehr guten Sperren nutzte und skoren konnte. Leider lief es bei den anderen Spielerinnen nicht ganz so gut, die Aktionen waren teilweise etwas unglücklich gewählt. Nach 56 Minuten und der dritten zwei Minuten Strafe sah zudem Rebi die rote Karte und die Limmatwaves spielten das Spiel auf dem Feld zu fünft zu Ende. Just in dieser Phase entschärfte Selina im Tor die eine oder andere Grosschance des TVU, inklusive einem Penalty. Apropos Penalty: den einzigen Siebenmeter, den der Schiedsrichter dem HCDU zugestand, verwandelte Rumer souverän. Zum Schluss war das Spiel knapper als die beiden vorhergehenden ausgegangen, aber von einem knappen Resultat an sich zu sprechen wäre leicht vermessen. Uster schlägt die dezimierten Limmatwaves mit 32:12.

Dass es so nicht weitergeht, dürfte allen klar sein. Nur zu sehen, dass auch die anderen nur mit Wasser kochen und Schwachstellen haben, reicht nicht aus. Das Team braucht dringend ein gutes Ergebnis auch für die eigene Motivation. Und das Team braucht die anderen Spielerinnen, damit es eine Chance auf Punkte hat. Nur zu sechst geht nix, auch wenn so gekämpft wird wie heute. Besserung ist in Sicht, aber hoffentlich nicht nur für die nächsten zwei, drei Spiele... Das Team ist gefragt. Und um noch etwas positives herauszustreichen: bei Gina hats definitiv "Klick" gemacht.


TV Uster - Limmatwaves 32:12 (15:6)
Limmatwaves: Selina (1.-60.), Rumer (3/1), Casy, Livia (1), Rebi, Linda, Gina (8)
Bemerkungen: Limmatwaves ohne Arlinda (Arbeit), Sabi (verletzt), Blini (Familie), Michelle (Familie), Moni (Pferd), Bettina (verletzt / Familie), Seraina (HC Berikon), Manu (Weisheitszähne), Caro (Pause)
Bemerkungen: Selina hält einen Penalty (56.), Rebi erhält nach 3x2min die rote Karte (56.)

Sonntag, 18. September 2011

FU17I: Chancenlos in St. Gallen

Im Inter gibts neben dem LK Zug und Spono Nottwil (beide in der anderen Gruppe) zwei grosse Brocken: Ami und Brühl. Die Limmatwaves haben das Pech, in ihrer ersten Inter-Saison gleich die ersten beiden Spiele gegen die beiden Übermächte zu bestreiten. Nach dem Ami-Spiel wartete also heute der LC Brühl auswärts.

Die Vorzeichen standen nicht unbedingt günstig: man hatte zwar vier Aufbauerinnen dabei, aber eine musste ins Tor stehen (Selina), weil Arlinda nicht dabei war. Bettina ist immer noch verletzt und Seraina stand beim HC Berikon im Einsatz. Entsprechend spielte Rebi auf Rückraum Mitte und Livia anstelle am Kreis auf dem linken Aufbau. Am Kreis spielte dafür Casy und manchmal auch Moni. Auswechslung im Aufbau waren Michelle und Sabi. In der Aufstellung gabs also ziemlich viel geschiebe von Positionen... Oder nochmal anders: es gab Zeiten, da standen eine Spielerin mit Jahrgang 96 auf dem Feld, der Rest mit Jahrgang 97. Und das gegen Brühl. Hinzu kommt: der Trainer verodnete ein Gegenstoss-Verbot, um die Energie auf die Defensive und das Zurückrennen zu legen. Spielerisch wusste Brühl im Angriff nur über kurze Strecken zu überzeugen. Sie standen mal für mal an beim sehr gut organisierten offensiven 6:0 der Gäste aus dem Limmattal. Dafür hatten sie eine sehr gute erste Welle im Gegenstoss. Die Dietikerinnen ihrerseits hatten enorm Mühe gegen die Verteidigung des Gegners (4:2 und manchmal 3:2:1). Wurfpositionen waren gut, aber die Würfe waren kraftlos, sodass der Goalie der Ostschweizerinnen den Ball aus der Luft pflücken und auf die Spielerin der ersten Welle werfen konnte. In der ersten Halbzeit war es Gina, die ab uns zu gegen drei Spielerinnen allein einen Gegenstoss unterbrechen konnte. Aber eben: Gegenstösse kassieren und vorne keine Tore werfen bedeutete ein brutales 2:16 zur Pause, wobei das Heimteam mehr als 10 Tore aus Gegenstössen warf. Aber ebenfalls gut: von der 11. Minute bis zur 30. kassierten die Limmatwaves vor allem wegen besserem Zurückrennen nur sechs Tore.

