In der Nationalliga B trennten sich Dagmersellen und Dietikon-Urdorf 24:24 unentschieden
Nichts wurde aus dem anvisierten Sprung über den Strich. Trotz phasenweise überlegenem Spiel vergab der HCDU gestern den Sieg. Mit dem Remis war niemand glücklich.
VON RUEDI BURKART AUS DAGMERSELLEN Nach 14 Minuten hatte Dagmersellens Trainer Peter Kreyss ein erstes Mal genug. Er nahm sein Time-out und versuchte, seinem Team neues Leben einzuhauchen. Grund: Der HC Dietikon-Urdorf war den Gastgebern in jeder Beziehung überlegen, stand hinten sicher wie selten in dieser Saison und schoss vorne Tore. Rückraumspieler Andreas Jenni beispielsweise spielte in dieser Saison kaum besser als gestern in den ersten 15 Minuten – und verschwand danach in der Versenkung. Trotz vier fahrlässig vergebenen Chancen führten die Limmattaler nach knapp einer Viertelstunde mit 5:1. DREI MINUTEN vor dem Pausenpfiff musste HCDU-Coach Stephan Höhn seinerseits die Time-out-Notbremse ziehen. Zwar ging sein Team nach 20 Minuten mit 8:3 in Führung und war «virtuell» über den Strich gerutscht. Doch dann schoss Dagmersellen Tor um Tor. Die Limmattaler erlaubten sich ihrerseits in der Offensive unerklärlicherweise Fehler. Beim Seitenwechsel war der Vorsprung auf ein Tor geschrumpft. DIE ZWEITEN 30 MINUTEN waren ein Kampf auf Biegen und Brechen. Dietikon-Urdorf lag meistens im Vorsprung. Dass es am Schluss doch nicht zum dritten Sieg der Saison reichte, hatten sich die Limmattaler selbst zuzuschreiben. «Wir waren zu dumm», brachte es der enttäuschte Spielertrainer Sascha Schoenholzer auf den Punkt. Sein Team habe sich in der Schlussphase übertölpeln lassen und «nicht so gespielt, wie wir uns das vorgenommen haben.» So kam es, dass die Luzerner, angetrieben vom Heimpublikum, 21 Sekunden vor Schluss zum 24:24 ausglichen. Notabene mit einem umstrittenen Treffer. «Der Ball war nicht hinter der Linie», ärgerte sich HCDU-Goalie Carlo Filippi.
MIT DEM SCHLUSSPFIFF um 20.40 Uhr begann der siebenwöchige Meisterschaftsunterbruch. Nach ein paar Tagen Pause werden die Spieler des HCDU am 5. Januar 2009 wieder mit dem Training beginnen. Nicht mehr mit dabei sein wird dannzumal Marcel Scheurer. Der 25-jährige Kreisläufer absolvierte gestern sein vorläufig letztes Spiel für die 1. Mannschaft (die LiZ berichtete).
Dagmersellen - Dietikon-Urdorf 24:24 (8:9) Chrüzmatt – 200 Zuschauer – SR: Wyss, Zowa. Dagmersellen: Willimann, Küng; Meier (3), Wermelinger (2), Theiler, Kurmann (7), Felder (1), Bratschi (1), Silvan Graf (2), Ronald Graf (4), Sutter (1), Häfliger, Kaufmann (3/3), Merz.
HCDU: Filippi, Katicic; Affentranger (8/2), Scheurer (3), Baumgartner, Jenni (3), Imhof (2), Tiefenauer, Wiederkehr (2), Grendelmeier, Rüegg (3), Albrecht, Schoenholzer, Ruffiner (3). Torfolge: 0:2, 1:2, 1:5, 2:5, 3:6, 3:8 (20.), 6:8, 6:9, 8:9 / 8:10, 10:10, 10:13, 11:14, 12:15, 14:15, 14:16, 16:16, 16:19 (50.), 17:20, 19:22 (53.), 21:23, 23:23, 23:24, 24:24.
Strafen: 4 x 2 Minuten gegen Dagmersellen - 3 x 2 Minuten gegen Dietikon-Urdorf. Bemerkungen: Dagmersellen ohne Frauchiger, Stettler, Lischer (alle verletzt) – Dietikon-Urdorf ohne Anderegg und Wüthrich (beide verletzt) - Willimann hält Siebenmeter von Imhof (14./1:5).
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