Montag, 29. März 2010
Klarer Sieg zum Abschluss gegen Albis Foxes
Das Spiel wurde in einer guten 1. Halbzeit frühzeitig entschieden. Vor allem im Angriff setzten sich die Limmattaler ein um andere Mal durch. In der Deckung wäre sicher noch ein wenig Steigerungspotential vorhanden. Alle Spieler kamen schon 1. Halbzeit zum spielen. Mit der komfortablen 20:13 Pausenführung konnte man die 2. Halbzeit gelassen angehen, dies führte aber auch zu einer gewissen Nachlässigkeit der HSG’ler und der zuvor sehr souveräne Angriff stockte. Dafür legte die Verteidigung inklusive Torhüter einen Zacken zu, so dass man am Schluss 31:24 gewann.
Mit diesem Sieg verteidigte man den 3. Platz in der regionalen Meisterklasse und wird diesen wahrscheinlich auch in der Endabrechnung behalten, ausser der bisher auf dem Platz ungeschlagen souveräne Leader Wädenswil würde überraschenderweise gegen GAN verlieren. Es spielten: R. Romer, L. Bunjaku, M. Dogas, M. Sithamparanathan, B.Schlatter, E. Ameti, D. Burla, J. Ensslin, R. Gretler, G. Diserens, M. Wiesner, M. Dujak
Im Rückblick bin ich mit dieser Saison zufrieden. Ausser im kleinen Januarloch als man gegen Uster und Stäfa nach klarer Pausenführung einbrach und noch verlor, wurde relativ konstant gespielt. Gegen den Leader Wädenswil hatte man keine Chance, aber alle anderen Mannschaften lagen in Griffweite. Man konnte auch anhand der Fortschritte der Spieler auch gut erkennen, welche trainingsfleissig und welche weniger.
Für nächstes Jahr erhoffe ich mir noch einen Schritt nach vorne.
Eigentlich zufrieden
Heute geht die 1.-Liga-Saison der Handballer zu Ende. Spielertrainer Sascha Schoenholzer äussert sich zur durchwachsenen Meisterschaft.
Sascha Schoenholzer, Sie können entspannt ins letzte Spiel steigen. Sind Sie zufrieden mit der Saison 2009/10?
Sascha Schoenholzer: Ja, eigentlich schon.
Letztes Jahr noch in der Nationalliga B, zitterte der HCDU bis zuletzt vor dem Fall in die Abstiegs-Barrage, die nun ja nicht stattfindet. Können Sie da zufrieden sein?
Schoenholzer: Wissen Sie, ich war letzten Sommer nicht ganz so euphorisch wie andere im Verein, was die 1. Mannschaft betrifft. Wir mussten die Abgänge von Affentranger und Albrecht verkraften und Junge einbauen.
Und dann war da noch das Theater mit Ihrem Coach Stephan Höhn und dessen geräuschvoller Absetzung.
Scheonholzer: Das Ganze hat sicher nicht zur Stabilität in der Mannschaft beigetragen.
Ich möchte aber betonen, dass Stephan auch gute Arbeit für das Team geleistet hat.
Was hat Sie in den vergangenen Monaten erfreut?
Schoenholzer: Positiv war die zweite Saisonhälfte. Wir haben ab Januar schon fast eine
Art «Winnermentalität» entwickelt. Welche Spieler haben Sie überzeugt?
Schoenholzer: Es gibt da einige. Oli Anderegg zum Beispiel. Er war ursprünglich am Kreis als Nummer 2 vorgesehen und rutschte in die Stammformation. Er zeigte auch defensiv gute Leistungen. Luzi Tiefenauer etablierte sich als unser zweitbester Skorer hinter Dani Imhof. Die Goalies sind bei uns sowieso immer gut . . .
Wer enttäuschte?
Schoenholzer: Niemand persönlich. Aber als Team haben wir in den Überzahlsituationen phasenweise miserabel gespielt. Da müssen wir uns im Hinblick auf die neue Saison verbessern.