In der zweiten Halbzeit ging es im Angriff bis zur 50. Minute mehr oder weniger erfolglos weiter, obwohl man genau besprochen hatte, wie die Verteidigung vom LC Brühl zu knacken wäre: mit Sperren vom Kreis und Laufen vom Aufbau. Das klappte aber erst ab der 50. Minute, als Brühl wieder enorm drückte, Gegenstösse lief und immer aggressiver verteidigte. Umso erstaunlicher, dass die Limmatwaves beim Stand von 32:4 den Turbo doch noch zündeten. Die letzten zehn Minuten gingen mit nur einem Tor verloren, nicht etwa 0:1, sondern 5:6. In dieser Phase zeigten insbesondere Gina und Michelle, dass sie Verantwortung übernehmen können und wollen. Das gefiel schon sehr gut! Leider zählten die letzten zehn Minuten zu den vorherigen 50 dazu, was als Gesamtskore ein 9:38 ergab.

Gina meinte nach dem Spiel und mehreren Komplimenten für die Leistung in den letzten zehn Minuten, dass sie das nicht über 60 Minuten durchstehen würde. Aber wir sehen die Dinge wieder positiv: wenn die Limmatwaves Gas geben, sind sie nicht chancenlos. Sie dürfen einfach nicht mit der Handbremse fahren bis in die 50. Minute. Weil die letzten zehn Minuten waren wirklich Spitze. Und auch gut: die Moral ist weiterhin hoch. Was es nun braucht, ist ein gutes Resultat gegen Uster, damit diese Moral nicht plötzlich der Schein-Erkenntnis weicht, dass man im Inter nichts zu suchen habe. Wenn wir nämlich die Resultate der ZHV FU18-Gruppe näher anschauen liegt der TV Unterstrass auf Rang zwei, sie haben dieses Wochenende das FU18 Team von Ami geschlagen. Am Vorbereitungsturnier hatten die Limmatwaves den TV Unterstrass mit 10 Toren Differenz in nur 40 Minuten besiegt. Im FU18M wäre es den Limmatwaves vermutlich langweilig...


LC Brühl - Limmatwaves 38:9 (16:2)
Limmatwaves: Selina (1.-60.), Rebi (2), Gina (2), Livia (3/1), Blini, Sabi, Linda, Michelle (2), Moni, Casy
Bemerkungen: Selina hält einen Siebenmeter und zwei Gegenstösse; Linda war nach Verletzungspause wieder dabei; Limmatwaves ohne Arlinda (Arbeiten), Rumer (Greifensee-Lauf), Seraina (HC Berikon), Bettina (verletzt)

Montag, 12. September 2011

Dietikon-Urdorf blamiert sich

Die Limmattaler Handballer werden zum 1.-Liga-Start von Uster abgewatscht – 15:24

Mit einem Verlegenheitsteamhat der HCDU keine Chance.Wären die Ustermer sich in der ersten Halbzeit nicht selbst im Weg gestanden, wäre die Niederlage noch höher ausgefallen.

Das machte keine Lust auf mehr. Dem dezimierten HCDU wurden gestern gegen Uster die Grenzen aufgezeigt. Die ferienbedingten Absenzen der Führungsspieler Imhof, Wallisch sowie weiterer Routiniers wirkten sich gnadenlos aus. Wegen der zahlreichen Absenzen kamen mit Marco
Wyttenbach, Daniel Schütterle und Olaf Rusert drei Urgesteine nach Jahren wieder zu einem Aufgebot für das Fanionteam. So stand eine Mannschaft auf dem Feld, die nie harmonierte.

