Sonntag, 17. Januar 2010

Espoirs: 2010 beginnt sehr gut - überzeugender Auftritt beim 22:9 Sieg gegen züri birch

Die Erfahrung aus dem letzten Aufeinandertreffen dieser beiden Teams versprach eigentlich, dass es heute ein Gemurkse auf dem Feld geben würde mit einem Happy End für den HCDU. Bis zum 1:1 war auch noch alles offen - aber danach "isch der Mischt gfüehrt gsi". Wir schauen uns die Details zum Match an.

Der Aufmarsch der Gladiatorinnen dauerte beim Gegner heute fast doppelt so lang wie beim HCDU. Nicht weniger als 13 Spielerinnen waren dabei auf Seiten von züri west. Das Grüppchen der Espoirs war da mit acht Spielerinnen wesentlich straffer gehalten. Und schliesslich zählt ja die Qualität der Spielerinnen und nicht nur die Quantität. Zum Glück. Die Espoirs hielten denn auch das Tempo enorm hoch, dafür dass sie nur gerade eine Auswechselspielerin auf der Bank sitzen hatten. Und - oh Überraschung - der Gegner vermochte das Tempo nur zu Beginn mitzugehen. Nach dem 1:1 in der zweiten Minute liess der HCDU nichts mehr anbrennen und nahm in der Defense den dicken Knüppel hervor. Die Gäste mussten sich in Form eines Zeitspiels Mal für Mal anzählen lassen, die deswegen erzwungenen Würfe von 12 Metern nahm Svenja dankend entgegen und lancierte jeweils umgehend einen Gegenstoss. Näher als 12 Meter kamen die Gäste nur selten - und wenn, war Svenja auch dann auf ihrem Posten. So kams, dass die Gäste innerhalb der ersten 30 Minuten nur gerade zwei Tore werfen konnte. Der HCDU hingegen "brannte" heute an allen Ecken und Enden. Astrid warf von neun Metern in den Angel, Maja von sechs Metern zwischen den Beinen hindurch und Andrea vom Siebenmeter-Punkt immer rechts tief. Beinahe jeder Wurf auf den Kasten von züri birch war ein Tor. Hätte die Fehlerquote noch tiefer gehalten werden können und wären die Gegenstösse noch etwas konsequenter gelaufen worden, hätte sich züri birch nicht über ein 17:2 beschweren können. So stand es aber zur Pause "nur" 12:2. Man bedenke hierbei, dass der HCDU beim Hinspiel mit 12:11 nach 60 Minuten gewonnen hatte.

In der zweiten Halbzeit wurde weiter gekämpft und nichts verschenkt. Das ganze Team brillierte auf der ganzen Linie. Egal wer wo spielte, sie spielte und kämpfte für und mit dem Team. Und die Fehlerzahl konnte nochmal reduziert werden gegenüber der ersten Halbzeit. Nun wurde aber im Abschluss mehr gesündigt als noch in der ersten Halbzeit. Alleine Martina buchte in dieser Halbzeit drei Metalltreffer. Nachdem es in der 45. Minute 18:6 stand, begannen die Spielerinnen die Strapazen zu spüren und verloren etwas an Tempo. Dennoch zeigte das Team vor allem im Angriff und in der Gegenstossauslösung teils Unglaubliches. Als Beispiel: eine Passtäuschung von Astrid und ein blitzschnelles ändern des Laufwegs verschafften ihr eine Lücke von rund drei Metern. Als zweites Beispiel liess sich Julia, die für das Spiel ein Skiwochenende absagte, einen Treffer notieren, den sie via Pfosten auf der für sie alles andere als gewohnten Position vom linken Flügel ins Tor zimmerte. Die zweite Halbzeit war im Angriff vom Gezeigten her mehr "WOW", als die erste, ging aber dennoch nur mit 10:7 an den HCDU. Schlussstand: Espoirs 22, züri birch 9.

Den Espoirs gelang es heute zum ersten Mal in dieser Saison, die Trainingsform ins Spiel mitzunehmen. Und sofort ist der HCDU eine Klasse besser als der Gegner. Natürlich wird es gegen andere Teams nicht ganz so einfach, aber dennoch ist man jetzt einen Schritt in die richtige Richtung gegangen. Dass das angeschlagene Tempo mit nur gerade sieben Feldspielerinnen und Svenja im Tor durchgehalten wurde, spricht sehr für den Fitnessstand der Espoirs. Auch hervorzuheben ist Isabelle, die ihre Arbeit zwar unauffällig, aber dennoch ansprechend erledigte: sie kassierte kein einziges Tor an ihrem Flügel und spielte grösstenteils fehlerfrei. Auf der heute gezeigten Leistung lässt sich sehr gut aufbauen. Nun bleiben drei Heimspiele, wovon alle drei gewonnen werden wollen. Einfach wirds nicht, aber Spass wirds machen.


HCDU Espoirs - züri birch 22:9 (12:2)
Espoirs: Svenja (1.-60.), Astrid (6), Andrea (8/4), Julia (3), Isabelle, Maja (2), Yasmine (1), Martina (2)
Bemerkungen: Andrea und Martina verwerfen je einen Penalty; Espoirs ohne Lorena (verletzt)

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