Sie gehen bald in ihre vierte Saison als Spielertrainer des HC Dietikon-Urdorf. Im ersten Jahr schaffte man den Ligaerhalt in der NLB, dann kam der Abstieg in die 1. Liga, und diesmal zitterte man lange darum, nicht in die Barrage zu müssen. Wo steht der HCDU in fünf Jahren?
Schoenholzer: Es muss unser Ziel sein, uns an der Spitze der 1. Liga zu etablieren. Mit Blick
Richtung Aufstiegsspiele in die Nationalliga B.
Wie präsentiert sich das Kader in der neuen Saison?
Schoenholzer: Filippi und Wiederkehr hören auf. Dafür kehrt Stefan Galli nach seinen langwierigen Leistenproblemen zurück, und auch Andi Jenni wird nach seiner Genesung
noch eine Saison dranhängen. Neu im Kader wird Marco Meier sein, ein Kreisläufer aus Kloten.
Mit wie vielen Spielern steigen Sie in die Vorbereitung?
Schoenholzer: Mein Ziel ist es, 16 Feldspieler und 3 Goalies zur Verfügung zu haben
Tag der offenen Tore: 71 Treffer zum Schluss
Um mehr als ein bisschen Prestige ging es gestern am späten Nachmittag nicht, als sich der HC Dietikon-Urdorf und die Wohler zum letzten Spiel der Saison 2009/10 trafen. Die 60 Minutenwurden denn auch zu einer Partie auf bescheidenem Niveau. Der Unterhaltungsfaktor war hingegen schon lange nicht mehr grösser gewesen als gestern. Die wenigen Zuschauerhatten an der Derniere ihren Spass. DIE LIMMATTALER lenkten die Partie schnell in die von ihnen gewünschten Bahnen. Nach zehn Minuten lagen sie bereits mit 8:2 in Front und nötigten so Wohlens Trainer RolandGisiger zum frühen Time-out. Der Sturmlauf des HCDU war dann für kurze Zeit gestoppt. Dies war allerdings nicht auf Gisigers Worte zurückzuführen. Viel eher musste sichStefan Senn an der Nase nehmen. Sein überheblicher Abschlussversuch wurde statt zum neunten Tor für den HCDU eine sichere Beute von Wohlens Keeper Christen – und plötzlichwaren die Freiämter auf 8:6 dran.DAS STROHFEUER der Gäste erlosch allerdings schnell wieder. Mehr und mehr zauberten sich die Limmattaler durch die Reihen der zweifelnden Wohler. Und als deren TopskorerStefan Sprenger einen «Rucksack» in der Person von «Terrier» Tarek Grendelmeier verpasst erhielt, war offensiv mehr und mehr Ende Feuer.DER HC DIETIKON-URDORF baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Zur Pause führte man mit sieben Treffern Differenz (20:13), amSchluss waren es mit dem 43:28 sage und schreibe 15 Treffer Differenz. Das Tor des Abends war für Goalie Carlo Filippi reserviert.Er, der vor dem Anpfiff von Präsident Martin Romer verabschiedet wurde, durfte in der 55.Minute einen Siebenmeter schiessen – und traf unter dem Jubel der Fans und Mitspielerzum zwischenzeitlichen 39:26. KURZ UND GUT: Die Limmattaler Handballer haben im letzten Spiel der Meisterschaft Werbung in eigener Sache gemacht.
Dietikon-Urdorf - Wohlen 43:28 (20:13)
Zentrumshalle, Urdorf. – 100 Zuschauer. –
SR Flury, Mathis. –
Torfolge: 1:0, 1:1, 3:1, 8:2 (10.), 8:6, 10:7, 11:8, 12:9, 17:9, 18:11,19:13, 20:13 / 23:13, 26:14, 27:15, 29:16, 30:17, 33:18, 33:22,36:23, 38:25, 41:26, 42:28, 43:28. –
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Dietikon-Urdorf, 4-mal 2 Minuten gegen Wohlen.