Die 15 erzielten Tore sind der tiefste Wert der letzten zehn Jahre.
Trainer Stefan Konkol konnte und wollte nichts beschönigen: «Wenn es so aussieht wie bei uns heute, ist ein peinlicher Auftritt die logische Folge.» Er sprach korrekterweise auch an, dass man in der ersten Halbzeit «vieles kaschieren» konnte. Das 9:9 nach 30 Minuten entsprach bei weitem nicht den Spielanteilen. Die Ustermer hatten mehr Abschlüsse, von denen aber die meisten entweder schwach waren oder von Torhüter Josip Katicic abgewehrt wurden – einen unbedrängt abgegebenen Schuss konnte er sogar fangen. Diese seltene Szene war sinnbildlich: Das Niveau war sehr tief, die Offensivabteilungen der 1. Liga kaum würdig.

Es war aber augenscheinlich, dass bei den Gästen noch Luft nach oben war, während beim HCDU die Luft bereits nahezu draussen war. Bis zur 47. Minute konnte er dank Einzelaktionen noch mithalten (14:15), ehe die nun den Tritt gefundenen Gäste wie eine riesige Welle über die Limmattaler hereinbrachen. Sieben Minuten später lautete das Skore 14:21. Die Verhältnisse waren zurechtgerückt.

Mit dem 24:15-Sieg revanchierten sich die Ustermer für die 15:23-Heimniederlage vom vergangenen Jahr. «Wir haben es ihnen nicht schwierig gemacht», sagte HCDU-Trainer Konkol, der es wohl kaum erwarten kann, bis seine wichtigsten Spieler wieder aus den Ferien zurück sind. Dass es nur besser werden kann als gestern, ist immerhin ein Grund zur Zuversicht.

Quelle: Limmattaler Zeitung vom 11.09.2011

Wir können nur erfolgreich sein

Handball: Dietikon-Urdorf-Trainer Stefan Konkol blickt auf die heute beginnende 1.-Liga-Saison

«Das Ziel ist klar – Aufstieg!» So lautete eine Schlagzeile dieser Zeitung über
einer Saisonvorschau des HC Dietikon-Urdorf. Sie scheint schon lange
her zu sein. Doch es sind seither erstfünf Jahre vergangen. 2006 gingen die
Limmattaler nach der ersten 1.-Liga-Saison der Vereinsgeschichte, in der
sie den direkten Wiederaufstieg knapp verpasst hatten, mit breiter
Brust in die Spielzeit. Und fürwahr: Sie kehrten in die zweithöchste Spielklasse
zurück. Tempi passati. Nach dem Abstieg 2009 kämpfte der HCDU
in der 1. Liga gar gegen den Abstieg. Das Team um den nun alleinigen Trainer
Stefan Konkol (33) unternimmt nun einen neuen Anlauf, um wenigstens
wieder in die Nähe der Vergangenheit zu kommen. Heute (17 Uhr,
Zentrum, Urdorf) startet die neue Saison gegen Uster. LiZ-Tipp: 27:31


Stefan Konkol, wann hörten Sie zuletzt den Begriff «NLB» in Verbindung mit Ihrem Team?

Stefan Konkol: Das war vor ein paar Wochen an der GV, als von der Vision
2020 die Rede war, nach der die 1. Mannschaft mittelfristig wieder
das Zugpferd sein soll, auch, um für die eigenen Junioren einen Anreiz,
eine Perspektive zu bieten.

Stichwort Junioren: Sie waren der letzte U21-Trainer des HCDU. Die Mannschaft wurde in der vorletzten Saison wegen Spielermangel zurückgezogen. Bis heute gibt es keinen Nachwuchs in der ältesten Spielklasse. Düstere Aussichten.
Der Schritt von den Junioren zu den Aktiven ist unter diesen Voraussetzungen enorm schwierig.
Mein Wunsch wären Interregional-Teams auf allen Stufen, um den Leistungsgedanken zu fördern.
Bis so etwas aufgebaut ist, können Jahre vergehen, wie das mir aus
meiner Zeit in Solothurn in Erinnerung ist: Es dauerte sieben Jahre.


Ist der Leistungsgedanke in der 1. Mannschaft ausgeprägt?

Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung, in der alle mitzogen. Die Mannschaft
ist auch näher zusammengerückt dank Aktivitäten neben der Halle. Jeder geht für jeden.

