Samstag, 21. März 2009

FU18: Und noch eine Niederlage - Pleiten, Pech und Pannen in Klingnau

Im Bewusstsein, das letzte Spiel der Saison gegen einen Gegner spielen zu können, der schlagbar sein müsste, reiste der HCDU nach Klingnau. Erstes Problem: das Matchtenue reiste nicht mit. Zweites Problem: fünf Minuten vor Abfahrt sagte die Ersatztorhüterin per SMS ab, während Nocco samstags jeweils arbeiten muss und deswegen auch nicht dabei war. Drittes Problem: Brajkovic fand die Halle nicht, obwohl sie sich extra eine separate Fahrgelegenheit organisiert hatte, während Kevic in Zürich den Zug verpasste und erst nach Spielbeginn eintraf. Dennoch: heute wollte das Team an die über weite Strecken gute Leistung gegen Aarau anknüpfen und sich mit einem Sieg eventuell noch den dritten Tabellenrang zu schnappen. Nicht unmöglich, da es ganz so aussah, als würden die Aargauerinnen ebenfalls ohne "richtige" Torhüterin antreten.


Das Spiel begann mit einem taktischen Fehler: der HCDU stellte in der Verteidigung ein 3:2:1 auf in der Annahme, dass die eher behäbig wirkenden Aargauerinnen so aus dem Tritt zu bringen seien. Denkste! Anders als noch vor Wochenfrist wurden die Dietikerinnen mal für mal von der Gegnerin in eins gegen eins Situationen "gefressen". Und vorne passte überhaupt nichts aufeinander. Fehler hüben und drüben, unmotivierte Abschlüsse und verkrampfte Stimmung verhalfen den eigentlich auch nicht wirklich überzeugenden Aargauerinnen zu einem komfortablen Vorsprung nach 15 Minuten. Besonders auffällig war, dass der HCDU im Angriff freistehende Flügel, Kreis und Mitte permanent zu ignorieren schien, genauso wie auch Sperren. Die ganze erste Halbzeit war enttäuschend. Einziger kleiner Lichtblick war Zbinden im Tor (!) des HCDU, die die eine oder andere Chance der Aargauerinnen zunichte machen konnte. Viel mehr gibts aber aus dieser ersten Halbzeit nicht zu berichten, ausser dass es eine der schlechtesten je gezeigten 30 Minuten dieses Teams war. Das Resultat? Lieber nicht, aber wenns sein muss: 14:6 gegen den HCDU. Und das war nicht mal unverdient.

Die Umstellung vom 3:2:1 auf das alte Prügel-6:0 in der zweiten Halbzeit sorgte dann endlich für die vermissten Farbtupfer im Spiel des HCDU - zumindest wenn man eine Abdruckkontrolle beim Gegner durchgeführt hätte. Was sich bewegte wurde niedergeknüppelt, die neun Meter Linie wurde ganz im Sinne von "du kommst hier nicht rein" verteidigt. So kam es denn auch, dass Wehrli in der zweiten Halbzeit im Tor (!) etwas weniger zu tun hatte als Zbinden. In beinahe jedem Angriff der Aargauerinnen mussten die tadellosen Schiedsrichter Zeitspiel anzeigen. Wer sich nun sagt, dass das ja gar nicht schlecht klinge, dem gebe ich recht. In der Verteidigung hatte sich der HCDU gefangen. Nicht aber im Angriff. Enttäuschende 5 Törchen brachte der HCDU in der zweiten Halbzeit zu Stande. Wir erinnern uns: gegen den bereits feststehenden Meister Aarau hatte der HCDU innerhalb der ersten 10 Minuten gleich viele Tore geworfen. Woran lags? Irgendwie schien sich die Schwerkraft in Klingnau auf die Mitte des Tores zu konzentrieren, anders ist nicht erklärbar, wieso die Torhüterin regelmässig abgeschossen wurde. Die andere Erklärung wurde bereits gegeben: das permanente Ignorieren der freien Mitspielerin. So verwundert es nicht, dass der HCDU auch die zweite Halbzeit gegen ein vor deutlichere Probleme gestelltes Handball Zurzibiet mit 8:5 verlor. Und das ist einfach zu schlecht, als dass man sich hier auf die Schulter klopfen könnte.

Anders als noch vor Wochenfrist hinterliessen die Schiedsrichter einen hervorragenden Eindruck. Und da sage noch jemand, dass sich reklamieren nicht lohne. Allerdings war es diesmal der HCDU, der das Niveau der Schiedsrichter nicht mitgehen konnte. Es ist momentan nicht mitanzusehen, was das Team für zwei Gesichter im Training und im Match zeigt. Steht nur eine einzige Verteidigerin des Gegners etwas weiter vorne als die anderen, zerfällt der HCDU in sechs Einzelteile auf dem Feld. Zudem geht das im Training geübte in den Matchsituationen vor lauter Stress anscheinend vergessen: Kreispässe bodenauf, Flügelpässe, nach aussen und nach innen laufen - alles wurde diese Woche geübt, nichts wurde im Match umgesetzt. Janu, die Saison ist für den HCDU mit einer enttäuschenden Leistung zu Ende gegangen. Ganz nach "der König ist tot - lang lebe der König" gehts jetzt aber an das eigentliche Saisonziel: das Qualifikationsturnier für die interregionale Meisterschaft. Es gibt in diesem Monat noch sehr viel zu tun.

Handball Zurzibiet - HCDU 1 22:11 (14:6)
HCDU: Zbinden (1.-30.;1), Wehrli (31.-60.;2); Stehrenberger (1), Polozani (4/1), Kevic (2), Brajkovic, Clematide (1), von Mühlenen, Cubrilo, Linsi, Fischhaber
Strafen: HCDU 1x2min, Zurzibiet 1x2min

Bemerkungen: HCDU ohne Nocco (Arbeit)

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