Dietikon-Urdorf: Filippi (1/1), Katicic; Anderegg (3), Barben(2), Grendelmeier (2), Imhof (9), Polozani (6/3), Rüegg (2),Schoenholzer, Senn (2), Tiefenauer (10/1), Wiederkehr (3), Wüthrich(3).
Wohlen: Christen, Hofmann; Barmettler (3), Chechele (4),Eberli (1), Frey (1), Maurer (3), Milosavljevic (1), Moser (2),Schmid, Sprenger (6), Stierli (7), Woodtli.
Bemerkungen: Dietikon-Urdorf ohne Jenni, Galli (beide verletzt) und Kilchenmann (überzählig). – Vor dem Anspiel werden die Spieler Filippi und Wiederkehr sowie Coach Markus Portmann offiziell verabschiedet
Dienstag, 23. März 2010
HCDU mit neuem Trainerduo
(RUBU.)
Montag, 22. März 2010
Ein Spiel zum Vergessen
Der HC Dietikon-Urdorf verliert bei Bruggen/Fides 20:33
«Das war die schlimmste Halbzeit der ganzen Saison», meint Sascha Schoenholzer trocken, als er an den ersten Durchgang seiner Handballer im zweitletzten Saisonspiel denkt. Der HCDU wurde von der SG Bruggen/Fides auswärts brutal überfahren. «Wir waren einfach nicht bereit», bringt es Schoenholzer auf den Punkt. Bei einem Zwischenstand von 1:7 nach neun Minuten und einem Pausenstand von 7:17 ist diese Aussage wohl nicht übertrieben. Dabei spiegelt das Resultat nicht ganz den Spielverlauf wider. Ein halbes Dutzend Pfostenschüsse sowie sieben ungenutzte so genannte hundertprozentige Chancen ermöglichten den St. Gallern eine Vielzahl von Tempogegenstössen. Dabei mag man noch von Pech oder allenfalls Unvermögen sprechen. Wenn man aber in einer Halbzeit 14 technische Fehler produziert, dann lässt das auf eine mangelhafte Einstellung bei den Limmattalern schliessen. Dennoch will Schoenholzer den Stab nicht über seiner Mannschaft brechen. «Der Wille war schon da, wir haben uns aufgebäumt. Aber heute ist einfach nichts gegangen. Ein rabenschwarzer Tag», sagt der 35-jährige Spielertrainer.
DIE KANTERNIEDERLAGE in der Ostschweiz hat für den HCDU keine gravierenden
Folgen. «Vielleicht war es nicht gut für uns, dass wir nicht unbedingt unter Siegzwang standen», analysiert Schoenholzer. Aber die Zürcher haben sich mit der Höhe der Niederlage einen
Bärendienst erwiesen. «Dadurch ist der Vorteil unserer guten Tordifferenz mit einem Schlag weg», meint der Coach, «Das ist genau das, was wir vermeiden wollten.» Dennoch, in der letzten Runde am nächsten Wochenende müsste alles gegen den HCDU laufen, um doch noch auf den ungeliebten Barrageplatz zurückzufallen. Weil man sich in der 1. Liga aber nicht auf Favoritensiege verlassen kann, möchte Schoenholzer die Sache in der eigenen Halle klarmachen: «Ich bin sicher, dass wir Wohlen schlagen werden.»
(KER)
Dienstag, 16. März 2010
Ligaerhalt für HC Limmat gesichert
HC Limmat gewinnt gegen Foxes 30:23
Der Start in die 2.-Liga-Partie verlief nicht nach Wunsch der Spieler des HC Limmat. Immerhin konnten sie den Rückstand, der zeitweise sechs Treffer betrug, bis zur Pause auf 13:17 begrenzen. In der zweiten Halbzeit warensie dann nicht mehr zu stoppenund gewannen schliesslich verdient und hoch mit 30:23. (LIZ)
HC Limmat - Albis Foxes 30:23 (13:17)
HC Limmat: Regner, Rötlisberger (1. bis 18.); Meier(3), Unternährer, Zuberbühler (3), Lanz (1), Juon(9/4.), Divis (2), Morf (3), Arnet (3), Schütterle (2),Grond, Patrick Tremp (4), Roger Tremp (1).