Die Vorbereitung war lang und mitvielen Spielen intensiv. Machen Sie Koller aus?
Man kann schon Gefahr laufen, zu viele Testspiele zu machen. Bei uns passte es aber. In den letzten beiden Saisons waren Ambitionen nach vorn jeweils schon bei Saisonhälfte kein Thema mehr.

Wird es diesmal anders?
Wer gut startet, liegt gut im Rennen. Sechs der ersten sieben Spiele tragen wir zu Hause aus, was nachweislich wichtig ist für diese Mannschaft. Leider haben wir am Samstag ein Problem im Rückraum, weil einige Spieler es wieder geschafft haben, ihre Ferien so zu legen, dass das erste Meisterschaftsspiel davon betroffen ist.

Das alte Problem des HCDU also. Sind Sie frustriert darüber?
Auf jeden Fall. Man ist schon desillusioniert, wenn man so lange und intensiv
mit den Spielern zusammenarbeitete und es plötzlich heisst: Ich bin dann und dann weg.
Ärgerlich ist vor allem, dass einem das erst kurz vorher mitgeteilt wird. Das scheint
ein Generationenproblem zu sein. Der Teamgedanke zählt nicht mehr so viel wie zu meiner Zeit.

Das ist ein Widerspruch zu Ihrer Aussage, nach der jeder für jeden gehen würde.
Das sehe ich nicht so. Zwischen den Spielern ist das kein Thema; für sie funktioniert das so.

Das ist ein Machtinstrument der Spieler gegen Sie.
Damit muss ich leben.

Haben Sie nie daran gedacht, hinzuschmeissen?
In solchen Momenten stellt man sich immer Grundsatzfragen, denn ein
Team funktioniert wie ein Puzzle. Fehlt ein Teil, ist es nicht komplett.

Warum machen Sie denn den Job?
Es gibt zwei Möglichkeiten für mich: «teubelä» oder aus den Spielern, die mir zur Verfügung stehen, das Beste herausholen und mit ihnen Gas zu geben. Ich habe mich für das Zweite entschieden.

Fällt Ihnen die Arbeit nach dem Rücktritt von Sascha Schoenholzer
als Mit-Trainer leichter?

Was das Sportliche anbelangt, hält sich die Veränderung in Grenzen, wir hatten klar abgesprochene Verantwortungsbereiche. Zwischenmenschlich hingegen ist es leichter, wenn nur einer der Chef ist.

Weil man nicht mehr gegen einen
anderen ausgespielt wird?

Genau. Die direkte Kommunikation ist viel wichtiger geworden.

Der HCDU lockte zuletzt immer weniger Zuschauer an. Gibt es Vorhaben, dem entgegenzuwirken?
An Ideen fehlt es dem Verein weniger als an Helfern, die diese umsetzen.
Als Mannschaft können wir nur eines machen: erfolgreich sein.

Quelle: Limmattaler Zeitung vom 10.09.2011

Samstag, 10. September 2011

FU17I: Demonstration von Ami

Das Abenteuer beginnt. Heute spielte das FU17I ihre erste Partie in der höchsten Schweizer Spielklasse - ausgerechnet gegen Amicitia Zürich mit den zwei ehemaligen Dietikerinnen Mara und Aylin. Insbesondere Mara sollte ihre grossen Fortschritte zeigen.

Aber der Reihe nach. Die Devise lautete, so lange wie möglich dran zu bleiben und nicht zu viele Gegenstösse mit unnötigen Fehlern provozieren. Die Vorgabe wurde nach rund 10 Minuten begraben, aber nicht der Kamfpgeist der Limmatwaves. Durchaus eindrücklich war, wie auch beim Stand von 1:7 nach nur sieben Minuten weiter gekämpft und gerannt wurde. Jedes Tor wurde gefeiert, jede Parade ebenso. Leider passierten aber immer wieder Fehler, insbesondere auf der rechten Seite. Mal für Mal wusste der Flügel nicht, wohin mit dem Ball und warf ihn sozusagen auf gut Glück in Richtung blau. Dass man so 80% der Bälle verliert ist klar. Mit "nur" elf Toren Rückstand ging es in die Kabinen. Mit 5:16 schien das Verdikt klar, aber man muss auch sehen, dass aus dem Spiel heraus keine derart deutliche Überlegenheit zu sehen war. Ami schaffte den Unterschied durch Gegenstösse mit der ersten und zweiten Welle.

