Samstag, 5. März 2011

FU17: PROMO-MEISTER

Die Limmatwaves sinnten auf Revanche. Die einzige Saisonniederlage hatte ihnen der TV Witikon zugefügt, derselbe Gegner, gegen den die Limmatwaves heute einen Meisterschafts-Matchball hatten: mit einem Sieg wären die Dietikerinnen vorzeitig Promo-Meister, im Falle einer Niederlage zwar immer noch Erstplatzierte, aber nur noch mit einem Punkt Vorsprung auf - natürlich - den TV Witikon.

Das Spiel startete erwartet fast wie ein Fussball-Spiel. Nach 15 Minuten stand es 1:1. Das lag aber nicht etwa daran, dass je 11 Spielerinnen auf dem Feld standen, sondern dass die beiden Defensiven sehr solid und beide Torhüterinnen sehr souverän waren. Einerseits die körperlich bevorteilten Spielerinnen des TV, auf der anderen Seite die technisch und spielerisch feinere Klinge des HCDU. Bis zur Pause sollten beide Teams den jeweils anderen Goalie noch ziemlich heiss werfen. Man ging nach einer kämpferisch einwandfreien, aber resultatmässig eher schwachen Halbzeit mit 5:3 aus Sicht des HCDU in die Pause. Woran lags, dass das Spiel derart knapp gehalten wurde? Einerseits untersagte der Schiedsrichter den einen oder anderen Foulpfiff, beispielsweise als Rebi von hinten im Gegenstoss runtergeknebelt wurde. Andererseits gelang es den Limmatwaves auch nicht, ihre spielerischen Vorteile in Tore umzumünzen. Zu oft wurden schlechte Wurfpositionen zum Wurf genutzt, die guten hingegen wurden nicht gesehen. Auch die läuferische Überlegenheit konnte bei den Limmatwaves nicht mehr ausgenutzt werden wie im ersten Spiel. Der Gegner war gut vorbereitet auf die Manndeckung. Gleichzeitig vermochten die Limmattalerinnen das gegnerische Spiel durch sehr gutes Blockspiel zu zerstören.

In der zweiten Halbzeit sollte alles besser werden. Die Sperren wurden neu nicht mehr auf der Mitte gesetzt, sondern auf dem Zweier und siehe da, man erreichte das eine ums andere Mal eine sehr gute Torchance. Die ersten zwei Minuten der zweiten Halbzeit gehörten dennoch dem Gegner: zwei Unkonzentriertheiten liessen den TV Witikon ohne Aufwand zum 5:5 aufschliessen. Danach starteten die Limmatwaves aber den Turbo. Von 5:5 ging es auf 12:6 mit Tempo und weil der Schiedsrichter die Strafen, die er in er ersten Halbzeit nicht gegeben hatte, nun laufend und zu Recht gab. So zeigt sich die Überlegenheit des HCDU in der zweiten Halbzeit, indem nicht weniger als 5 Siebenmeter herausgeholt wurden. Notabene wurde keiner davon versenkt, aber janu... Immer wieder in Überzahl konnte der HCDU nun den Platz und die Schnelligkeit nutzen und auf starke Flügel zählen. Michelle erwischte einen Traumtag und auch Linda machte ihre Sache sehr gut. Zudem erfüllten Selina, Casi und Sabrina sie Vorgaben ebenfalls bei weitem. Es gab in beiden Halbzeiten zusammengezählt etwa 10 technische Fehler, nur einer davon ein Passfehler. Das Spiel war in der 50. Minute entschieden, als die Limmatwaves beim Stand von 13:7 einen Gang zurückschalten und den Gegner anrennen lassen konnten. Schlussstand: 15:7 aus Sicht des HCDU => PROMO-MEISTER!

Geduscht wurde in der Garderobe nicht mit Wasser, sondern mit Champagner (an alle Eltern: natürlich alkoholfrei). Die Verlierer-Truppe des letzten Jahres schwingt in der Meisterschaft oben aus. Und die Saison ist noch nicht vorbei, man kann noch im Cup eine Sensation schaffen. Und wir werden alles dafür tun.


TV Witikon - Limmatwaves 7:15 (3:5)
HCDU: Arlinda (1.-60.), Rebi (1), Rumer (2), Gina (1), Michelle (5), Linda (3), Casi, Sabi, Livia (1), Manu, Selina (2)
Bemerkungen: die Limmatwaves verwerfen fünf Siebenmeter (Rumer, Gina, Manu, Rebi, Arlinda)

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