Bemerkungen: Limmat ohne Schuhmacher, Kukulski, Hotz und Schenkel (alle verletzt), Lehmann (krank), M. Widmer (Arbeit) und Laube (Ferien).
Montag, 15. März 2010
Hässliches Spiel, wichtiger Sieg
Alles oder nichts. So lautete die Devise auf beiden Seiten. Der HCDU musstegewinnen, und hätte sich, wenn Wetzikon am gleichen Abend verlieren würde, den Ligaerhalt frühzeitig sichern können. Kloten seinerseits musste gewinnen, wenn es noch eine minime Chance auf den Ligaerhalt wahren wollte. Besondere Brisanz erhielt diese Situation durch die wenigen Punkte, welche den HC Dietikon-Urdorf vom Schlusslicht Kloten trennen, nämlich nur deren acht.
SO WAR SCHON vor dem Anpfiff klar,dass sich die Spieler auf dem Feld nichts schenken würden. Der Umstand, dass die Partie wegen einer vorherausgetragenen Begegnung mit einer rund 20-minütigen Verspätung angepfiffen wurde, sorgte noch zusätzlich für Anspannung und Nervosität. Dementsprechend verkrampft verlief die erste Halbzeit. Viele Flüchtigkeitsfehler, Verständigungsprobleme und Fehlpässe auf beiden Seiten machten die Partie zu einer «holprigen» Angelegenheit. Hinzu kamen noch einige umstrittene Schiedsrichterentscheide, die die Emotionen auf den Bänken und der Zuschauertribüne hochkochen liessen.
KLOTEN-TORHÜTER Christoph Lüthi machte den Limmattalern mit einer starken Leistung das Leben zusätzlich schwer. Favorit HCDU musste sich miteinem 12:12-Unentschieden als Pausenstand zufrieden geben. «Irgendwie waren wir nicht bereit, nicht wach. Wir hätten niemals so viele Tore bekommen sollen», analysierte Spielertrainer Sascha Schoenholzer die erste Halbzeit.
TROTZ MÄSSIGEM START fanden die Spieler des HC Dietikon-Urdorf nach der Pause besser in die Partie und konnte sich gleich am Anfang mit einigen Toren absetzen. Das Spiel wurde immer rauer, die Fouls immer gröber, die Stimmung immer aufgeheizter. Doch die Gastgeber hielten dem Druck stand und gaben die Führung nicht mehr aus den Händen. Rückraumschütze Luzi Tiefenauer lief zurHochform auf und war mit insgesamt 9 Toren der beste Schütze der Gastgeber.
AUCH EINE DOPPELTE Unterzahl-Situationin der 57. Minute konnte denLimmattalern nichts mehr anhaben und so gewannen sie mit 26:22. Zwar hat der HCDU seine Hausaufgaben inSachen Ligaerhalt erledigt, doch da die Albis Foxes gegen Wetzikon verloren haben, geht die Zitterpartie weiter.«Es war ein hässliches Spiel, aber wir haben gewonnen», stellte Sascha Schoenholzer nach der Partie erleichtert fest. «Natürlich wäre es schön gewesen,wenn wir heute schon den Ligaerhalthätten feiern können. Aber die Rückrunde ist so gut für uns gelaufen,dass wir die beste Ausgangslage für den Ligaerhalt haben.» Die nächste Chance dazu hat der HC Dietikon-Urdorf am kommenden Samstagim zweitletzten Spiel der Saison auswärts gegen Bruggen/Fides. Die Dernière bestreitet man dann am Samstag, 27. März, daheim gegen Wohlen.