In der zweiten Halbzeit ging es im gleichen Stil weiter. Ami spürte, dass man etwas für de Tordifferenz machen könnte und die Limmatwaves ihrerseits machten weiterhin zuviele einfache Fehler. Aber ebenfalls erstaunlich: die Moral auf Seiten HCDU war intakt. Bis zur 60. Minute wurde zurückgerannt, bis zur 60. Minute wurde der Torerfolg gesucht, bis zur 60. Minute wurde jede gute Aktion auf dem Bänkli gefeiert. Es nützte nichts, Ami demonstrierte den jungen Limmatwaves, dass der Weg ins Inter zwar geschafft ist, aber dass der Weg hier nicht aufhört. Die orange Übermacht lief in der zweiten Halbzeit die Gegenstösse noch einen Tick konsequenter und gewann das Spiel schliesslich mit 10:38.

Nun gehts auf keinen Fall darum, die Köpfe hängen zu lassen. Heute ging es nicht um den Sieg, sondern darum, das Niveau der Spitze im Inter zu erleben. Denkt man sich die Fehler weg, war die Leistung des HCDU ganz ansprechend. Kommt hinzu, dass nun jede Spielerin und auch der Trainer gemerkt haben dürften, dass das Training intensiver sein darf. Aber Spass hat es trotzdem gemacht. Zu hoffen bleibt, dass die Spielerinnen jetzt nicht geistig abhängen, sondern die Herausforderung "Inter" endgültig annehmen.

Limmatwaves - GC Amicitia Zürich 10:38 (5:16)
Limmatwaves: Arlinda (1.-60.); Rebi (3), Livia (1), Rumer (1), Gina (2), Seraina (1), Casy, Moni, Sabi, Blini, Manu (1), Bettina, Michelle (1)
Bemerkungen: Bettina wirft einen Penalty an den Pfosten, Linda verletzt auf der Spielerbank; Limmatwaves ohne Selina (Arbeiten)

Mittwoch, 7. September 2011

Ein Sieg ist das Wichtigste

Erster Ernstkampf, erster Sieg, eingelungener Start. Doch wer voll-
brachte diese gute handballerischeLeistung? Ganz einfach: Es war der
HC Dietikon-Urdorf. Der 1.-Ligist bestritt sein erstes Cupspiel gegen den
TV Kleinbasel. Trotz eher dünnemKader, aufgrund von angeschlagenen
Spielern oder Absenzen, holten dieLimmattaler mit 32:30 den Sieg nach
Hause. «Die Partie war sehr ausgeglichen. Doch in der zweiten Halbzeit
konnten wir uns durchsetzen und das Tempo erhöhen, womit Kleinba-
sel seine Mühe hatte», so Trainer Stefan Konkol.

Aber nicht nur das vergangene Duell gegen die Baselbieter war gut,
sondern auch die Stimmung im Team. «Alle haben sich auf den Be-
ginn gefreut, waren aber auch einwenig nervös, man hat schon auch
etwas Anspannung gespürt.» Weiter sagt er: «Die Harmonie ist aber auf je-
den Fall vorhanden und die Spieler unterstützen einander.»

Mehr System und Struktur
Trotzdem sieht der Trainer noch Verbesserungspotenzial. Zum Beispiel
sei ihm wichtig, dass noch mehr System und Struktur ins Spiel der Mann-
schaft komme. «Auch einige Abläufe müssen noch mehr automatisiert wer-
den.» Das Ziel des Teams ist es, Runde um Runde bestehen zu können und
nur gegen eine besser klassierte Mannschaft, sprich ein Verein der
NLA oder B, aus dem Cup auszuscheiden. «Ein Sieg ist das Wichtigste. Ich
sehe meine Mannschaft lieber eine Runde weiter, obwohl sie vielleicht
nicht so gut gespielt haben, als dass sie eine Top-Leistung erbrachten und
es trotzdem nicht gereicht hat», so der HCDU-Funktionär. (DMA)

Quelle: Limmattaler Zeitung (05.09.2011)