In der Nationalliga B gabs eine 25:27-Niederlage gegen Yellow
VON RUEDI BURKART Am Schluss blieb einmal mehr nur der Frust. Zum wiederholten Mal resümierte HCDU-Spielertrainer Sascha Schoenholzer: «Eine gute Leistung meiner Mannschaft. Wir waren nahe dran an der Überraschung.» Aber eben. Ganz gereicht hatte es auch gestern nicht für einen «Big Point» im Abstiegskampf. Die Partie vom kommenden Samstag bei Dagmersellen (gestern 20:28 in Steffisburg) wird somit zum Schicksalsspiel.
ZUM GESTRIGEN SPIEL: Mit einer unglaublichen Willensleistung boten die Limmattaler dem Favoriten während einer Halbzeit Paroli. Ihre «Lebensversicherung» im Rückraum, Nachwuchs-Nationalspieler Jonas Affentranger, sass ab der fünften Minute mit einem schmerzenden Fuss bis kurz vor Schluss auf der Bank. Das Ref-Duo pfiff in den ersten 20 Minuten nicht weniger als sieben Siebenmeter gegen sie. Und Topskorer Daniel Imhof hatte nach seinen Ferien Anlaufschwierigkeiten. Egal! Der HCDU lag nach den ersten 30 Minuten sensationell mit 13:8 in Führung. Der Grund: Kreisläufer Marcel Scheurer zeigte in seinem letzten NLB-Heimspiel (LiZ von gestern) eine vorzügliche Leistung und erzielte wichtige und wunderbar herausgespielte Tore. Und dann die Torhüter! Carlo Filippi hexte die Winterthurer ebenso ins Elend wie Giusi Katicic. Der Teufelskerl brachte mit seinen Reflexen die Gäste zur schieren Verzweiflung. Sechsmal scheiterten die Winterthurer in Halbzeit 1 vom Siebenmeterpunkt. Ein Zeichen für Überheblichkeit. Da fiel es auch nicht ins Gewicht, dass der HCDU bei eigener doppelter Überzahl in der 22. Minute einen Gegentreffer kassierte.
NACH DEM SEITENWECHSEL war alles anders. «Natürlich wussten wir, dass Yellow reagieren würde», so Schoenholzer. Und wie sie das taten. Die Gäste streiften ihre Nonchalance ab, der HC Dietikon-Urdorf schien von einer Minute auf die andere die viel zitierte Angst vor dem Sieg zu kriegen. Überhastete Abschlüsse und Fehler in der Vorwärtsbewegung luden die Gäste förmlich zu Tempogegenstössen ein. So lagen die Winterthurer nach 42 Minuten erstmals in Führung (16:15). Der HCDU legte nochmals nach und ging wiederholt in Front (Grendelmeier nach 45 Minuten zum 18:17). Doch dann war Schluss. Yellow Winterthur riss die Partie an sich, vermochte ein letztes Aufbäumen der Gastgeber zu kontern und sicherte sich damit den 27:25-Erfolg.
Dietikon-Urdorf - Yellow Winterthur 25:27 (13:8) Zentrumshalle, Urdorf – 120 Zuschauer –
SR: Jergen, Zaugg.
Dietikon-Urdorf: Filippi, Katicic; Baumgartner, Imhof (3/1), Affentranger (5/3), Jenni (2), Wiederkehr, Scheurer (9), Rüegg (1),Schoenholzer (2/1), Grendelmeier (2), Tiefenauer (1), Barben, Polozani.
Yellow Winterthur: Böhny, Kindler; Bay (4), Gehrig (2), Graf (1), Hauser, Stefan Hochreutener (2), Roland Hochreutener (6), Huber (2/1), Kleeli, Läng (4/4), Meili, Müller (2), Steiner (4).
Torfolge: 0:2, 1:2, 1:3, 2:4, 3:5, 4:6, 8:6, 9:7, 11:8, 13:8 /13:9, 14:10, 14:14, 15:14, 15:16, 16:17, 18:17, 18:21, 19:21, 19:23, 22:23 (56.), 22:25, 23:25, 23:26, 24:27, 25:27.
Strafen: 8 x 2 Minuten gegen Dietikon-Urdorf – 6×2 Minuten gegen Yellow Winterthur. Bemerkungen: Dietikon-Urdorf ohne Albrecht, Anderegg, Galli, Wüthrich – Huber verschiesst Penalty (4./1:2), Graf verschiesst Penalty (8./3:4), Bay verschiesst Penalty (11./3:5), Katicic hält Penalty von R. Hochreutener (14./6:6), Katicic hält Penalty von Meili (15./7:6), Katicic hält Penalty (24./9:8), Böhny hält Penalty von Imhof (34./14:10) – vor der Partie wird Kreisläufer Marcel Scheurer offiziell verabschiedet.
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