Samstag, 13. März 2010
Ein letztes Mal Espoirs
Das Spiel startete schnell, es war ein erwarteter Schlagabtausch mit beidseits guten Verteidigungen, die zunächst nur wenige Chancen zuliessen. Die Espoirs - diesmal mit Stéphanie Delabays im Tor - verpassten den Start etwas und lagen relativ rasch mit 0:2 hinten. Uznach konnte aber nicht davonziehen, zu gross war die Gegenwehr der Dietikerinnen. Während der HCDU mit Herz und Einsatz verteidigte, verteidigte der Tabellenführer mit Faust und von Hinten. Teilweise schien Uznach das Spielfeld mit einem Sägemehl-Kreis zu verwechseln, sodass vor allem Lorena und Andrea regelmässig mit gekonnten Kniestichen und Hüftwürfen von den Beinen geholt wurden, wohlgemerkt ungeahndet vom Schiedsrichter. Trotzdem gelang der 6:6 Ausgleich. Mit etwas mehr Glück hätte der HCDU mit einer Führung in die Pause gehen können. Die ruppige Gangart des Gegners sorgte aber zusehends dafür, dass der Ball lieber einmal mehr weitergespielt, als dass konsequent der Abschluss gesucht wurde. Wurde hingegen ein guter Kreispass gespielt, hatte Yasmine gar keine Chance, ihre Stärken im "Nahkampf" auszuspielen, da jeweils sofort der Foul-Pfiff ertönte. Janu, auch mit einem 6:8 zur Pause war in den zweiten 30 Minuten noch alles offen.
Nach der Pause konnte der Gegner das Niveau halten, dem HCDU schwanden zusehends die Kräfte. Einmal mehr mit nur einer Auswechselspielerin angetreten, zollten die Espoirs dem Tempo aus der ersten Halbzeit Tribut. Obwohl der Schiedsrichter nun sämtliche griechisch-römischen Griffe und Kniffe bestrafte, vermochten die Espoirs den Tabellenführer nicht weiter zu fordern. Plötzlich vergass man, in der Verteidigung härter zuzulangen und im Angriff schien es eine Strafe zu sein, dass man eine Spielerin mehr auf dem Feld hatte. Nichts gelang mehr, die Konzentration liess im Gleichschritt mit den Kräften nach und obwohl der Wille durchaus vorhanden war wurde der Torabstand nicht mehr kleiner, sondern nur noch grösser. Dem Gegner gelangen einfache Tore aus der zweiten Reihe. Beim HCDU hingegen schlichen sich nun technische Fehler zuhauf ein. Schlussendlich verloren die Espoirs das 14. und letzte Saisonspiel trotz einer kämpferisch einwandfreien Leistung mit 12:23.
Sehr positiv war das Miteinander auf dem Feld, trotz Verletzungen oder sonstigen Beschwerden. Ebenso konnte man sehen, dass die beiden letzten Wochen Trainings im Spielwitz hängen geblieben waren: Kreispässe, Würfe aus der zweiten Reihe, Kurzpass beim Gegenstoss, das Spiel war teilweise sehr schön mitanzusehen. Und auch hervorzuheben gilt es die seit eineinhalb Jahren nicht mehr auf dem Feld gestandene Torhüterin Stéphanie Delabays, die mit starken Paraden das Spiel lange Zeit offen gestalten konnte. Leider ist die Niederlage eher hoch ausgefallen. Der Gegner brillierte nicht wirklich, hatte aber auf der rechten Seite zwei Spielerinnen in ihren Reihen, die der HCDU nicht in den Griff kriegen konnte. Neben den Auswechselspielerinnen fehlt auch das den Espoirs: wenns als Team nicht funktioniert, gibt es niemanden auf dem Feld, der das Spiel an sich reissen und im Alleingang entscheiden oder zumindest dagegenhalten könnte. Dass nach dem Spiel die Dämme brachen und die Sätze wieder mit "ein letztes Mal..." begannen ist selbstverständlich und spricht für das Team. Dazu aber ein anderes Mal, nämlich im Saisonabschlussbericht, der irgendwann mal folgen wird.
