Der HC Dietikon-Urdorf gewinnt in der 1. Liga gegen das besser platzierte Wetzikon mit 27:26
VON MAILA BERMEJO
Den Vorsprung verwalten – das gehört nicht gerade zu den Stärken der Handballer von Dietikon-Urdorf. Oft gingen die Limmattaler in dieser Saison in Führung und zu oft haben sie diese wieder abgegeben. Das gleiche Szenario drohte
auch gestern im Spiel gegen Wetzikon. Die Partie gegen den Tabellenfünften begann mit zwei starken Paraden von Torhüter Josip Katicic und ging mit einem ebenso starken Angriffsspiel des HCDU weiter. In den letzten Matches hatte sich Dietikon-Urdorf im Spiel nach vorne stetig steigern können und heute ging diese positive Entwicklung zur Freude der 52 Zuschauer weiter: Die Limmattaler arbeiteten konzentriert und machten vor dem gegnerischen Tor beinahe keine Fehler. Nach sieben Spielminuten stand es schon 6:3 für den Gastgeber.
Ricardo Rüegg, der gestern ausnahmsweise am Kreis aushalf, gelang in der Startphase des Spiels ein Treffer nach dem andern und so erstaunt es nicht, dass der HCDU seine Führung weiter ausbauen konnte. Als es in der 20. Spielminute 12:6 aus Sicht der Limmattaler stand, wechselte der Wetziker Trainer und Ex-HCDU-Coach Robin Gerber seinen Torhüter aus. Dieser rachte eine kleine Verbesserung, sodass der Gast mit «nur» vier Toren unterschied (12:16) in die Kabine ging.
NUN KAM ABER ERST die grosse Herausforderung für den HCDU: Den Vorsprung verwalten. Diese Aufgabe misslang den Limmattalern wie schon so oft zuvor gründlich. Etwa im gleichen Masse, wie sich die Gegner aus dem Zürcher Oberland verbesserten, verschlechterte sich Dietikon-Urdorf. Den Wetzikern gelangen Tor um Tor, bis sie den Anschlusstreffer zum 19:18 erzielten. Konnten die Limmattaler ihr Muster durchbrechen oder würden sie den sicher geglaubten Sieg wieder aus den Händen geben?
Torhüter Marc Kilchenmann, der in der 42. Minute Josip Katicic im Tor von Dietikon-Urdorf ersetzte, gelang zu seinem Einstand gleich eine wichtige Parade. Ein gutes Omen. Die Limmattaler fassten sich, vermochten sich aber nicht entscheidend abzusetzen. So pendelten die Ziffern auf der Anzeigetafel zwischen Unentschieden und eins bis zwei Toren Vorsprung für den HCDU hin und her. Bis eine Minute vor Schluss Yves Barben den Siegestreffer zum 27:26-Schlussresultat erzielte. «Es war mal wieder unnötig spannend», bilanzierte Sascha Schoenholzer nach der Partie halb ernst, halb schmunzelnd.
Abonnieren von HCDU NEWS
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen