Sonntag, 8. März 2009

FU18: Der HCDU kassiert eine Ohrfeige bei Olten

Nach dem letzten Wochenende und dem nur knapp verlorenen Heimspiel gegen Olten sollte heute alles besser werden. Linsi gab vor dem Match noch bekannt, dass ihr Gefühl sage, "dass wir heute gewinnen". Sie sollte sich täuschen. Das Positive vorweg: die zweite Halbzeit gewann der HCDU mit 10:9. Das Negative: die erste ging mit 4:17 verloren.

Dabei fing alles gar nicht so schlecht an. Die ersten zehn Minuten waren sehr ausgeglichen verlaufen, wobei der HCDU aufgrund der unpräziseren Würfe mit 1:4 im Hintertreffen lag. Dafür klappten alle Spielzüge wie am Schnürchen. Aber Kunst nützt nichts, wenn man davon nicht leben kann. Hinzu kam wieder der umgedrehte Handschuh FU18 ab Minute 11. Aus irgend einem Grund war Ende Feuerwerk, nichts ging mehr. Keine Würfe aus der zweiten Reihe obwohl man um die Schwächen der Torhüterin bei Olten wusste. Die Flügel meldeten sich ob dem Pressing komplett ab und verbrachten eine mehr oder weniger ruhige Zeit auf ihrer Position. Dafür lief der Motor der Oltner Spielerin mit der Nummer 14. Gleich sechs der ersten acht Tore konnte sie buchen, obwohl dem HCDU mehr als bekannt war, dass Olten im Angriff vor allem von dieser Spielerin lebt. Nach nicht ganz 20 Minuten stand das Skore bei 12:2, zur Pause 17:4. Nach den ersten 10 Minuten zeigte sich der HCDU also von einer eher bedenklichen Seite. Hinzu kam, dass vor allem beim HCDU 2-Minuten-Strafen gesprochen wurden. In Minute 18 standen für 4 Sekunden nur gerade vier Dietikerinnen auf dem Feld, wohlgemerkt inklusive Torhüterin Nocco, die ein gutes Spiel zeigte. Störend waren im Prinzip auch nicht die Strafen gegen den HCDU, sondern dass leider auf der anderen Seite gleiche Szenen teilweise nicht einmal mit einem Freistoss bestraft wurden.

In der zweiten Halbzeit und nach keinem Donnerwetter in der Kabine liefs etwas besser. Wohl auch deswegen, weil der Gegner die Intensität etwas zurückschraubte. Gleichzeitig baute der HCDU in der Defensive auf, mal für mal landeten Gegenspielerinnen, die in der ersten Halbzeit noch aus ähnlichen Situationen Tore warfen, auf dem Rücken. Durchaus fair holte sich der HCDU so den einen oder anderen Ball zurück, der vorne verloren ging. Auch Kreispässe zu Kevic kamen nun an und Würfe aus der zweiten Reihe wurden genommen. Und siehe da, der HCDU gewinnt Halbzeit zwei mit 10:9 Toren. Und alles nur mit etwas mehr Einsatz in der Verteidigung, etwas mehr Aufmerksamkeit auf dem Feld und mit etwas mehr erkämpften Glück. Endstand: HCDU 14, Olten 26

Den Zielzustand - oder anders ausgedrückt: wie das Team spielen könnte - sah man heute während den ersten sehr vielversprechenden zehn Minuten. Weshalb nach rund 10 Minuten regelmässig ein Bruch der Leistung stattfindet ist Stand heute nicht erklärbar. An der Kondition kann es kaum liegen, da jeweils gegen Ende der Halbzeit das Feuer zurückkehrt. Auf jeden Fall muss der HCDU das Niveau der ersten 10 Minuten beibehalten können und müssen. 

HV Olten - HCDU 26:14 (17:4)
HCDU: Nocco (1.-60.); Zbinden (4), Stehrenberger (1), Polozani (4), Kevic (4), Wehrli, Brajkovic, Clematide (1), Cubrilo, Linsi, Fischhaber
Strafen: HCDU 6x2min, Olten 2x2min
Bemerkungen: HCDU ohne von Mühlenen (krank), Zbinden verwirft Siebenmeter (50./10:22)

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