HCDU Espoirs - TV Uznach 12:23 (6:8)
Espoirs: Stéphanie (1.-60.), Andrea (4/2), Astrid (3), Martina (2/2), Lorena (2), Isabelle, Julia (1), Yasmine
Bemerkungen: Espoirs ohne Maja (Arbeit), Svenja (im F2), mit Jefi auf der Tribüne
Mittwoch, 10. März 2010
Hochspannung bis zur letzten Sekunde
Die Voraussetzungen versprachen eine brisante Affiche. Während die Reserven des HC Dietikon-Urdorf bereits den Verbleib in der 2. Liga gesichert haben, musste der HC Limmat noch zittern. Geschenke wollte der HCDU keine machen. Spielertrainer Sandro Tonini liess verlauten: «Wir wollen den vierten Rang sichern.» Das Limmat-Trainerduo Mark Gerber und Tom Widmer hielt mit der Forderung nach einem Sieg in diesem kapitalen Derby dagegen. Es war eine Begegnung der Jungen. In der HCL-Startaufstellung wurden die Junioren integriert und mit Verantwortung betraut. Auf der Seite des HCDU gab es ebenfalls junge Gesichter zu sehen, unterstützt von Routiniers wie Rusert, Zatti, Tonini und Schütterle.
Mit einem Wahnsinnstempo legten beide Seiten los. Innert weniger Minuten legten die Gastgeber einen 3-Tore-Vorsprung hin. Sandro Tonini war gezwungen, nach 14 Minuten sein Time-out zu nehmen. Die Gäste fassten danach Fuss und gingen ihrerseits mit zwei Toren in Front, was auch zur Halbzeit der Fall war (11:13). Limmat kämpfte sich nach dem Seitenwechsel zurück, ging trotz mehrmaliger Unterzahl zeitweise in Führung. Kein Team konnte sich jedoch entscheidend absetzen. Die Schlussphase: David Morf überwand HCDU-Goalie Roman Loosli 45 Sekunden vor Schluss zum 22:21. Im Gegenzug machte Dietikon-Urdorf Tempo und überforderte die gegnerische Abwehr. Altmeister Peach Rusert (38) traf eine Sekunde vor Schluss zum Endstand 22:22.
Limmat fehlt ein Punkt
Für Limmat war es ein ärgerlicher Punktverlust. Um den Klassenverbleib sicherzustellen,
müssen sie in den verbleibenden Partien gegen Tabellennachbar Albis Foxes und gegen Leader Amicitia noch einen Punkt holen oder auf Schützenhilfe hoffen. Der HCDU festigt den dritten Rang, hat aber im Vergleich zu den umliegenden Konkurrenten mehr Spiele auf dem Konto. (TWI)
Montag, 8. März 2010
Spezialität: Schlussspurt
Ziel erreicht! Erstligist Dietikon-Urdorf setzt seine Erfolgsserie in der Rückrunde fort und überholt dank dem Sieg im Direktduell Gegner Kreuzlingen in der Tabelle. Der HCDU lag eine Viertelstunde vor Schluss noch mit drei Toren im Hintertreffen, konnte sich aber einmal mehr auf seinen Schlussspurt verlassen. Lange machte man sich das Leben mit dummen Strafen selber schwer. Es machte beinahe den Anschein, als brauchte Dietikon-Urdorf diesen Nervenkitzel. Dank den beiden Torhütern verloren die Gäste aber nie den Anschluss. In der entscheidenden Spielphase spürte man das in den letzten Partien getankte Selbstvertrauen. «Wir wurden in keinem Moment nervös», lobte Spielertrainer Schoenholzer sein Team, «denn inzwischen weiss jeder, dass wir in unserer Gruppe jeden schlagen können.» (LIZ)
Grosser Bericht im Limmattaler: Andi Jenni ist wieder mal out
Gebrochene Handgelenke –das war früher. Aktuell setzt ein kaputtes Schlüsselbein den Rückraumspieler Andi Jenni ausser Gefecht.
«Vielleicht suche ich mir eine andere Sportart. Schwimmen zum Beispiel.» Andreas Jenni hat den Humor nicht verloren. Auch wenn der Vollblut-Handballer nach einem Zwischenfall vor zwei Wochen zum Zuschauen verdammt ist. Eine rüde Attacke eines Gegenspielers führte in der 20. Minute im 1.-Liga-Heimspiel gegen Frauenfeld zu einem Bruch des linken Schlüsselbeins.
