13:13 klingt nach einem eher langweiligen, trägen und vom Niveau her eher bescheidenen Spiel. Beim 13:13 der Espoirs gegen Stäfa war das aber anders. Einmal mehr zahlenmässig unterlegen (8 Spielerinnen beim HCDU gegen 12 bei Stäfa), zeigten die Espoirs vor allem ab Minute 40, wieso der Name "Espoirs" trotz allem gut gewählt ist. Zudem stand heute ein Gegner auf dem Feld, der wesentlich besser spielte als das Stäfa aus der letzten Begegnung der beiden Teams. Trotzdem reüssierte der HCDU und hatte sogar gute Chancen zum Sieg.
Die Espoirs starteten gut, begingen aber im Angriff zu viele einfache Fehler. Kein Wunder, denn sie mussten sich jedes Tor hart erkämpfen. Wer nun aber davon ausgeht, dass es dem Gegner einfacher fiel Tore zu erzielen, täuscht sich gewaltig. Die beiden Defensiven standen hervorragend, auf der einen Seite das gewohnte aggressive 6:0 der Dietikerinnen, auf der anderen die gut disponierten Stäfnerinnen in ihrem beweglichen 3:2:1. Und die beiden Teams schenkten sich nichts. Zwar kam Stäfa immer wieder zu Torwürfen, aber meist aus grosser und gefahrloser Distanz. Die Espoirs hingegen nahmen kaum Würfe aus der zweiten Reihe, sondern kombinierten sich teilweise sehr gut durch die Reihen des Gastes. So betrug die Differenz zwischen den beiden Teams ausser zur Pause nie mehr als ein Tor und die Führung wechselte ständig. Stäfa führte zur Halbzeit wegen weniger Fehlern und etwas mehr Glück im Abschluss mit 6:8 aus Sicht des Heimteams.
In der Pause wurde besprochen, dass das 3:2:1 des Gegners vor allem durch Passtäuschungen und gute Sperren zu knacken sei. Und siehe da, aus dem 6:8 wurde auch dank einer grossartig aufspielenden Svenja im Tor schnell ein 8:8. Obwohl es wenig Tore gab, war das Spiel sehr unterhaltsam und enorm spannend. Es hätte jederzeit auf die eine oder andere Seite kippen können, tat es aber nicht. Beim Stande von 8:9 erlebten die Dietikerinnen einen kleinen Energieschub: obwohl nur mit einer Auswechselspielerin angetreten steigerten Sie das Tempo und gingen mit 11:9 in Führung. Dann drehte auf Seiten der Gäste die Spielerin auf Halbrechts auf und erzielte aufgrund ihrer technischen Überlegenheit drei Tore am Stück. Erst danach liess Trainer Wyttenbach die Spielerin enger bewachen. Wie sich herausstellen sollte, hätte das bereits früher zum Erfolg geführt. Das Team von Stäfa schaffte mit der Manndeckung auf ihre beste Spielerin nicht mehr viel im Angriff. Der HCDU ging folglich noch einmal mit 13:12 in Führung, kassierte aber den Ausgleich und vergab die eine oder andere Chance auf den Siegtreffer.
Die Punkteteilung erscheint mehr als gerecht. Es standen sich zwei Juniorinnen-Teams gegenüber, die sich nichts schenkten und ein spannendes Spiel boten. Mit der Gewissheit, dass ein Sieg durchaus möglich gewesen wäre, kann das Team mit der Leistung zufrieden sein. Gegen Stäfa, das letztes Jahr die Aufstiegsrunde zur 2. Liga nur knapp verpasste, hat der HCDU drei Punkte erzielt. Die letzten beiden Spiele werden die Espoirs ebenfalls zuhause bestreiten können. Natürlich hoffen die Spielerinnen auf die Unterstützung des Publikums beim Vorhaben, die beiden letzten Partien siegreich zu beenden.
HCDU - HC GS Stäfa 13:13 (6:8)
HCDU: Svenja (1.-60.), Astrid (4), Andrea (5), Lorena (1), Yasmine, Julia (1), Maja, Martina (2/1)
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