ES GING ALLES ganz schnell. «Wir stürzten im Zweikampf. Und mein Gegner fiel auf mich drauf. So einfach war das.» Im Schwingen, so Jenni schmunzelnd, hätte dieser Plattwurf eine glatte 10 gegeben. Dass etwas Schlimmes passiert sein musste, wusste Jenni gleich. Noch während die Partie lief, wurde er ins Spital gefahren. Dort dann die niederschmetternde
Diagnose – Schlüsselbeinbruch. «Da habe ich für ein paar Augenblicke ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, den Bettel hinzuschmeissen und mit Handball aufzuhören.»
JENNI HATTE GLÜCK im Pech: Der Bruch verlief gerade und musste nicht operiert werden. So läuft der Familienvater nun mit einem Verband um beide Schultern herum. Ganz zum Spass von Söhnchen Oliver. Der 15 Monate alte Wirbelwind freut sich natürlich darüber, dass sein Papi nun mehr Zeit für ihn und Mami Marina hat. Denn mit Sport ist für die nächsten fünf, sechs Wochen Schluss. Die restlichen Spiele seines HC Dietikon-Urdorf muss er sich von der Tribüne
aus ansehen. Und es ist tatsächlich ein Müssen. «Ich würde der Mannschaft gerne helfen. Nur zuschauen – das ist ja furchtbar!»
ANDREAS JENNI ist ein Pechvogel par excellence. Der 25-jährige gelernte Sanitärmonteur
steht in seiner fünften Saison im Kader der 1. Mannschaft. «Aber ohne Verletzungen habe ich
noch nie eine Meisterschaft zu Ende spielen können», meint er und wirft Oliver schmunzelnd einen Ball zu. Schlimm erwischte es ihn in der Saison 2005/06. Damals, als der HC Dietikon-
Urdorf erstmals in seiner Geschichte mit dem Fanionteam in der 1. Liga spielte, zog sich Jenni einen Handgelenkbruch zu. Und es sollte nicht der letzte Bruch sein. «In der Folge brach ich mir die Hand noch zweimal. Oder waren es dreimal?»
WENN ES NACH den Ärzten gegangen wäre, hätte Jenni nie Handballer werden dürfen. «Als ich zwölf war, entdeckten sie abgestorbene Knorpel unter den Kniescheiben. Sie sagten mir,
ich solle sofort mit Handball aufhören und mir einen anderen Sport suchen. Velofahren zum Beispiel. Oder Schwimmen.» Oder vielleicht Schach? Die mahnenden Worte verhallten ungehört.
Jenni blieb seinem Stammklub HC Limmat treu, dann wechselte er altershalber zur Spielgemeinschaft HCDU/Limmat. Und dann in die 1. Mannschaft des HCDU.
GEDANKEN über Spätfolgen wegen seiner Knie macht er sich noch keine. «Ich liebe den Handball zu sehr.» Die negativen Gedanken nach dem Unfall sind verflogen, Jenni wird auch weiterhin für den HCDU im Rückraum spielen. «Und das wird in der 1. Liga
sein. Die Jungs schaffen den Ligaerhalt », sagt er fast ein wenig trotzig.
2 Siege und eine Niederlage
Das Meister erkämpfte sich hingegen in Einsiedeln einen 32:28 Sieg. Der Schneesturm am Samstag morgen erzwangen eine Zuganreise, im Gegensatz zum Schiedrichter, erreichte die Mannschaft Einsiedeln pünktlich. Für den abwesenden Schiedsrichter sprang ein Einsiedelner Trainer ein und pfiff das hart aber nie unfair geführte Spiel sehr gut. Zuerst lagen die Limmattaler zwar zumeist im Rückstand, aber in der zweiten Halbzeit kehrte man das Spiel zu seinen Gunsten. Als Beweis einer kämpferisch tadlellosen Leistung konnten auf der Zugsrückfahrt insgesamt 4 sichtbare Beulen an den Köpfen der HSG Spieler gezählt werden. Ein Einsatz der sich aber gelohnt hat.
Auch am Sonntag verlief die 1. Halbzeit nicht nach Wunsch. Zwar fürte man mit 6:5, geriet danach aber mit 17:11 in Rückstand. Mit grossem Einsatz konnte man den Rückstand bis zur Pause auf ein Tor verkürzen. In der 2. Halbzeit spielte man relativ konstant gut und gewann am Schluss relativ sicher 34:30. Nun steht man hinter Wädenswil und Stäfa auf Rang 3.
Es spielten: Agarkov, Ameti, Aziri, Biffiger, Bunjaku, Burla, Diserens, Dujak, Ensslin, Gretler, Romer, Satan, Schlatter,Wiesner, Von Atzigen, Tanner, Kuhn
Montag, 1. März 2010
Remis in Appenzell
Handballer in der 1. Liga
Mit einem Punkt ist der HC Dietikon-Urdorf gestern Abend spät aus dem Appenzellerland ins Limmattal zurückgekehrt. In der Tabelle bleibt aus Sicht der gestrigen Gegner der Status quo. Sowohl die Limmattaler als auch die Appenzeller müssen sich weiterhin gegen hinten orientieren. Es droht immer noch die Abstiegspoule aller Drittletzten.
GANZ ZUM SCHLUSS konnten die Gäste aus dem Limmattal doch noch jubeln.
Sie holten in den letzten Minuten einen Dreitorerückstand auf und entführten den so wichtigen Punkt. 90 Sekunden vor dem Abpfiff brachte Sascha Schoenholzer mittels Siebenmeter den HCDU auf 27:28 heran, 15 Sekunden vor dem Ende lancierte der Spielertrainer Rückraumspieler Luzi Tiefenauer – 28:28. Damit war die turbulente Schlussphase allerdings noch nicht zu Ende. Erst sah HCDU-Grendelmeier von den nicht immer sattelfest wirkenden Schiedsrichtern nach einer «Notbremse» direkt die rote Karte, dann musste Goalie Carlo Filippi
nach 59:57 Minuten nochmals ran. Er bestand die Prüfung und hielt den Punkt fest.
AUCH WENN DIE Limmattaler von einer frühen Disqualifikation von Appenzells Topskorer Erdin profitieren konnten (dritte Zweiminutenstrafe schon in der 35. Minute), gestohlen haben sie den einen Punkt nicht. «Aus meiner Sicht ist die Punkteteilung leistungsgerecht», so Schoenholzer, «auch deswegen, weil wir nie aufgegeben haben. Gestohlen haben wir diesen Zähler jedenfalls nicht.» In den restlichen vier Partien der Meisterschaft treffen die Limmattaler der Reihe nach auf Kreuzlingen, Kloten, Bruggen/Fides und Wohlen. Vor allem am kommenden Samstag darf man beim Gastspiel am Bodensee auf weiteren Punktezuwachs hoffen. Kreuzlingen hat die letzten beiden Partien gegen Romanshorn und Wädenswil hoch verloren.
(SA/RUBU)
Sporthalle Wühre. – 240 Zuschauer –
SR: Jucker, Ulmann. –
Strafen: 8mal 2 Minuten gegen Appenzell (inkl. Disqualifikation Erdin/35.),
10mal 2 Minuten gegen Dietikon-Urdorf (inkl. Disqualifikation Wiederkehr/40.).
Appenzell: Busa, Masina; Inauen, Walker, Leslie (8), Künzler (10), Mathis, F. Suter, Geisser (6), Erdin (1), Wüthrich (1), M. Suter (2).
Dietikon-Urdorf: Filippi, Katicic; Senn, Barben (1), Polozani (4/4), Tiefenauer (6), Wüthrich (3), Wiederkehr (1), Imhof (4), Grendelmeier (3), Anderegg (3), Rüegg (2), Schoenholzer (1/1).
Bemerkungen: Dietikon-Urdorf ohne Jenni (Saisonende nach Bruch des Schlüsselbeins).
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